Giuseppe Prinzi (Keramiker)

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Giuseppe Prinzi (2015)

Giuseppe Prinzi (* 31. Januar 1962 in Mistretta) ist ein italienischer Maler, Bildhauer und Keramiker.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Prinzi besuchte die Kunstoberschule in Santo Stefano di Camastra (Messina) und wurde dort u.a. vom Gründer der Schule, dem Keramik-Künstler Ciro Michele Esposito, unterrichtet.

1979 erhielt Prinzi einen Abschluss als Master of Arts. 1980 reiste er nach Florenz, Siena und Rom. Nach zwei weiteren Schuljahren legte er 1981 sein Abitur im Fach Kunst ab. Während seiner Schulzeit absolvierte Prinzi außerdem einen Fernmalkurs an der Kunstakademie in Rom.

Ab 1982 stellte er eigene Arbeiten in verschiedenen Ausstellungen aus. Ab 1983 nahm Prinzi zehnmal an der „Internationalen Keramik-Ausstellung“ in Santo Stefano di Camastra teil.

1987 beteiligte er sich an einer Wanderausstellung, die weltweit in mehreren Hauptstädten gezeigt wurde,  u.a. in New York, Tokio, Singapur, Paris, London, Sidney, Berlin, Hong Kong. Im gleichen Jahr wurde Prinzi von der Universität in Messina zu einer Ausstellung in der Aula Magna eingeladen. Zeitgleich fand in Caltagirone die  XI. Biennale der sizilianischen Keramik statt, auf der Prinzi zwei Keramik-Skulpturen ausstellt.

1990 lud Prinzi den argentinischen Künstler Silvio Benedetto und andere Künstler seiner Schule zu einem Praktikum in sein Keramik-Atelier ein. 1991 veröffentlichte Prinzi einen Katalog seiner Werke unter dem Titel „Maioliche d’Autore“, mit einer Präsentation von Antonio Scarpello Mingari und einer kritischen Rezension von Silvio Benedetto unter dem Titel „Il fuoco e il Silenzio“.

1996 stellte Prinzi diverse Werke in der Kunstgalerie „La Pergola“ von Tindaro Pettignano aus.

2004 schuf er Werke aus Refraktärkeramik, die in Kunstsammlung eines Barockpalazzos in Sinagra aufbewahrt werden. Im Dezember 2004 erhielt er vom Keramiker-Verband von Santo Stefano den Preis „IGOR“.

Im Juli 2014 schuf Prinzi einen Hourdisziegel für den Kulturverband „Il cielo d’Italia“. Dieser Ziegel wurde 2015 bei der Weltausstellung Expo in Mailand ausgestellt, wo er auf dem „sizilianischen Platz“ einen Krug mit „metaphysischen Gesichtern“ aus Refraktärkeramik, oxidiertem Kupfer und Mattglasur präsentierte. Im Juni 2015 wurde Prinzi zum Ausstellungs-Wettbewerb der Keramik in Grottaglie (Apulien) zugelassen, wo er zwei Werke ausstellte:  „Bacco e Arianna“, einen Teller aus oxidierter Refraktärkeramik, und „Persefone“, eine Keramikskulptur. Im August 2015 beteiligte er sich an der „I. Biennale Stefanese“ im historischen Palazzo Trabia. und er nahm an der  „X. Biennale Internazionale Dell’Arte Contemporanea“ in der Fortezza da Basso in Florenz teil. Im Juni 2016 realisierte Prinzi ein 240 × 240 cm großes Keramikwandbild mit der „Medusa“, das bei den Ausstellungen „Buongiorno Ceramica“  und „All’Inceramicata Stefanese“ gezeigt wurde.     

Künstlerisches Profil[Bearbeiten]

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Die künstlerische Sprache Prinzis, von manchen Kritikern als „neosymbolistisch“, von anderen als neometaphysisch bezeichnet, wird in die Nähe der Pittura metafisica von Giorgio de Chirico gerückt. Prinzi bevorzugt die emotionalen, impulsiven und irrationalen Aspekte der Kunst und lässt dabei die nachahmend-beschreibenden oder kognitiven Aspekte der Realität außer Acht. Wegen dieser Neigung könnte er in die Strömung des „Neoexpressionismus“ eingereiht werden. Prinzis träumerische Spannung bringt ihn in Zusammenhang mit dem Surrealismus von Salvador Dalí, Max Ernst und René Magritte.

Seine Pinselführung und die Farben sind frei - sowohl von akademischen Zwängen - als auch von den Beziehungen zum objektiven Realismus. Prinzis Werke sind Raum- und zeitlos: sie regen den Betrachter zu einer „symbolischen“ Deutung des Kunstwerks an. Er vereint in der Synthese die Anregungen aller Avantgardisten des 20. Jahrhunderts und somit findet er zu einem eigenen Malstil. Er neigt eher dazu, das Wesen des Bildes wiederzugeben, d.h. seinen Aufbau nur anzudeuten.

Für Giuseppe Prinzi ist das Künstlerschaffen ein mnemonischer und idealer Prozess im Sinne der Ideenlehre Platons.

Weblinks[Bearbeiten]

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