Franz Frietsch

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Franz Frietsch (* 1896; † 1947) war als Kriminalsekretär (1936) ein Angehöriger der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) von 1933 bis 1945 bei der Staatspolizeistelle Mannheim[1] als Außenstelle er Staatspolizeileitstelle Karlsruhe. Die Tätigkeit von Frietsch führte zu zahlreichen Verhaftungen und Verurteilungen von Mitgliedern der SPD und KPD.

Dienstpositionen[Bearbeiten]

Nach der Ausbildung zum Bäcker gelangte er seit 1919 zum Polizeivollzugsdienst. In die Gestapo wurde er 1933 übernommen. Am 1. Mai 1937 erfolgte sein Beitritt zur NSDAP.

In Mannheim und angrenzenden Ortschaften deckten Frietsch und der Kriminalbeamte Franz Michel (* 1899; † 1965) einen Ring von im Untergrund tätigen SPD-Mitgliedern auf. Bei dieser Aktion wurden 62 Personen festgenommen und wegen der Vorbereitung zum Hochverrat zur Anzeige gebracht.

Im Zuge dieser Aktion wurden in Darmstadt und Worms weitere 29 Mitglieder der SPD durch Gestapo-Angehörige der Staatspolizeistelle Darmstadt festgenommen. Gegen sämtliche Festgenommene erwirkte der Generalstaatsanwalt in Karlsruhe einen Haftbefehl.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ofiziell auch bezeichnet als: Landeskriminalstelle - Geheime Staatspolizei
  2. Jörg Schadt (Hrsg.): Verfolgung und Widerstand unter dem Nationalsozialismus in Baden: die Lageberichte der Gestapo und des Generalstaatsanwalts Karlsruhe 1933–1940 (= Veröffentlichungen des Stadtarchivs Mannheim. Band 3). Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-001842-6, S. 193 und FN 193 (354 S.).
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