Eisenbahnfreunde Mülheim an der Ruhr

Aus MARJORIE-WIKI
Wechseln zu: Navigation, Suche


Eisenbahnfreunde
Mülheim an der Ruhr e.V.
Vereinsdaten
Gründung 06.05.1984
Adresse/
Kontakt
Talstraße 28
45475 Mülheim an der Ruhr
Vorsitzender Martin Soll
stv. Vorsitzender Martin Menke und
Jürgen Schimanski
Internet
Homepage www.efmh.de


Werdegang[Bearbeiten]

Seit 1984 bauen die Mitglieder der Eisenbahnfreunde Mülheim an der Ruhr e.V. - Original und Modell - ein Stück ihrer Heimatstadt im Modell nach. Seit 2008 hat auch der Zusatz „Original“ seine Gültigkeit, da eine ehemalige Halle des Ausbesserungswerkes Mülheim-Speldorf restrukturiert wird.

Nachdem es bereits in den 1950er Jahren zu Vereinsgründungen in den Nachbarstädten kam, sollte es in Mülheim noch bis 1983 dauern bis auch hier begeisterte Anhänger der Modellbahn beschlossen einen Verein zu gründen. Schon kurze Zeit später konnten die ersten Zusammenkünfte mit Interessierten vereinbart werden.

Bis zur Anmietung des Vereinshauses an der Friedrich-Ebert-Straße 38 im Frühjahr 1984 fanden die Treffen jeden Sonntag in einem Restaurant statt. Mit dem Bezug des heute noch genutzten Vereinshauses in der Innenstadt wurden auch die ersten Beiträge erhoben und Spendenaufrufe gestartet. Dank der aktiven Mithilfe vieler konnte bereits Anfang 1984 im Erdgeschoss des frisch renovierten Vereinshauses die erste Jahreshauptversammlung, mit anschließender Eintragung in das Vereinsregister, stattfinden. Da die Mehrzahl der Aktiven bei der Vereinsgründung um die 20 Jahre alt war, ging der Aufbau der großen Anlage zügig voran. Schon 1985 konnten sich andere Modellbahner beim ersten Tag der offenen Tür über die Fortschritte informieren und sich eigene Anregungen holen. Wenig später, wurde der zukunftsweisende Entschluss gefasst ein Teil der Anlage auf das 2-Leiter-Gleichstromsystem umzurüsten. Fortan konnten also „Märklinisten“, „Gleichströmer“ und auch Straßenbahner ihre Modelle fahren lassen. Da der Verein bis heute nur die Gleise stellt, aber kein eigenes rollendes Material besitzt, kann jeder Gast seine Modelle zum Fahrbetrieb mitbringen.

Um neben LGB-Gartenbahnern auch N-Bahner eine Heimat zu bieten wurde mit dem Bau einer U-förmigen Anlage begonnen. Neu gestartet wurde auch 1986 mit dem bisher aufwendigstem Projekt. Als die Ruhrtalbahn, die einstige Hauptstrecke von Mülheim-Styrum nach Essen-Kettwig, immer mehr aus dem Stadtbild verschwand und man bereits von einer Gartenschau auf dem Gelände sprach, regten einige Mitglieder an, diese ins Modell umzusetzen. So sind inzwischen alle Bahnhöfe, bahntechnischen Anlagen und wichtige Bauwerke exakt nachgebildet. Die freie Strecke ist aber stark verkürzt, was dem Besucher aber kaum auffällt da er alle markanten Punkte wiedererkennt.



Nach mehreren Ausstellungen der inzwischen über 50 Meter langen Anlage soll die Ruhrtalbahn in der „Alten Dreherei“ eine ständige Bleibe erhalten. Da im Verein mehr Jugendliche als Rentner aktiv sind, sind die transportablen Anlagen nur selten auf Messen zu sehen, denn eine langfristige Urlaubs- bzw. Messeplanung wird durch die flexiblen Arbeitszeiten oder Schichtdienste der überwiegend jungen Mitglieder immer schwieriger. So konzentriert man sich derzeit auf regionale Ausstellungen an zwei Wochenenden pro Jahr und die Aktionstage an der Alten Dreherei.

2006 wurde mit dem H0-Nachbau der letzten Mülheimer Zeche Rosenblumendelle, die 1966 geschlossen wurde, begonnen. Nach Fertigstellung des Modells und der Räume in der Alten Dreherei soll sie an die Modellstrecke im Bahnhof Heißen der Ruhrmodule angeschlossen werden. Dieses neue Modulsystem konnten erstmals am BDEF-Stand auf der InterModellbau 2002 in Dortmund der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Thema der 100 cm x 60 cm großen „Ruhrmodule“ ist - wie der Name schon sagt - das Ruhrgebiet und speziell eine zweigleisige elektrifizierte Hauptstrecke mit dem Märklin-C-Gleis.

Eine begleitende Ausstellung von Dokumenten, Fotos, Fahrkarten, Schildern, kleineren Vorbildfahrzeugen und Informationen zu den anliegenden Firmen gibt interessante Einblicke in die Mülheimer Eisenbahngeschichte. Für weitergehende Informationen gibt der Verein Broschüren zur regionalen Eisenbahn-Geschichte und Sondermodelle mit Beschriftungen aus dem Ruhrgebiet und speziell Mülheim heraus. Exkursionen zum Vorbild, Sonderfahrten, Workshops, eine umfangreiche Bibliothek, Dia- und Filmvorträge runden das Angebot für Gäste und Mitglieder ab. Schon mehrmals drehten Fernsehteams in den Vereinsräumen und berichtete die überregionale Presse bzw. Fachzeitschriften über die Mülheimer Eisenbahnfreunde, so dass immer wieder neue Mitglieder gewonnen werden können. Derzeit werden noch Feldbahner gesucht, die eine Demonstrationsanlage am neuen Vereinshaus aufbauen möchten. Eine Unterstellmöglichkeit für die Fahrzeuge ist vorhanden, so dass auch eine Regionalgruppe eines anderen Vereins willkommen ist. Außerdem richtete der Verein den BDEF-Verbandstag 2008 aus und war am Verbandstag 1992 maßgebend beteiligt.


Das neue Vereinsheim[Bearbeiten]

Mit Fertigstellung des neuen Vereinshauses, mit 500 m² Fläche nur für die Anlagen, verschiedenen Versammlungsräumen für bis zu 200 Personen, einer Gastronomie, Büros und Technikräumen soll das Angebot kontinuierlich ausgebaut werden. Zusammen mit Firmen aus der Modellbahnbranche entsteht ein Tagungs- und Schulungszentrum. Die zentrale, stadtnahe Lage am Landesgartenschaugelände, die gute Verkehrsanbindung, ausreichend Parkplätze, attraktive Freizeitangebote in der Nachbarschaft und ein eigener Straßenbahn-Gleisanschluss versprechen in Zukunft interessante Veranstaltungen im Herzen der Metropole Ruhr. Neben den Vereins- und Sozialräumen stehen in der denkmalgeschützten, für 90 Jahre gepachteten Alten Dreherei des vor 50 Jahren geschlossenen AW-Speldorf noch 2000 m² ebenerdiger Ausstellungsfläche zur Verfügung. Nach der Sanierung können alle interessierten Vereine und Firmen diese Fläche preisgünstig für Ausstellungen, Modultreffen und Tagungen anmieten.

Wer sich näher über die als Gemeinnützigkeit anerkannten, vielseitigen Projekte der Eisenbahnfreunde Mülheim an der Ruhr informieren möchte, der kann dies jeden Dienstag ab 18.30 Uhr im Vereinshaus an der Friedrich-Ebert-Straße 38, oder samstags an der Alten Dreherei (Am Schloß Broich 50).


Weblinks[Bearbeiten]

Info Sign.svg Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten History importiert.