Emmy Dilger

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Emmy Dilger (* 25. März 1920 in München) war Angestellte bei der Geheimen Staatspolizei (Gestapo).

Tätigkeit[Bearbeiten]

Als Tochter des Verwaltungsführers beim Sicherheitsdienst (SD) Wilhelm Dilger und seiner Ehefrau Elisabeth Krieg wurde sie 1937 Angestellte bei der Gestapo in Berlin. Im Jahre 1941 wurde sie bei der Staatspolizeileitstelle München eingestellt. Dort war sie bis 1945 im Nachrichten-Referat (N-Referat) beschäftigt. In dem N-Referat waren Beamte tätig für folgenden Gebiete:

  • Kirchenangelegenheiten
  • Kommunismus
  • Sozialdemokratie
  • Wirtschaftsangelegenheiten
  • Auslandsnachrichtendienst

Ab dem 15. Oktober 1941 war sie nur noch für Friedrich Wuchner tätig, und zwar zuerst in der Briennerstraße und nach der Ausbombung im April 1944 in der Dietlindenstraße. Bis Sommer 1941 führte sie die Kartei der V-Leute (Vertrauens- oder Verbindungsleute) nach Decknamen. Danach wurde die Kartei nach Nummern geordnet:

  • von Nummer 1 bis Nummer 800 ca. 160 V-Leute
  • von Nummer 800 bis Nummer 2000 G-Leute (Gewährsleute)
  • von Nummer 2000 ab Auskunftspersonen (AP)

Später wurden die Liste der V-Leute durch eine Liste der Leute nach Interessengebieten ersetzt.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Groll: Spruchkammerverfahren Weihbischof Dr. Franz Xaver Eberle - Februar 1947 bis März 1948. In: Manfred Weitlauff (Hrsg.): Verein für Augsburger Bistumsgeschichte - Jahrbuch. 40. Jahrgang. 2006, ISSN 0341-9916, OCLC 224449598, S. 559–562.
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