Gonzo Suicide

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Gonzo Suicide (* 25. Oktober 1981 in Berlin; auch Oznog Edicius) ist das Pseudonym des Konzeptkünstlers Thorsten Eckerle. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit der Beziehung zwischen Künstler, Kulturinstitutionen, Markt und Gesellschaft. Er nutzt das Internet, um mit Ironie die Rolle des Künstlers in der Öffentlichkeit zu hinterfragen. „Es ist ja so, dass auch die zeitgenössische Künstleridentät total zersplittert ist – das ist eine Type, dieser zeitgenössische Künstler, den es per se gar nicht mehr gibt, weil nicht einmal er ein Individuum ist. Er soll ein IRRER sein und gleichzeitig die Geldströme verstehen…“[1]

Leben und Werk[Bearbeiten]

Gonzo Suicide alias Thorsten Eckerle wurde in Berlin geboren und wuchs in Köln auf. Sein Vater war der Immobilienverwalter Hanno Eckerle, die Mutter, eine geborene Kretschmar, arbeitet heute als Nachtportier in Berlin.[2]

Gonzo Suicide hatte zunächst Probleme an deutschen Kunsthochschulen aufgenommen zu werden. Es gelang ihm schließlich, sich einen Studienplatz an der Kunstakademie Münster zu sichern.[3]

In einer Arbeit von 2012 mit dem Titel „Retav” thematisiert Eckerle seine soziale Herkunft. Die Arbeit besteht aus Dämmschaumresten und einer verrosteten Sprühdose, welches letzte Relikte seines 1986 verstorbenen Vaters sind. Eckerle schreibt über die Bedeutung seiner Arbeit auf seinem Blog, der den Untertitel Ein Mann unter Einfluss trägt.[4]

Eine erste Retrospektive seiner Arbeiten fand 2011 im Kulturpalast Wedding in Berlin statt. Zur Zeit schreibt Thorsten Eckerle unter seinem Pseudonym an einem Roman über den Kunstbetrieb in Berlin. „Frei nach Nietzsche dichtet er sich sein Leben zurecht und trennt dabei das was wahr ist, von dem, was wirklich wahr ist.“[5]

„His artworks are saturated with obviousness, mental inertia, clichés and bad jokes. They question the coerciveness that is derived from the more profound meaning and the superficial aesthetic appearance of an image. By putting the viewer on the wrong track, he tries to create works in which the actual event still has to take place or just has ended: moments evocative of atmosphere and suspense that are not part of a narrative thread. The drama unfolds elsewhere while the build-up of tension is frozen to become the memory of an event that will never take place.“[6]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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