Gerard Cornielje

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Gerard Cornielje

Gerard Cornielje, Baron von Sachsen (* 12. Juni 1962 in 's-Heerenberg, Niederlande) ist das Alter Ego von Dichter und Jazzmusiker Gerardus Wilhelmus Theodorus Cornielje von Sachsen (kurz Gerard Cornielje), Sohn von Gerhard Everhard Cornielje d'Anville geboren am 11. September 1926 in Emmerich (Deutschland) und Maria Hermina Hippmann von Sachsen geboren am 1. Mai 1928 in 's-Heerenberg.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und Familie[Bearbeiten]

 
Heraldic Achievement of the Cornielje Family

Gerard Cornielje ist ein direkter Nachkomme von Marquise Marie Le Pesant de Bois-Guilbert und Rechtsanwalt Pierre Corneille d'Anville, den Eltern der Dichter Pierre Corneille, Seigneur d'Anville und Thomas Corneille, Seigneur de L'Isle. Pierre Corneille der Ältere wurde (nicht ohne Hilfe seines Sohnes, dessen Werk Le Cid im Jahr 1637 ein großer Erfolg war) von König Ludwig XIII. im Jahr 1637 in den Ritterstand erhoben und erneut von König Ludwig XIV. im Jahre 1669, nach Aufhebung der ursprünglichen Nobilitierung unter dem Druck von Kardinal Richelieu, der das Stück Le Cid aus moralischen Gründen verwerflich fand, aber auch eifersüchtig war auf die plötzliche Popularität seines ehemaligen Protegés.

Der vollständige Titel von Pierre Corneille dem jüngeren war Esquier (dt.: Kavalier) Pierre Corneille, Seigneur d'Anville, ein erblicher Titel, der mit dem Besitz von Grundstücken und einem festen jährlichen Einkommen verbunden war. Der Titel wurde nach dem Tod seines Vaters von Esquier auf Chevalier (dt. Ritter) geändert.

Von mütterlicher Seite stammt Baron Cornielje von Saxen aus der Familie Hippmann von Sachsen zu Böhmen. Adelsbriefe wurden der Familie im Jahr 1733 verliehen, als Johann Paul Hippmann von Sachsen wegen seiner Bemühungen im Dienste des Königreiches Böhmen in den Rang eines Freiherrn erhoben wurde.

Nach der Französischen Revolution von 1789 floh die adlige Familie Corneille vor der Guillotine in den Norden; der eine Teil der Familie floh Richtung Niederlande, der andere Teil Richtung Deutschland, Österreich und Böhmen. Der Name Corneille wurde zu Cornielje, weil es zu jener Zeit brauch war, französische Namen zu ändern um sie den Einwohnern der neuen Heimatländer verständlicher zu machen, aber wahrscheinlich auch aus Angst vor dem langen Arm der Revolution.

Kunst[Bearbeiten]

Gerard Cornielje von Sachsen kombiniert in seine Konzerte Rezitationen von Lyrik mit Jazz-Saxophonspiel, oft begleitet von einem Schlagzeuger bzw. einem Kontrabass-Spieler. Die Musik von Cornielje ist geprägt von Blues und Jazz, er spielt Alt- und Tenor-Saxophon sowie Blues Harp und singt seine eigenen Gedichte, oft improvisiert er zusammen mit seinem Publikum. Cornielje hat in seiner inzwischen 35-jährigen Karriere viele Stilrichtungen in seine Musik integriert, so etwa Gnawa aus Marokko, wo er regelmäßig mit Gnawa-Musikern auftritt und speziell dafür auch Kompositionen schreibt, die eine Kombination aus Jazz und ethnischer Musik sind.

Seine Lyrik kann man als neo-romantischen Expressionismus einstufen, sie ist von seinen Reisen und seiner Musik stark beeinflusst. Das Buch In Exsilium hat Cornielje über eine Zeitspanne von circa 20 Jahren geschrieben, es ist eine Beschreibung seiner Tourneen und Wanderzüge über den gesamten Globus.

Die Kombination von Lyrik, ethnischer Musik und Jazz prägen das Repertoire von Cornielje.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Soziales Engagement[Bearbeiten]

Seit 2010 ist Gerard Cornielje Botschafter für die Stiftung Toe-to-Heart in Bangalore. Diese Stiftung, gegründet von dem Niederländer Thomas van Berckel, kümmert sich um die Schulbildung von Kindern aus den Slums von Bangalore. Für diese Stiftung macht Cornielje während seiner Tourneen weltweit Werbung, auch tritt er regelmäßig mit den Kindern in Bangalore auf, um Spenden zu sammeln.

Gegenwart[Bearbeiten]

Cornielje hat in über 60 Ländern weltweit Konzerte gegeben. Er lebt und arbeitet derzeit in Zürich, Schweiz.

Baron Cornielje von Sachsen wurde in 2012 zum Ritter von Schloss Huis Bergh in den Niederlanden geschlagen.

Literarische Einflüsse[Bearbeiten]

Musikalische Einflüsse[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]