Friedrich Curio

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Friedrich Curio (* 1945 in Steinach, Thüringen) ist ein deutscher Arzt, der sich besonders mit der Notfallmedizin sowie der Epidemiologie der Leukämie und von Hämoblastosen befasste.

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten]

Friedrich Curio studierte von 1965 bis 1971 Medizin an der Universität Köln und promovierte dort zum Dr. med. mit der rettungs- und medizinhistorischen Inaugural-Dissertation „Die Geschichte des Krankentransportes“.

Nach seiner klinischen Ausbildung 1971–1974 in Coburg, Rockenhausen und Winterberg war er 1974–1981 als Praktischer Arzt und Geburtshelfer in Gemünda in Oberfranken bei Coburg niedergelassen. 1982 trat er in den öffentlichen Gesundheitsdienst Bayerns ein und durchlief die Ausbildung zum Physikat. 1983 fungierte er als stellvertretender Amtsarzt in Lichtenfels (Oberfranken), 1984 als Leiter des Staatlichen Gesundheitsamtes in Kulmbach bzw. 1985–2008 in Kronach. 1985 erwarb er die Gebietsbezeichnung Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen, 1990 die Fachkunde Rettungsdienst und 1995 die Zusatzbezeichnung Umweltmedizin. Zusätzlich war er von 1971 bis 1994 als Notarzt tätig, 1972–1993 Reserveoffizier, seit 1983 im Rang eines Oberfeldarztes, 1991–1992 zeitweise abgeordnet zum Regierungspräsidium Chemnitz zur Unterstützung beim Aufbau der Gesundheitsverwaltung Sachsens, nahm er im Sommer 1994 an einem ärztlichen Hilfseinsatz in den Flüchtlingslagern am Kiwusee in Zentralafrika teil.

Er war 1984–2004 Dozent für Katastrophenmedizin an der Akademie für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in München bzw. 1985–2000 an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz des Bundes in Bad Neuenahr-Ahrweiler. 1998–2002 hielt er Vorlesungen über „Angewandte Epidemiologie in der Umweltmedizin“ an der Sozial- und Arbeitsmedizinischen Akademie Baden-Württemberg.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Medizinische Themen[Bearbeiten]

  • Zur Beurteilung der Schwangeren auf „Beamtentauglichkeit“. In: Gesundheitswesen 48 (1986) 232-235
  • Regionales Grundkonzept des Rettungsdienstes/Leitenden Notarztes. In: Der Notarzt 7 (1991) 143-146
  • Das endemische Auftreten von Hämoblastosen in einem Dorf Nordbayerns. In: Bundesgesundheitsblatt 2 (1993) 51-60
  • Leukämien und andere Hämoblastosen: Beschreibung einer Auffälligkeit ihres kleinräumigen Auftretens und die Schwierigkeit der Bewertung. In: Gesundheitswesen 58 (1996) 391-399
  • Leukämie- und Lymphomnester: Besteht ein hydrogeologischer Einfluss? In: Hydrogeologie und Umwelt 13 (1997) 63-71, herausgegeben vom Lehr- und Forschungsbereich Hydrogeologie und Umwelt der Universität Würzburg
  • mit W. Arnholdt: Ein kleines Leukämie-Hämoblastose-Cluster in Nordbayern fernab der üblichen Umweltrisiken. In: Zeitung für Umweltmedizin 1 (1998) 36-40.
  • Innerörtliche Verteilung der Leukämie und anderer Hämoblastosen in zwei Landgemeinden – Ergebnis einer Feldstudie. iN. Zeitung für Umweltmedizin 5 (1999) 297-303
  • Aquatische Umwelt und Gesundheit: Krebshäufung nach Sanierung eines Dorfbaches? In: Hydrogeologie und Umwelt 20 (2000) 1-7, herausgegeben vom Lehr- und Forschungsbereich Hydrogeologie und Umwelt der Universität Würzburg
  • Das Auftreten von Leukämie und anderen Hämoblastosen entlang einer Straße. In: Zeitschrift für Umweltmedizin 5 (2001) 295-299
  • Katastrophenschutz und –medizin. Organisatorische Aspekte für das Gesundheitsamt. In: Walter Bachmann (Hrsgb.): Das Grüne Gehirn. Herausgegeben von Walter Bachmann. Band I, Seite D1-D38. Verlag Wolters Kluwer Köln 2003

Genealogische Themen[Bearbeiten]

  • mit Johannes Curio: Der Name Curio. Einige Anmerkungen zu seiner Geschichte und Verbreitung. In: Familienforschung in Mitteldeutschland Heft 2/2000, S. 247-254.
  • Mittelalterliche Curios aus Süddeutschland. In: Archiv für Genealogie, Heraldik, Geschichte. München. 3.Jg., Heft 5/2001, S.1-31
  • Erfurter des Namens Curio im 16. und 17. Jahrhundert. In: Nachrichtenblatt des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt, Nr.7 – 2/2004. S.9-13
  • Dr. Johannes Curio, Stadtarzt zu Erfurt (~1512-1561), und sein Nachfahre Heinrich in Uppsala (1630-1691). In: Familienforschung in Mitteldeutschland. 45.Jg., Heft 3, Juli-September 2004, S.317-328.
  • Martin Friedrich Curio (~ 1615/20 – 1686), Geistlicher und Gastwirt zu Westerhüsen. In: Familienforschung heute. Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Genealogie Magdeburg. Magdeburg 2005. Heft 19, S.37-45
  • Curio, Curia(n), Curien: Spuren eines latinisierten Namens aus Franken. In: Blätter für fränkische Familienkunde. Band 28-2005, S.114-125
  • Johann Curia und seine Nöte als Geistlicher zu Kassel im 16. Jahrhundert. In: Jahrbuch des Landkreises Kassel. Herausgegeben vom Landkreis Kassel, 2005, S.22-24
  • Die Spuren des Jüterboger Pfarrers Martin Korgaw alias Curio (1545-1589). In: Heimatjahrbuch Teltow-Fläming. Herausgegeben Landkreis Teltow-Fläming, 2006, S.52-54
  • Der avantgardistische Lehrer Johann Carl Daniel Curio, ein Sohn Helmstedts. In: Altstadt Kurier. Herausgegeben von der Bürger-Aktion Alt Helmstedt, 2006, 11.Jahrgang, Heft 1, S.11-14
  • Curio – Betrachtungen zur Geschichte, Verbreitung, Herkunft eines Namens und seiner Träger. Eigenverlag, 2006. – Das Buch liegt in diversen Bibliotheken auf, z.B. unter der Signatur A 2006/413 im Sächsischen Staatsarchiv Staatsarchiv/Deutsche Zentralstelle für Genealogie Leipzig oder unter der Signatur 56.2960 in der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel. Weiterhin in der Bayerischen Staatsbibliothek München oder Archiv der Universität Heidelberg (Direktlink: http://katalog.ub.uni-heidelberg.de/titel/66319378) oder Universitätsbibliothek Basel/Schweiz oder Referenssektionen Universitetsbibliothek Uppsala/Schweden oder Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena oder im Archiv der Universitätsbibliothek Mainz oder im Brandenburgischen Landeshauptarchiv Potsdam oder in der Universität Hamburg/Arbeitsstelle für Hamburgische Geschichte Hamburg oder in der Landesbibliothek Schloss Ehrenburg Coburg oder in Municipio Museo de Malcantone in 6986 Curio/Schweiz.
  • Die Büchereien der Römer. Im Eigenverlag 2009 herausgegebene Übersetzung der Inaugural-Dissertation von Christian Curio aus Otterndorf/Niederelbe anno 1734 mit dem Titel „De Bibliothecis Romanorum“. – Originale dieser Inaugural-Dissertation liegen vor unter der Signatur A.Diss.8167 bzw. SBR069026765167 in der Staatlichen Bibliothek Regensburg oder unter der Signatur 17/2069 in der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg Frankfurt am Main. – Die Übersetzung steht in beiden Bibliotheken der Öffentlichkeit zur Verfügung, in der Universitätsbibliothek Frankfurt im Katalog (OPAC) unter der Signatur 89.120.52. Weiterhin im Karolinska Institutet och Södertörns högskola Library in Stockholm/ Schweden und in der Landesbibliothek Schloss Ehrenburg Coburg und unter der Signatur 60.737 in der Herzog August Bibliothek.
  • Wohnklima anno 1545. Im Eigenverlag 2011 herausgegebene Übersetzung eines Kapitels aus dem 1545 erschienenen Buch des Erfurter Arztes Dr. Johannes Curio mit dem Titel „Conservandae Sanitatis Praecepta“. Die Heftung ist archiviert in der Landesbibliothek Schloss Ehrenburg Coburg und im Stadtarchiv Erfurt.
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