Friedrich Ludwig Schlöth

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Friedrich Ludwig Schlöth (* 28. August 1808; † 26. Juni 1869 in Basel) war ein Schweizer Schlossermeister und Unternehmer.

Leben[Bearbeiten]

Friedrich Ludwig Schlöth, genannt Louis Schlöth, machte eine Schlosserlehre bei seinem Vater Heinrich Ludwig Schlöth. Nach einer Gesellenwanderung durch Deutschland und das Elsass[1] kehrte er nach Basel zurück und arbeitete im Betrieb seines Vaters. Nach dessen Tod 1839 übernahm er mit seinem Bruder Ferdinand Schlöth die Schlosserei samt der angeschlossenen Ofenfabrik, die unter anderem vom Vater erfundene neuartige Heizvorrichtungen vertrieb. 1839 bauten die beiden ein neues Wohn- und Geschäftshaus am Hasenberg, das aber bereits 1844 abbrannte. 1843 avancierte Louis Schlöth zum alleinigen Inhaber des Geschäftes, da sich sein Bruder auszahlen liess, um sich in Rom zum Bildhauer ausbilden zu lassen. Später war er für diesen die Verbindungsperson, wenn es Skulpturen nach Basel zu transportieren und hier zu lagern galt.[2] Als Schlosser und Mechaniker war er einer der führenden seines Fachs in Basel und erhielt auch anspruchsvolle öffentliche Aufträge.[3] Bei ihm wohnte Charlotte Kestner, die Schwester von August Kestner.

Louis Schlöth war zweimal verheiratet und hatte insgesamt neun Kinder, darunter die Kochbuchautorin Amalie Schneider-Schlöth und den Bildhauer Achilles Schlöth.

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Weiss: Neuestes Baseler Bürgerbuch, enthaltend die seit ältesten Zeiten bis zum Jahre 1836 ausgestorbenen und noch vorhandenen Bürger-Geschlechter in Basel, Basel 1836, S. 41 (online).
  • Stefan Hess, Tomas Lochman (Hrsg.): Klassische Schönheit und vaterländisches Heldentum. Der Basler Bildhauer Ferdinand Schlöth (1818–1891), Katalog zur gleichnamigen Ausstellung in der Skulpturhalle Basel, Basel 2004.
  • Stefan Hess: Zwischen Winckelmann und Winkelried. Der Basler Bildhauer Ferdinand Schlöth (1818–1891). Berlin 2010, ISBN 978-3-86805-954-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erinnerungen von Amadeus Merian, Architekt 1808–1889. Von ihm selbst verfasste Biographie, Basel 1902, S. 30 f.
  2. Franz August Stocker: Ferdinand Schlöth. In: Vom Jura zum Schwarzwald 9 (1892), S. 79.
  3. Hermann Kestner-Köchlin (Hrsg.): Briefwechsel zwischen August Kestner und seiner Schwester Charlotte, Strassburg 1904, S. 299.
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