Edupunk

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Der Begriff Edupunk wurde das erste Mal am 25.Mai 2008 vom Blogger Jim Groom, außerordentlicher Professor der University of Mary Wahington, auf dessen Blog gebraucht. „Jim Groom wollte damit eigentlich seinem Ärger Luft machen, dass kommerzielle Firmen die mühselige, experimentelle Arbeit vereinzelter Pädagogen heranziehen um letztlich deren Methoden in bestehende Systeme zu übernehmen und zu vermarkten“.[1]

„Stephen Downes nahm dies aber zum Anlass darüber nachzudenken wie sehr das Ausbrechen aus vorgefertigten Systemen nötig sei und stellte vielmehr den „do-ist-yourself“ Aspekt in der Bildung in den Mittelpunkt.“ [1] Downes schreibt auf seinem Blog, dass Edupunk „Studenten-zentriert, einfallsreich, eher lehrer- oder gesellschaftsgeschaffen als unternehmerisch belegt und durch politische Haltungen unbeeinflusst“ [2] ist. Es stellt dabei drei Aspekte in den Vordergrund: Edupunk sei eine Reaktion auf die Kommerzialisierung des Lernens und symbolisiere es den „do-it-yourself“ Aspekt der Bildung. Weiterhin sei folgendes beim Edupunk wichtig: Für sich selbst denken anstatt gesagt zu bekommen, was man denken soll und für sich selbst zu lernen anstatt gesagt zu bekommen, was man lernen soll.[3] Für das Lernen und Denken werden vordergründig die verschiedenen Applikationen und Möglichkeiten des Web 2.0 genutzt.

Auch in der New York Times wurde das Thema Edupunk erwähnt und dort in das Buzzword-Glossar aufgenommen. Die New York Times definiert Edupunk wie folgt: Edupunk ist ein Versuch zu lehren, ohne die typischen Anwendungen wie PowerPoint und die Tafel und nimmt sich stattdessen zum Ziel, die rebellische Einstellung und den Do-It-Youself-Ethos in den Klassenraum zu bringen.[4]

Ein Beispiel für Edupunk ist innerhalb des Kurses „Wikipedia: WikiPoject Murder Madness an Mayhem“ an der Universität of British Columbia entstanden. Die Teilnehmer haben verschiedene Artikel in Wikipedia geschrieben und ihre Fortschritte sowie ihr Vorgehen in einem Wiki-Dokument festgehalten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Kompetenzzentrum eLearning-Dienste der Technischen Universität Ilmenau: Tagesbund 12. Workshop „Multimedia in Bildung und Wirtschaft“. 09.-10. September 2008. Seite 25.
  2. http://www.downes.ca/cgi-bin/page.cgi?post=44760 (aufgerufen am 17.02.2010)
  3. Martin Ebner (2008): Why we need Edupunk." Social Learning, Computer and Information Services Graz University of Technology. Graz Austria.
  4. http://ideas.blogs.nytimes.com/2008/10/17/the-buzz-for-edupunk/ (aufgerufen am 17.02.2010)

Links[Bearbeiten]