Fair’n Green

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Fair’n Green (Eigenschreibweise: FAIR’N GREEN) ist ein Transformationsstandard und Siegel für nachhaltiges Wirtschaften. Es wird nach erfolgreicher externer Prüfung vom Verein FAIR and GREEN e. V. verliehen und berücksichtigt neben Umweltkriterien auch soziale und ökonomische Aspekte. Die zertifizierten Betriebe verpflichten sich, über bereits erbrachte Nachhaltigkeitsleistungen hinaus, zu jährlichen Verbesserungen. Aktuell findet Fair’n Green im Bereich Weinbau Anwendung.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Verein FAIR and GREEN e. V. wurde am 1. September 2013 durch die Firma Athenga GmbH sowie verschiedenen deutsche Winzern gegründet. Bei der weiteren Ausgestaltung des Nachhaltigkeitssiegels Fair’n Green wird der Verein durch einen Beirat der Hochschule Geisenheim und weiteren Interessenvertretern unterstützt.

Die offizielle Vorstellung des Systems Fair’n Green fand am 28. November 2013 auf einer Pressekonferenz im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zusammen mit den teilnehmenden Winzern und dem damaligen Bundesumweltminister Peter Altmaier statt. Seitdem konnten zahlreiche neue Mitglieder gewonnen und bereits verschiedene Maßnahmen hin zu einer nachhaltigen Entwicklung angestoßen werden.[1][2]

Initiativen und Projekte[Bearbeiten]

Neben laufenden Maßnahmen zur Evaluierung des Status Quo der Fair’n Green Mitglieder werden auf Basis von gewonnenen Erfahrungswerten regelmäßig Projekte angestoßen, welche die teilnehmenden Weinbaubetriebe nachhaltiger ausrichten sollen. Hierzu zählt beispielsweise die Leichtglasinitiative, welche darauf abzielt die verwendeten Weinflaschen zeitnah so leicht wie möglich zu gestalten. Dies spart Material und vor allem CO2-Emissionen – bei einem normalgroßen Betrieb pro Jahrgang in der Regel über zehn Tonnen CO2.[3]

Weiterhin werden im Zuge der Fair’n-Green-Zertifizierung durch den Verein für sämtliche Mitglieder regelmäßig eine Ökobilanz und ein CO2-Fußabdruck erstellt. Dies hilft dabei, sämtliche Umweltauswirkungen der Betriebe zu erfassen und daraus die optimalen Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Die Fair’n-Green-Zertifizierung[Bearbeiten]

Betriebe haben die Möglichkeit im Verein Mitglied zu werden und eine Zertifizierung zu bekommen, selbst wenn sie noch nicht in allen Bereichen maximal nachhaltig wirtschaften. Der Kriterienkatalog besteht (Stand Mai 2014) aus über 150 Fragen, anhand derer die Nachhaltigkeitsleistung der Unternehmen untersucht werden. Insgesamt werden für die Zertifizierung mindestens 50% der möglichen Punkte des Kriterienkatalogs benötigt und zusätzlich mindestens 40% in den einzelnen vier Teilbereichen (Nachhaltiges Wirtschaften, Nachhaltige Gesellschaft, Nachhaltige Umwelt, Nachhaltige Wertschöpfungskette). Darüber hinaus existiert ein Katalog mit Ausschlusskriterien, wie beispielsweise der Verwendung von GVOs (genetisch veränderten Organismen).[4][5]

Derzeitige Mitglieder[Bearbeiten]

  • Weingut Heymann-Löwenstein
  • Weingut Clemens Busch
  • Weingut Philipp Kuhn
  • Weingut Meyer-Näkel
  • Weingut Georg Breuer
  • Weingut St. Urbans Hof
  • Weingut Ludi Neiss
  • Weingut Reinhold Haart
  • Weingut Egon Schmitt
  • Weingut Ernst & Mario Zelt

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. FAIR and GREEN e. V. Pressemitteilung 01/2013, PM anlässlich der offiziellen Vorstellung von FAIR'N GREEN im Bundesumweltministerium.
  2. FAIR and GREEN e. V., Informationen zum Verein, sowie zum Siegel FAIR'N GREEN.
  3. Artikel im General Anzeiger Bonn von Christine Schulze, Weingut Meyer-Näkel: Leichtere Flaschen sparen CO2.
  4. Weinverstand Brief 4/2013 von Ulrich Sautter, Neues Nachhaltigkeitssiegel „FAIR'N GREEN“: Eine Art PISA-Test für Weinbaubetriebe.
  5. Artikel in VINUM Europas Weinmagazin von Jens Tartler, <<FAIR'N GREEN>> Wenn Öko, dann richtig.
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