Georg Gransee

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Georg Gransee (* 29. Juni 1917 in Berkenbrügge; † 23. Januar 1945 in Ober-Stradam, Schlesien) war ein deutscher Unteroffizier, zuletzt Oberfeldwebel der Reserve sowie Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Gransee trat am 16. November 1938 in die Wehrmacht ein und versah dort bis zum November 1939 seine Grundausbildung. Anschließend kam er zur Leichten-Panzer-Kompanie 6, die zu dieser Zeit dem Panzer-Regiment 31 unterstellt war. Das Panzer-Regiment 31 war in der Folge am Polenfeldzug beteiligt, an dem Gransee jedoch nicht teilnahm. Gransee nahm mit diesem Regiment jedoch am Westfeldzug teil. Am 16. April 1941, kurz nach Beginn des Balkanfeldzuges, erfolgte Gransees Beförderung zum Obergefreiten mit der zeitgleichen Versetzung zur 2. Kompanie des Panzer-Regiments 31. Mit dieser Kompanie nahm er auch als Panzerschütze an Kampfhandlungen in Jugoslawien und Griechenland teil. Danach kehrte das Panzer-Regiment zur Auffrischung in das Deutsche Reich zurück und war deswegen nicht am Beginn der Operation Barbarossa beteiligt. Die Auffrischung und Aufstockung des Regiments zog sich bis August 1941 hin. Gransee selber wurde jedoch schon am 28. Juli 1941 zur 8. Kompanie des Panzer-Regiments 31 versetzt. Als Angehöriger des Panzer-Regiments 31, welches der 5. Panzer-Division unterstand, war Gransee in den Jahren 1941/1942 auch an der Schlacht um Moskau beteiligt. Anfang Juli 1943 erfolgte eine weitere Auffrischung und Gransees Versetzung zur 2. Kompanie. Mit dieser Kompanie kam zu heftigen Kämpfen mit der Roten Armee, die schließlich zur Ritterkreuzverleihung wegen Kampfhandlungen am 14. und am 15. August 1943 südlich Wjasma führen sollten. Der Vorschlag zur Ritterkreuzverleihung ging am 13. September 1943 beim Heerespersonalamt ein. Ein entsprechender Auszug wurde auch in der Neumärkischen Tageszeitung vom 30./31. Oktober 1943 wiedergegeben:

„Die entscheidungssuchende Offensive des Feindes südlich Wjasma war auf ihrem Höhepunkt angelangt. In der rechen Flanke einer schlesischen Panzer-Division sicherten schwache Panzerkräfte eine Höhe, die den gesamten Divisionsabschnitt beherrschte und hinter der sich ohne weiteren Schutz die Feuerstellung der Artillerie und die Nachschubverbindungen befanden. Neben wenigen Panzern gehörte auch Feldwebel Gransee mit einem Zug seines schlesischen Panzer-Regiments zu dieser Flankendeckung. Am Abend des 14. August 1943 hatte sich der Gegner bis an die Höhe heran gearbeitet und griff sie mit einer Panzer-Brigade und zwei Bataillonen an. Als nach tapferen Kampf die Höhe verloren zu gehen drohte, unternahm Feldwebel Gransee einen kühnen Stoß in die Flanke der Sowjets, schoß ihre Infanterie zusammen und vernichtete persönlich zwei Feindpanzer. Am nächsten Morgen griff der Gegner erneut an. Mehr als 10 Panzer vernichtete der Zug Gransee, Feldwebel Gransee persönlich davon drei 44-Tonner KW I. Außerdem wurden 5 Infanterieangriffe in Bataillonsstärke auf die Höhe zerschlagen. Als der Feind versuchte, einige Panzer in einer Mulde seitlich der Höhe vorbei zuführen, vereitelte Gransee allein mit seinem Panzer die Umgehung durch Abschuß eines Feindpanzers. Dann mußte der Zug Gransee den Absatz decken. Weitere Feindpanzer wurden abgeschossen. Georg Gransee erzielte dabei den 21. Abschuß. Nach dem Befehl zum Absetzen befreit Gransee noch ein östlich der Höhe eingesetztes leichtes Flakgeschütz, das Geschütz wurde am Panzer angehängt und die Geschützbedinung war auf dem Panzer, als in rascher Fahrt die neue Abwehrfront der Division erreicht wurde.“

Für diese Leistung wurde Gransee mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 19. September 1943 wurde er dann am u.a. am linken Auge verwundet und war bis einschließlich dem 15. Januar 1944 im Reservelazarett IV, Regensburg mit anschließender Kur. Danach kehrte er als Angehöriger der 7. Kompanie des Panzer-Regiments 31 an die Ostfront zurück. Am 23. Januar 1945, ist Gransee dann in Ostpreußen und Schlesien, bei Ober-Stradam (Schlesien) bei Breslau mit 28 Jahren gefallen.[1]

Beförderungen[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Die Ritterkreuzträger der Deutschen Wehrmacht 1939-1945 Panzertruppe Bd 2: F-H

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die Ritterkreuzträger der Deutschen Wehrmacht 1939-1945 Panzertruppe Bd 2: F-H, Seiten 152, 153
  2. Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939-1945, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2, Seite 345.


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