Frappant

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Frappant an der Großen Bergstraße im August 2009

Das Frappant war ein mehrgeschossiges Gebäude im Zentrum von Hamburg-Altona-Altstadt, das vom Architekten Borhan Mohregi entworfen und 1973 fertiggestellt wurde.

Das Grundstück an der Großen Bergstraße hat eine Größe von 10.200 m² und liegt direkt an einer Fußgängerzone. Das vollklimatisierte Gebäude hatte 31.300 m² Nutzfläche, 16.700 m² Verkaufsfläche, 120 Wohneinheiten und 550 Stellplätze im Parkhaus.

Nutzung[Bearbeiten]

 
Abbruch des Gebäudes im März 2011

Der Stahlbeton-Bau wurde bis 2003 als Einkaufszentrum betrieben und war das Erste seiner Art in Hamburg. Zur Eröffnung im Jahr 1977 beherbergte das Gebäude dreißig Geschäfte und Boutiquen und sechs gastronomische Betriebe in fünf Ebenen sowie die Diskothek „White Club“ im vierten Stock.[1]. Das inzwischen ebenfalls geschlossene Karstadt Kaufhaus schloss sich östlich an und konnte in der 2. Ebene direkt erreicht werden.

Seit 2003 stand das Gebäude weitgehend leer und wurde von Künstlern als Atelier, Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche für kultureller Initiativen und Events genutzt.[2] Von 2006 bis Februar 2009 war im Erd- und Untergeschoss am ehemaligen Haupteingang die Bar und Disco Hafenklang untergebracht.

Eigentümer war die Münchner Immotrading GmbH. Das Schweizer Unternehmen K-Werkstatt wollte den als Bausünde gescholtenen Klotz zu einem neuen Wohn-, Büro- und Kaufhaus namens Christians-Quartier umbauen.

Am 7. Juli 2009 kaufte das internationale Einrichtungshaus Ikea für 11,5 Millionen Euro das Gebäude. Das Frappant wurde im Jahr 2011 abgerissen an selber Stelle wurde das sechsgeschossiges Möbelhaus IKEA Altona mit 25.000 m² Verkaufsfläche erbaut. Nach Aussage von Simone Settergren, der Sprecherin von Ikea-Deutschland, wollte Ikea 70 Millionen Euro investieren und zwischen 250 bis 400 Arbeitsplätze schaffen.[3]

Kritik[Bearbeiten]

Von Seiten der im Gebäude tätigen Künstler wird kritisiert, dass ein Möbelhaus wie Ikea zu einer weiteren architektonischen und ökonomischen Monokultur im Stadtteil führt und die ansässigen Kunstschaffenden aus dem Stadtteil vertreibt. Auch der zu erwartende Straßenverkehr von bis zu zusätzlichen 8.300 Kraftfahrzeugbewegungen[4] wird als Belastung für den Stadtteil und deren Anwohner gesehen. Einzig Die Linke hat sich in der Bezirksversammlung gegen einen Neubau von Ikea gestellt.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]