HELI-ART

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Heiner Börger beim Farbauftrag in Kapstadt 2007. Kurze Zeit später wird er mit dem Heli über die Leinwände fliegen

Heli–Art (Zusammensetzung von Helicopter und Art) steht für eine Stilrichtung im Bereich des Action Painting, die vom deutschen Künstler und Piloten Dr. Heiner Börger im Jahr 2000 entwickelt wurde und von ihm seitdem für weltweite Kunst–Aktionen verwendet wird. Seine Kunstwerke entstehen durch Farb–Verwehungen und Flugspuren, die sich beim Darüberfliegen mit dem Helicopter entwickeln sowie durch das Landen mit den Kufen auf dem Werk.

Begriff[Bearbeiten]

Heli–Art ist eine eigene Form des Action Painting. Dabei befestigt der Künstler Börger großformatige Leinwände an thematisch genau festgelegten Plätzen, Orten und Landschaften. Er bearbeitet diese Leinwände mit stark pigmentierten Acrylfarben und fliegt danach mit dem Helicopter darüber, solange die Farben noch flüssig sind. Später taucht er die Kufen des Helicopter nochmals in flüssige Farbe und landet auf den Bildern, so dass sich entsprechende Spuren und Abdrücke auf den Leinwänden abzeichnen. Die so entstandenen Bilder nennt der Künstler „Paintings“.

Dr. Heiner Börger hat die Kunstform der „Heli–Art“ selbst entwickelt und ist bisher der einzige Vertreter dieser Form der Aktionskunst. Die speziell dafür erarbeiteten Techniken des Aktions–Fliegens, des Verwehens und insbesondere des Landens auf den Kunstwerken plant er ab 2014 in einer Heli–Art–Academy an dafür begabte Schüler weiterzugeben.

Charakteristik[Bearbeiten]

Heiner Börger entwickelte mit Heli–Art eine Kunstform, die als Symbiose zwischen Mensch, Technik, Philosophie und den Elementen der Natur verstanden werden will. Börger verbindet diese Kunstevents mit Entstehungsorten wie z. B. der Bergkette „12 Apostels“ in Kapstadt, einem Spielcasino in der Wüste des Las Vegas Valleys oder an alpinen deutschen Gebirgen. Mit Präzision, Feingefühl und Konzentration schafft der Künstler Bildwerke mit variantenreichen Mustern und Nuancen. Gräser, Blüten und Pollen – manchmal auch kleine Äste oder Steinchen – werden während der Kunstaktion aufgewirbelt und hinterlassen ein abstraktes Abbild der jeweiligen Umgebung auf den großformatigen Werken.

Vor bekannten Kulissen der Natur wird der Helicopter zur Produktion von Kunst genutzt. Die Aktionen erregen Aufmerksamkeit, denn der Künstler fliegt hochmotorisiert und lautstark über die mit Farbe getränkten Leinwände. Mal schwebt er, dann hält er inne, landet, schlägt Kapriolen und lässt die noch flüssigen Farben auf den Paintings vibrieren. Dadurch entstehen die für Heli–Art typischen Muster und Verwehungen. Diese Kunst–Produktionen versteht der Künstler als Spiegel unserer Zeit, die für ihn so hochtechnisiert wie niemals zuvor ist und von Superlativen lebt. Damit setzt Heiner Börger den Begriff des Action Paintings wortwörtlich in die Tat um. Die für diese Kunstform typischen „ungewöhnlichen“ Malwerkzeuge, sind bei Heiner Börger der Rotorwind und die Kufen eines Helicopters. Börger betrachtet seine Arbeit stets als den Versuch, flüchtige emotionale Momente und Erlebnisse in seinen Werken festzuhalten. Seine Werke sind abstrakte Abbilder emotionaler Ideen, die er transportieren und erlebbar machen will.

Siehe auch[Bearbeiten]

Auswahl bisheriger Heli-Art Kunst-Aktionen[Bearbeiten]

  • 2007: Ikarus in the Sky, Deutschland
  • 2007: The Glorious Nine, Sigmaringen, Deutschland
  • 2007: The 12 Apostels, Capetown, Südafrika
  • 2008: Gletscher, Bayern Deutschland
  • 2008: Red Monks, Taunus, Deutschland
  • 2009: Timeflight, Rheinland–Pfalz, Deutschland
  • 2012: Gold Strike, Las Vegas Valley, USA

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Claudia Servaty, Nicola Holtkamp: Liebenswert-Wohnen in Frankfurt Rhein-Main. B3-Verlag, Frankfurt 2011, ISBN 978-3-938-78378-8. (Heiner Börgers Leben in Rhein–Main und seine Kunstwerke/Paintings).

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