Göksel Öztaş

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Göksel Öztaş (* 1966; † Februar 1982) war ein türkischer Jugendlicher in Deutschland, der sich im Alter von sechzehn Jahren das Leben nahm, nachdem Mitschüler ihn fortwährendend rassistisch diskriminiert hatten.[1]

Öztaş starb in seinem Hobbykeller in dem Hamburger Mietshaus, in dem seine Familie wohnte. Es war zu erfahren, dass „er es nicht mehr ertragen konnte, in der Schule Kanaker genannt zu werden.“[1]

Öztaşs Tod erregte Aufsehen. Neben Medienberichten machten Johanna Linz und Fritz Baltruweit auf ihrer Medienkombination ...den Gefangenen Befreiung nachhaltig auf sein Schicksal aufmerksam. Die Schallplatten- Textheft- und Bilderserienkombination zur Situation der Schwarzen in Südafrika enthielt mit 4. Schlag die Zeitung auf einen Teil zu Öztaş. Der Text wurde für die Schallplatte gesprochen von Max Volkert Martens, ein Lied trugen Matthjews/Anstett bei. Im Begleittext hieß es dazu: „Wer die Weißen in Südafrika anklagt, muss sich auch über seine Gedanken und Gefühle Rechenschaft ablegen, die auch das Klima mitgestalten, in dem Ausländer bei uns und unter uns leben müssen.“[2]

Wenige Monate nach dem Tod des Jugendlichen verbrannte sich Semra Ertan in Hamburg öffentlich selbst ebenfalls aufgrund von Erfahrungen mit Ausländerfeindlichkeit[3].

Einzelbelege[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Tod eines Türkenjungen, Hamburger Abendblatt vom 24. Februar 1982
  2. Johanna Linz und Fritz Baltruweit: ...den Gefangenen Befreiung, Medienkombination, tvd-Verlag Düsseldorf 1982
  3. Hamburger Abendblatt vom 01.06.1982

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