Fritz Schmorl

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Friedrich Georg Schmorl, genannt Fritz Schmorl (* 27. August 1904 in Hannover; † 9. September 1961 ebenda) war ein deutscher Buchhändler.[1]

Leben[Bearbeiten]

Fritz Schmorl war der Sohn von Oscar Schmorl, Enkel von Ernst Victor Schmorl, und Vater von Martin Schmorl.[1] Fritz Schmorl hatte mindestens eine Schwester.[2]

Fritz Schmorl wurde während der späten Weimarer Republik 1928 Juniorpartner der von seinem Vater geführten Buchhandlung Schmorl & von Seefeld.[1] Aus Briefen des späteren Druckerei-Unternehmers Kurt Scherrer ging hervor, daß Fritz Schmorl wie schon zuvor Scherrer um 1929 eine Reise in die USA plante.[3]

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde Fritz Schmorl 1938 in die Wehrmacht einberufen, in der er als Soldat zu Beginn des Zweiten Weltkrieges erst am Polenfeldzug, dann auch am Feldzug nach Frankreich teilnahm. Im Krieg gegen Russland wurde Fritz Schmorl 1941 schwer verwundet, nach einer Versorgung in einem Lazarett jedoch wieder an die Ostfront geschickt - bis 1945 war Fritz Schmorl Soldat der Wehrmacht.[1]

Unterdessen war durch die Luftangriffe auf Hannover in der Nacht vom 8. auf den 9. sowie am 13. Oktober 1943 das Geschäftshaus des Vaters totalzerstört worden. Dieser hatte nach dem Krieg zunächst auf eigenem Grundstück mit provisorischen Behelfsbauten den Buchhandel wieder aufgenommen.[4]

 
Das ehemalige Gebäude Schmorl & von Seefeld, heute Hugendubel in der Bahnhofstraße in Hannover

Wieder zivil in Hannover,[1] sorgte die Bekanntschaft der Schwester von Fritz Schmorl mit der Ehefrau des ehemaligen Kriegsgefangenen und späteren Generals Ulrich de Maizière zu einer Lehrstellenbeschäftigung ab dem 1. September 1947 des damals 35-jährigen de Maizière.[2]

Im Todesjahr seines Vaters übernahm Fritz Schmorl 1950 die Leitung der Buchhandlung[1] und beauftragte den Architekten Adolf Falke mit dem Neubau des heutigen Geschäftsgebäudes in der Bahnhofstraße 14.[5][6]

Im Jahr des Todes von Fritz Schmorl übernahm 1961 Sohn Martin die Geschäftsführung der Buchhandlung.[1]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 Hugo Thielen: Schmorl (2), Friedrich Georg (Fritz), in: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 318-319.
  2. 2,0 2,1 Helmut R. Hammerich, Rudolf J. Schlaffer (Hrsg.): Militärische Aufbaugenerationen der Bundeswehr 1955 bis 1970. Ausgewählte Biografien, in der Reihe Sicherheitspolitik und Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland, Band 10, im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes, München 2011: Oldenbourg, ISBN 978-3-486-70436-5, S. 411; online über Google-Bücher
  3. Kurt Scherrer: Meinen lieben Eltern zum 21. Juni und 24. August 1935, Abschrift des Einzelexemplares von 1935, Lebensbericht von Kurt Scherrer, Stammbaum von Kurt Scherrer, erstellt anläßlich des Familienfestes am 12.–13. Juni 2010 an der Mühle in Sorsum (270 S.), Berlin 2010: epubli GmbH; online über Google-Bücher
  4. Hugo Thielen: SCHMORL, (3) Oscar, in: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 319
  5. Helmut Knocke, Hugo Thielen: Bahnhofstraße, in: Hannover Kunst- und Kultur-Lexikon, S. 88f.
  6. Anmerkung: Das Hannoversche Biographische Lexikon nennt das Jahr 1952 als letztes Jahr des Gebäudebaus, das ... Kunst- und Kultur-Lexikon jedoch das Jahr 1953.
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