Eduard Winzer

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Eduard Winzer (* 13. Juli 1891 in Lörrach; † 1945) war ein Angehöriger der Geheimen Staatspolizei (Gestapo).

Tätigkeit[Bearbeiten]

Winzer war seit 1922 im Dienst der badischen Polizei. Am 1. 1937 wurde er Mitglied der NSDAP. Mitglied der SS wurde er 1938. Als der Leiter der politischen Polizei in Lörrach Adolf Furrer (* 1890; † 1957) im Februar 1933 zum Grenzpolizei-Kommissariat Freiburg versetzt wurde, übernahm Winzer kurzzeitig seinen Aufgabenbereich. Winzer sollte bis 1945 Angehöriger der Gestapo in der Lörracher Dienststelle bleiben. Zuletzt war er im sittenpolitischen Referat tätig.[1]

Überführung von Berthold Jacob nach Berlin[Bearbeiten]

Hans Wesemann als Gestapo-Agent – der seine Entführung von Lörrach aus vorbereitete – hatte Berthold Jacob[2] von Basel in der Schweiz am 9. März 1935 ins Reichsgebiet entführt. Jacob wurde im Bereich der Außenstelle Lörrach der politischen Polizei festgehalten. Winzer erhielt den Auftrag, mit einem anderen Beamten Jacob nach Berlin mit dem Zug zu überbringen, wo Jacob dem Gestapochef Reinhard Heydrich vorgeführt wurde.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Michael Stolle: Die Geheime Staatspolizei in Baden: Personal, Organisation, Wirkung und Nachwirken einer regionalen Verfolgungsbehörde im Dritten Reich (= Forschungsstelle Widerstand gegen den Nationalsozialismus im deutschen Südwesten der Universität Karlsruhe [Hrsg.]: Karlsruher Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus. Nr. 6). UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2001, ISBN 978-3-89669-820-9, S. 64 FN 125.
  2. Berthold Jacob in der deutschsprachigen Wikipedia
  3. Ulrich Tromm: 1935: Gestapo-Agent Wesemann operiert von Lörrach aus. In: Badische Zeitung. 10. Oktober 2017, abgerufen am 20. Mai 2018 (Überführung von Berthold Jacob nach Berlin durch Eduard Winzer).
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