Fimbulwinta

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fimbulwinta
Allgemeine Informationen
Herkunft Eisenhüttenstadt, Deutschland
Genre(s) Black Metal, Metal, Pagan Metal
Gründung 1998
Aktuelle Besetzung
Nidhogg vom Walde
Farmahgorge/Abaldor
Jack Thisout (seit 2012)
Jarl Fridtjof (seit 2013)
Kamerad Sauerkraut (seit 2013)
Ehemalige Mitglieder
Schlagzeug
Väterchen Frost (bis 2002)
Schlagzeug
Kenny Kuschinske (2009–2011, †)
Schlagzeug
Götz zu Rottenurg (2011–2013)
Gitarre
Bobby Blikkfikker (2007–2013)

fimbulwinta ist eine deutsche Black-Metal-Band aus dem Raum Eisenhüttenstadt, Frankfurt/Oder, Berlin, Seelow. Gegründet 1998 von Minas-Morgul-Sänger Nidhogg vom Walde, Abaldor und Väterchen Frost unter dem Namen fimbulwinter-6666, orientierten sich Stil und thematische Ausrichtung an Black Pagan Metal, Elektro, Ambient, Okkultismus und Fantasy.

Geschichte[Bearbeiten]

1998 gegründet, als Nebenprojekt des Minas-Morgul-Sängers Nidhogg vom Walde und des damals vierzehnjährigen Albador, produzierten fimbulwinter-6666 gegen Ende desselben Jahres ein Demo.

Die Band ruhte ab 2002 aufgrund der Studienzeit Abaldors und seines Abtauchens in die Berliner Boheme. Nidhogg vom Walde arbeitete jedoch weiter an fimbulwinter-6666 und reaktivierte die Band nach seinem Ausstieg bei Minas Morgul im Juni 2007 endgültig, unter dem angepassten Namen „fimbulwinta“.

Nach eigenen Angaben erfolgte die Namensänderung, um Verwechslungen mit Fimbulwinter, der Vorgängerband von Dimmu Borgir, auszuschließen und dem Ganzen etwas Eigenes und eine persönliche Note zu geben, und beruht auf dem umgangs- oder dialektsprachlichen Verschlucken der Endung „-er“.

In Zusammenarbeit mit seinem Freund Bobby Blikkfikker arbeitete Nidhogg vom Walde ab 2007 altes Material auf und schrieb neue Stücke. Das Material aus dieser Zeit zeigt, dass die musikalische Ausrichtung in Frage gestellt wurde, da größere Punk- und Hardcoreeinflüsse zu spüren waren, die auf Nidhoggs musikalische Anfänge zurückdeuten. Diese Haltung wurde auch nach dem Wiedereinstieg Abaldors 2008 unter dem Namen Farmahgorge vorerst nicht in Frage gestellt. In den folgenden Jahren verbrauchten fimbulwinta fünf Schlagzeuger, die aus zwischenmenschlichen oder qualitativen Gründen die Band wieder verlassen mussten. Diesem Umstand geschuldet, erfolgten die Aufnahmen zur ersten LP das biest menschmaschine... teilweise mit programmierten Schlagzeugspuren und zogen sich fast über ein Jahr hin.

Nach diesen Aufnahmen stießen 2012 Jack Thisout von Parasite an der Gitarre und 2013 Jarl Fridtjof Kirste am Schlagzeug hinzu.

2014 entschied man sich eine Themen-EP zum hundertsten Jahrestag des Ausbruchs des ersten Weltkriegs aufzunehmen und die Aufnahmen zum nächsten Album um ein Jahr zu verschieben. Diese EP gilt als Zeichen für eine harte Wendung hin zum klassischen Black Metal.

Politische Haltung[Bearbeiten]

Fimbulwinta verstehen sich heute als Black-Metal-Band, mit einer politisch linksgerichteten, antikapitalistischen, aber vor allem antimosaischen Grundhaltung und lehnen jegliche Zusammenarbeit mit Vertretern mosaischer Sekten und NSBM-Bands kategorisch ab. Zudem lehnt die Band die in den Black Metal und die generelle Metalszene übernommene Darstellung der Figur Satans als mosaische Siegerpropaganda ab und verweist darauf, dass alle, die diesen Bildern folgen, dieser mosaischen Lügenmaschinerie zu Diensten seien. Ebenso vermeidet fimbulwinta die Darstellung des Petruskreuzes.

Stil[Bearbeiten]

Die Demoaufnahme over black mountains von 1998 ist ein Themenwerk über eine Romanreihe von Bernhardt Hennen und Wolfgang Hohlbein aus der Welt des „Schwarzen Auges“.

Die 2013er-LP das biest menschmaschine... (im Sprachgebrauch der Band auch biest oder biest-mensch-maschine) ist Teil einer Trilogie, welche die Band als Seelentrilogie bezeichnet. Die Stücke sind ein Mix aus Black Metal, Black ’n’ Roll, Pagan, Punk und Hardcore, die rifftechnisch aber variierende Überschneidungen aufweisen. Man überarbeitete alte und neue Stücke, um eine Verbindung zu den Wurzeln und der wechselhaften, ungewissen Zeit der Band zu schaffen, um dem Thema der Verwirrung und dem chaotischen, kruden Menschsein Nachdruck zu verleihen. Die Bandbreite reicht von paganen Liedern mit nuklearapokalyptischen Texten über Black ’n’ Roll-Stücke, die von Prostitution und sexueller Ausbeutung handeln, bis zu Liedern mit Death-Metal-Anteilen. Am Ende geben fimbulwinta mit dem Titel maschinenfick nr5 - oder die geschichte von rosa braunfäule und der hassmaschine oktober ein politisches Statement ab, mit dem sie sich gegen Kapitalismus, Faschismus und bourgeoise Dummheit aussprechen. Einigen Vermutungen nach ist der Titel ein Seitenhieb Nidhoggs auf Mitmusiker vergangener Tage. Dies wurde von Nidhogg nicht bestätigt. Opus von asche und blut heißt die 2014er-EP zum hundertsten Jahrestag des Ausbruchs des ersten Weltkrieges. Die Titel wenden sich kritisch an den Hörer und stehen, im Gegensatz zu vielen anderen Black-Metal-Liedern, nicht im Zeichen von Glorifizierung. Die Songs wurden als Gratisdownload veröffentlicht und von fimbulwinta als Geschenk bezeichnet. Eine limitierte Edition von 51 Kassetten - eine pro Kriegsmonat - ist/war davon erhältlich.

Die 2015 in Arbeit befindliche Langspielplatte die vortex-dunkelheit wird von der Band geheimnisvoll als „black metal space opera“ bezeichnet und soll den zweiten Teil der Seelentrilogie bilden.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 1998: over black mountains... (Demo)
  • 2013: das biest menschmaschine... (Album)
  • 2014: opus von asche und blut (EP, in zwei Mixversionen veröffentlicht)

Weblinks[Bearbeiten]

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