Europäische Akademie der Juweliere, Gold- und Silberschmiede

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Europäische Akademie der Juweliere, Gold- und Silberschmiede, FBZ Ahlen
Logo der Europäischen Akademie der Juweliere, Gold- und Silberschmiede
Rechtsform gGmbH
Gründung 1974
Sitz Ahlen, Nordrhein-Westfalen
Leitung Susanne Krumtünger, Geschäftsführerin
Raphael Fischer, Aufsichtsratsvorsitzender
Website www.fbz-ahlen.de

Die Europäische Akademie der Juweliere, Gold- und Silberschmiede ist ein deutsches Fortbildungszentrum mit Sitz in Ahlen, Nordrhein-Westfalen. Das FBZ Ahlen veranstaltet Seminare in 40 Tätigkeitsbereichen. Hierbei werden sowohl Meister als auch Berufsanfänger oder Quereinsteiger angenommen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die jetzige Europäische Akademie der Juweliere Gold und Silberschmiede, das FBZ Ahlen, wurde gegründet durch die Vollversammlung des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere, auf Antrag des Präsidenten Goldschmiedemeister Werner Fischer, Ahlen, und seines Präsidiums:

  • Paul G. Hartkopf (Vizepräsident), Düsseldorf
  • Friedrich Weiss (Vizepräsident), München
  • Gerhard Lehmann, Kiel
  • Robert Köthe, Hannover
  • Ernst August Grimm, Berlin

Die Verantwortlichen im Zentralverband der Deutschen Juweliere, Gold- und Silberschmiede stellten fest: Viele Goldschmiede, die parallel zu Ihrer Werkstatt ein Einzelhandelsunternehmen führten, widmeten sich mehr und mehr dem angeschlossenen Handel.

Nicht allen Goldschmieden wurden dadurch die historischen und neuen Goldschmiedetechniken in ihrer Ausbildungen vermittelt. Aus diesem Grunde wurden die Werkstätten häufig erheblich verkleinert und infolgedessen waren auch weniger Goldschmiede darin tätig. Die Stärken der meisterlichen Ausbildung wurden in vielen Betrieben nicht genutzt, weil verschiedene – auch alte Techniken – nicht mehr vermittelt wurden.

Die Lehrer der Zeichenakademie in Hanau standen diesen Vorschlägen wohlwollend gegenüber, war ihnen doch bekannt, dass es dem selbständigen wie auch dem unselbständigen Gold- und Silberschmied nur an Wochenenden möglich war, derartige Kurse zu besuchen.

Dieses Vorhaben scheiterte an den Bestimmungen der hessischen Schulordnung. An Wochenenden konnten keine Hausmeister beschäftigt werden. Nach Pforzheim wurde zu einem Seminar eingeladen. Es meldeten sich mehr Teilnehmer als erwartet an.

Die Logistik der Organisation im fernen Pforzheim stellte die Organisatoren vor erhebliche Probleme, man suchte nach Lösungen. Ahlen, als Sitz des Zentralverbandes, bot sich als Veranstaltungsort an. Das Fortbildungszentrum Ahlen war nach seiner Gründung lange die einzige Weiterbildungseinrichtung in der Branche, die sowohl Auszubildenden, als auch Gesellen und Meistern die Möglichkeit bietet, fachspezifische Seminare zu besuchen – selbst an Wochenenden.

Seminarangebot[Bearbeiten]

Das Seminarangebot der Akademie entspricht der Nachfrage aus der Schmuck- Uhren- und Juwelierbranche sowie deren Nebenberufe. Es werden künstlerische, gestaltende, wie z. B. CAD Design, kaufmännische, edelsteinkundliche Lehrinhalte, aber auch handwerkliche Kenntnisse historischer und moderner Techniken wie z. B. pneumatisch unterstützte Gravur- und Fassfortbildungen vermittelt.

In jedem Jahr kommen mehrere hundert Seminarteilnehmer zu den Seminaren des FBZ – die meisten aus dem deutschsprachigen, europäischen Raum. Die Seminarsprache ist Deutsch. Das FBZ Ahlen verfügt über eine Goldschmiedewerkstatt und einen Lehrsaal. Die Dozenten sind freie Mitarbeiter und Fachkräfte mit Berufserfahrung.

Weblinks[Bearbeiten]

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