Global Humanism

Aus MARJORIE-WIKI
Wechseln zu: Navigation, Suche

Die Konzeption des Global Humanism versucht die Möglichkeit eines neuen, ethischen Modells zu zeigen, welches den Menschen als globales Wesen ins das Zentrum der Betrachtung und Diskussion stellt. Der Begriff "Global Humanism" wurde 2007 von der österreichischen Philosophin Lisz Hirn, die unter anderem für die deutsche Kulturzeitschrift Tabula Rasa schreibt, eingeführt.

Methode[Bearbeiten]

Die Vorgehensweise teilt der Entwurf des Global Humanism mit der Interkulturellen Philosophie. Die explizierten Konzeptionen beziehen sie auf eine größtmögliche Anzahl von Menschen, den größtmöglichen geographischen Raum, die größtmöglichen Zeitabschnitte und auf so viele heterogene Kulturen/Kulturkreise wie möglich. Der Entwurf des Global Humanism vertritt auch analoge Ziele wie die Interkulturelle Philosophie, ist aber vor allem eine philosophische Konzeption.


Ziele des Global Humanism[Bearbeiten]

Der Global Humanism zielt auf folgende Punkte ab:

  • die Korrektur von Vorurteilen und Klischees im Bereich des Zwischenmenschlichen
  • das allgemeine Handeln soll das Wohlergehen des einzelnen Menschen als auch der menschlichen Gemeinschaft fördern
  • die Entwicklung philosophischer Universalien und/oder der Begründung von zwischenmenschlicher Toleranz (insbesondere aufgrund der jeweils festgestellten und erklärten Gemeinsamkeiten und Unterschiede)
  • die Vermittelung von Respekt der Würde und der Persönlichkeit jedes Menschen
  • ein humanes Miteinander in einer globalen menschlichen Kultur, in der Frieden und Menschlichkeit verpflichten und kulturelle Besonderheiten weiter bestehen und Geltung besitzen
  • die Weiterentwicklung der menschlichen Gesellschaft, so dass diese wiederum die Höherentwicklung bzw. Entfaltung des einzelnen Menschen gewährleisten kann
  • eine anwendbare ethische Orientierung anzubieten, die nicht nur in einem nationalen bzw. kulturellen, sondern in einem globalen Gefüge funktioniert

Der nationale Kosmopolit als Ideal des Global Humanism[Bearbeiten]

Das (kultur-) anthropologische Ideal des Kosmopoliten ist keineswegs neu. Lediglich das Attribut “national” birgt die eigentliche und wesentliche Änderung - im Denken wie im Sein. Der nationale Kosmopolit steht über der Nation, aber erkennt sie als Teil seiner Herkunft an, er transzendiert die Nation und kultiviert eine Art des Kosmopolitismus, der andere leben lässt und sich so selbst zu leben ermöglicht. Das Ziel eines innovativen philosophisch-anthropologischen Ideals ist, Raum für Bewusstsein und Verantwortung zu schaffen. Bewusstsein für das menschliche Sein sowohl in der nationalen Identität als auch in globaler Hinsicht und die Verantwortung dafür, beides zu ermöglichen und aufrechtzuerhalten. Die Gefahren dieses anthropologischen Modells sind dieselben wie die jedes anderen Modells: die Ausnutzung des Modells als Ideologie von Einzelnen oder einzelnen Interessensgruppen und die Petrifikation der im Modell erkannten Strukturen zu Konformismen und mediokrem, pathetischem Gedankengut

Literatur[Bearbeiten]

Wikilinks - Wikis mit Artikeln zum Thema[Bearbeiten]

(Trage hier dein Wiki mit Link zum Artikel ein, wenn du in deinem Wiki ebenfalls einen Artikel zu diesen Thema hast oder du diesen Artikel in dein Wiki exportiert hast)


Info Sign.svg Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten History importiert.