eso GmbH

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Die eso GmbH (Elektronik - Service - Organisation) in Tettnang stellt mobile Geschwindigkeitsmessgeräte zur Verkehrsüberwachung her[2] und ist in Deutschland der Marktführer von Verkehrsüberwachungssystemen auf der Basis von optischen Sensoren und Lichtschranken.[3][4][5]

eso GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 1. Juli 1977
Sitz Tettnang, Deutschland
Leitung * Erwin Münz, Firmengründer und Geschäftsführer
  • Christoph Benjamin Münz, Geschäftsführer
Bilanzsumme 11,8 Mio. Euro (2011)[1]Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Bilanzsumme
Branche Verkehrstechnik
Produkte * optische Sensoren
Website www.eso-elektronik.de
Stand: September 2014 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2014

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

1968 wurde die elektronische Geschwindigkeitsmesseinrichtung PEK 3131 der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieses PEK-Geschwindigkeitsmessgerät für Straßenfahrzeuge wurde in den Labors der PEK-Electronic (Paul E. Klein Electronic) entwickelt. Nach der Auflösung der PEK im Jahr 1977 erwarben Erwin Münz und Reinhold Fischer, zwei Techniker im Prüffeld der PEK, das Patent der PEK 3131 und gründeten am 1. Juli 1977 die eso GmbH. Im gleichen Jahr wurde die „Ureso" an den ersten Kunden aus Bayern verkauft. Heute werden Verkehrsüberwachungsprodukte der eso GmbH in Deutschland an ca. 500 Einsatzstellen bei den Polizeidirektionen, Kommunalbehörden sowie von privaten Dienstleistern eingesetzt.[6]

Technisches Konzept[Bearbeiten]

Die Eso verwendet eine optische Sensortechnik (Lichtschranke) für die technische Verkehrsüberwachung. Im Jahre 1982 erhielt die Drillingslichtschranke eso µP80 von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig die innerstaatliche Bauartzulassung. Das Gerät war kabelgebunden und erforderte auf der gegenüberliegenden Straßenseite einen Lichtsender, auf den der Empfänger präzise justiert werden musste. Im Jahre 1991 konnte die dreihundertste Anlage übergeben werden.[6]

Unter dem Namen esomat 2000 wurde 1995 an der Autobahn A8 ein mit Induktionsschleifen arbeitendes System installiert.[6]

Um Aufbau und Betrieb zu vereinfachen, wurde der analog arbeitende Einseitensensor ES 1.0 entwickelt, der keinerlei Geräte mehr auf der anderen Straßenseite benötigt. Er bekam im Jahre 1999 die PTB-Zulassung; im Jahr 2005 wurde die 200. Anlage übergeben.[6]

 
eso Einseitensensor ES 3.0

Das neueste Produkt, der digitale Einseitensensor ES 3.0, erhielt im Dezember 2006 die Bauartzulassung der PTB. Der technische Messbereich beträgt 10 bis 399 km/h, davon sind 10 bis 250 km/h geeicht. Die Grundausstattung ist für den mobilen Einsatz ausgelegt.[7] Sie lässt sich bedarfsweise durch zusätzliche Blitzeinheiten sowie weitere Fotoeinrichtungen ergänzen. Damit kann eine Geschwindigkeitskontrolle mit Frontfotodokumentation zur Fahreridentifikation entweder gleichzeitig in beide Fahrtrichtungen (zu- und abfließend) oder für mehrere Spuren durchgeführt werden. Durch Einsatz einer Front- und Heckkamera für eine Fahrspur können auch Motorradfahrer beweissicher dokumentiert werden.[8][9] Die Einzelmesswerte, die gleich oder größer als ein vorgewählter Geschwindigkeitsgrenzwert sind, bleiben im Rechner gespeichert und können per Speichermedium (USB-Stick) auf einen anderen Rechner übertragen werden. Die Speicherung auf dem Speichermedium erfolgt automatisch bei Messende. Der Einseitensensor ist auch in 30er-Zonen, in Kurven[9], auf mehrspurigen Straßen verwendbar.[5][10][6]

Kritik[Bearbeiten]

Drei Gutachter gaben bei einem Prozess gegen Oliver Kahn vor dem Amtsgericht Traunstein an, dass durch Sonneneinstrahlen Messfehler bei den mobilen Geschwindigkeitsmessanlagen auftreten können. Das Unternehmen bestreitet dies.[11]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]