Forschungsstelle Leichte Sprache – Universität Hildesheim

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Die Forschungsstelle Leichte Sprache wurde im Januar 2014 an der Universität Hildesheim gegründet, nachdem an dieser Universität bereits in den vorangegangenen Jahren intensiv zum Thema Leichte Sprache geforscht wurde. Die Forschungsstelle Leichte Sprache stellt es sich zur Aufgabe, Leichte Sprache in sprach- und übersetzungswissenschaftlicher Perspektive zu erforschen. Die Forschungsstelle sieht sich als Scharnier zwischen universitärer Forschung und praktischer Anwendung der Leichten Sprache in Behörden und Unternehmen. Sie führt forschungsbegleitete Übersetzungsprojekte durch (Schwerpunkt juristische und administrative Texte) und bietet Workshops sowie die Prüfung von bereits übersetzten Texten an. Gemäß den Prüfergebnissen überarbeitete Texte erhalten das „Prüfsiegel Leichte Sprache“ der Forschungsstelle.

Leichte Sprache ist eine vereinfachte Form des Deutschen, bei der Grammatik und Wortschatz gegenüber dem Standard-Deutschen reduziert sind. So werden beispielsweise Nebensätze vermieden und wichtige Fachbegriffe erklärt. Auch die Zeichensetzung folgt eigenen Regeln, teilweise werden besondere Formatierungen genutzt, um z.B. Verneinungen zu verdeutlichen. Eine Besonderheit der Texte in Leichter Sprache, die in der Forschungsstelle Leichte Sprache entstehen, ist der Mediopunkt, ein diakritisches Zeichen auf halber Versalhöhe, das die Lesbarkeit langer Wörter erleichtert.

Leichte Sprache ermöglicht einer besonders großen Gruppe von Menschen den Zugang zu Informationen. Hierzu zählen beispielsweise Lernbehinderte, Hörgeschädigte, aber auch funktionale Analphabetinnen und Analphabeten, Migrantinnen und Migranten oder andere Personengruppen, die eine geringe Lesefähigkeit besitzen.

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