Fritz Busse (Politiker)

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Fritz Busse (* 24. Juni 1912 in Berlin-Wilmersdorf; † 22. April 1989 in Harburg) war ein deutscher Kommunalpolitiker in Zeven und Regionalhistoriker, der sich um den Aufbau des Zevener Kommunalarchivs verdient gemacht hat und am 18. Juni 1987 zum Ehrenbürger der Stadt Zeven ernannt wurde.

Leben[Bearbeiten]

Sein Interesse für Geschichte und Heimatkunde wurde schon in Berlin im Märkischen Museum geweckt, dann im Studium in Ostpreußen, wo der gelernte Zeitungsfachmann für eine Zeitung tätig war. [1] Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte Fritz Busse in Zeven und arbeitete als Dolmetscher und Chefsekretär des britischen Standort-Ingenieurs. Nach einer Junglehrerausbildung wechselte er in den Schuldienst. Dem Kollegium der Zevener Carl-Friedrich-Gauß-Realschule gehörte Fritz Busse von 1952 bis 1975 an. Ab 1966 war er stellvertretender Leiter der Schule. [2]

Der Sozialdemokrat Fritz Busse gehörte dem Rat der Stadt Zeven von 1956 bis 1972 an, war Mitglied im Verwaltungs-, Finanz-, Schul- und Bauausschuss. Vom 19. Januar 1968 bis zum 21. November 1972 war er Bürgermeister der Stadt Zeven. Außerdem war er von 1968 bis 1972 Vorsitzender des Zevener Samtgemeinderates und von 1970 bis 1972 Vorsitzender des dortigen Schulzweckverbandes.[3] In den Kreistag des ehemaligen Landkreises Bremervörde wurde Fritz Busse zum ersten Mal im Herbst 1968 gewählt und gehörte ihm zwei Legislaturperioden lang bis 1976 an. [4]

Besondere Verdienste erwarb er sich um den Jugendaustausch zwischen der englischen Grafschaft Cornwall und dem Landkreis Bremervörde. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Rat stellte sich Fritz Busse weiter in den ehrenamtlichen Dienst der Stadt Zeven. Durch intensiven persönlichen Einsatz schuf er den Grundstein für das Archiv der Stadt und Samtgemeinde Zeven. Von 1977 bis 1980 leitete Fritz Busse die Redaktion für den Bildband Zeven: Kloster – Flecken – Stadt. Außerdem veröffentlichte er über einen Zeitraum von mehreren Jahren in der Lokalpresse Einzelartikel zur Regionalgeschichte, schrieb Texte für Bücher über die Stadt und das Kloster Zeven und hielt Vorträge zu historischen Themen. Für seinen Einsatz für die kulturellen Belange der Stadt wurde er am 18. Juni 1987 zum Ehrenbürger der Stadt Zeven ernannt.

Von 1964 bis 1981 war Fritz Busse ehrenamtlich im Aufsichtsrat der Zevener Volksbank tätig, davon von 1968 bis zu seinem Ausscheiden als Aufsichtsratsvorsitzender. [5] Fritz Busse verstarb am 22. April 1989 in einem Krankenhaus in Harburg.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. "Einst Bürgermeister und Archivar – jetzt Ehrenbürger", in Zevener Zeitung, 26.06.1987
  2. Nachruf des Kollegiums der Carl-Friedrich-Gauß-Realschule in Zeven, in Zevener Zeitung, 26.04.1989
  3. Nachruf der Stadt und Samtgemeinde Zeven, in Zevener Zeitung, 25.04.1989
  4. "Ehrenbürger Fritz Busse †", in Zevener Zeitung, 25.04.1989
  5. Nachruf der Volksbank Zeven, in Zevener Zeitung, 26.04.1989
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