Florian Sochatzy

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Florian Sochatzy (* 14. Oktober 1980 in Wasserburg am Inn) ist ein deutscher Geschichtsdidaktiker und Bildungs-Unternehmer. Er ist Geschäftsführer des Instituts für digitales Lernen, an dem das erste digitale und multimediale Schulbuch Deutschlands (MBook-Projekt) entwickelt wurde.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Werdegang[Bearbeiten]

Zwischen 2002 und 2008 studierte Sochatzy an der Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt die Fächer Geschichte, Anglistik und Geschichtskultur und erwarb das Erste Staatsexamen. 2004 war wissenschaftlicher Mitarbeiter im Umweltausschuss des Deutscher Bundestag und arbeite in den Jahren 2005 und 2006 als Lehrer in Ghana. Er ist Zweiter Vorsitzender des Bildungs-Vereins ‚Wamo – Hilfe für Westafrika’. Zwischen 2009 und 2016 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Theorie und Didaktik der Geschichte der Universität Eichstätt-Ingolstadt. Daneben arbeitete Sochatzy in mehreren medialen Bereichen, so etwa als freier Mitarbeiter des Donaukurier, beim Bayerischer Rundfunk und als geschäftsführender Gesellschafter der Lichtpunkt GbR. 2015 und 2016 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter des BMBF-Projekts QQmBook an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Im Jahr 2016 wurde er mit der Arbeit „Das multimediale Schulbuch (mBook) – von der Theorie in die Praxis. Konzeption, Produktion und empirische Überprüfung eines multimedialen Geschichtsschulbuchs“ promoviert. Seit 2012 ist er Mitgesellschafter und Geschäftsführer des Instituts für digitales Lernen. Im Jahr 2016 ist Sochatzy außerdem Jurymitglied des Deutschen eBook-Awards.

Wissenschaftliches Wirken[Bearbeiten]

Sochatzy ist einer der geistigen Urheber des mBook-Konzepts, das er konzeptionell wesentlich mit vorbereitet sowie technisch und inhaltlich mit umgesetzt hat. Der Zusammenhang von Medien und Unterricht steht im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Wirkens von Sochatzy. Er ist einer der wesentlichen Innovatoren und Motivatoren der digitalen Revolution im deutschen Bildungswesen. Seine umfangreiche, insbesondere auch internationale, Weiterbildungs- und Vortragstätigkeit thematisiert den medialen Wandel im Bereich der Unterrichtsmedien und Unterrichtsgestaltung. Als empirischer Bildungsforscher untersucht Sochatzy die Nutzung und Wirkung von Schulbüchern im Unterricht. Dafür arbeitet er u.a. mit dem Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen (IWM) sowie dem Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) zusammen.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Florian Sochatzy, Das multimediale Schulbuch (mBook) – von der Theorie in die Praxis. Konzeption, Produktion und empirische Überprüfung eines multimedialen Geschichtsschulbuchs, Eichstätt 2016.
  • Florian Sochatzy, Marcus Ventzke und Waltraud Schreiber: New technology and the potential an limitations for constructivist instructional designers: a multimedia history textbook. In: Wojdon, Joanna (Hrsg.): E-teaching History. Cambridge 2016. S. 50-64.
  • Florian Sochatzy, Marcus Ventzke und Waltraud Schreiber (Hg.), mBook-l: Geschichte denken statt pauken. Geschichtsbuch für die Sekundarstufe I an Gymnasien, Nordrhein-Westfalen, Eichstätt 2015.
  • Florian Sochatzy, Martin Merkt: Becoming aware of cinematic techniques in propaganda: Instructional support by cueing and training. In: Learning and instruction. (2015) Heft 39. S. 55-71.
  • Florian Sochatzy, Marcus Ventzke und Waltraud Schreiber (Hg.), mBook Geschichte - Geschichte denken statt pauken. Geschichtsbuch für die Sekundarstufe I an Gymnasien, Nordrhein-Westfalen, Bde. 1-3, Eichstätt 2014.
  • Florian Sochatzy, Waltraud Schreiber, Alexander Schöner, Analyse von Schulbüchern als Grundlage empirischer Geschichtsdidaktik, Stuttgart 2013.
  • Florian Sochatzy, Marcus Ventzke und Waltraud Schreiber (Hg.), mBook Geschichte - Geschichte denken statt Pauken. Geschichtsbuch für die Sekundarstufe II und III der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, Bde. 1-5, Eichstätt 2013.

Weblinks[Bearbeiten]