Frank Weidauer

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Friedrich Walter Frank Weidauer (* 1. Februar 1925 in Stuttgart; † 29. Januar 1998 in Lauterbad bei Freudenstadt) war ein deutscher Altphilologe.

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Leben[Bearbeiten]

Frank Weidauer wurde als drittes Kind von Walter Weidauer und Friederike Weidauer geb. Schuster in Stuttgart geboren. Nach der Grundschule in Degerloch kam er 1935 an das Eberhard-Ludwigs-Gymnasium in Stuttgart und legte dort 1943 das Abitur ab. Danach wurde er zum Reichsarbeitsdienst und zur Wehrmacht eingezogen, 1944 absolvierte er in Wetzlar den Offizierslehrgang, zuletzt war er als Leutnant in Frankreich eingesetzt und geriet in amerikanische Gefangenschaft.

Von 1946 bis 1950 studierte er Griechisch, Latein, Geschichte und Philosophie an der Universität Marburg. 1950 wurde er dort mit einer Dissertation üer "Der Prinzipat in Senecas Schrift de clementia" promoviert.

Seit 1950 unterrichtete er am Eberhard-Ludwigs-Gymnasiums, zunächst als Referendar, seit 1951 als Assessor, seit 1955 als Studienrat, seit 1960 als Gymnasialprofessor und von 1973 bis 1989 als Direktor der Schule mit dem Titel Oberstudiendirektor. Er leitete die Feierlichkeiten zum 300-jährigen Jubiläum 1986.

Frank Weidauer unterrichtete darüber hinaus am Abendgymnasium Stuttgart, an der Volkshochschule Stuttgart in „Epochen abendländischer Kultur“ (1949 bis 1991) und in zahlreichen Seminaren und Tagungen.

Er war begeisterter Amateur-Cellist (Schüler von Alfred und Gerhard Saal) in einem jahrzehntelang bestehenden Streichquartett und im Schulorchester des Eberhard-Ludwigs-Gymnasiums. Beim Lehrersport war er Torwart in der Fußballmannschaft, außerdem Fan der Stuttgarter Kickers.

1972 traten er und seine Frau nach dem erfolglosen Misstrauensvotum gegen Willy Brandt in die SPD (Ortsverein Stuttgart-Heumaden) ein.

Er war seit 1950 verheiratet mit Ruth Weidauer geb. Zahn (1925–2006), Vikarin und später Pfarrerin der Ev. Landeskirche Württemberg; sie hatten vier Kinder.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • Der Prinzipat in Senecas Schrift de clementia. Dissertation, Marburg 1950.
  • Der Wert der Alten Sprachen für die geistige Bildung. In: Mitteilungen Deutscher Alphilologenverband Baden Württemberg 11/2, 1980, 8-9.
  • Was motiviert Schüler und Eltern für die Wahl von Latein als 2. oder 3. Fremdsprache? In: Mitteilungen Deutscher Alphilologenverband Baden Württemberg 12/13/1-2, 1981-82, 20-21.
  • Die Antigone des Sophokles. In: Der Altsprachliche Unterricht 25/2, 1982, 49-75.
  • Festschrift zum 300jährigen Jubiläum des Eberhard-Ludwigs-Gymnasiums in Stuttgart 1986. Stuttgart 1986.
  • Werbung für Griechisch - einmal anders. In: Mitteilungen Deutscher Alphilologenverband Baden Württemberg 18/1, 1990, 23-26.

Literatur[Bearbeiten]

  • Gottfried Kiefner: Frank Weidauer und Hermann Steinthal Septuagenariis salutem. In: Mitteilungen Deutscher Alphilologenverband Baden Württemberg 23/1, 1995, 20.
  • Hermann Steinthal: In memoriam Dr. Frank Weidauer (1925-1998). In: Mitteilungen Deutscher Alphilologenverband Baden Württemberg 25/2, 1997, 3-4.

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