Eckehard Tulaszewski

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Eckehard Tulaszewski (* 18. April 1939 in Königsberg) ist ein Bauingenieur und war als Kommunalpolitiker von 1991 bis 2007 Bürgermeister und von 2009 bis 2014 Stadtrat der Stadt Bad Düben.

Biografie[Bearbeiten]

Am 18. April 1939 wurde Eckehard Karl Gottlieb Tulaszewski im ostpreußischen Königsberg (dem heutigen Kaliningrad in Russland) als drittes Kind einer Krankenschwester und eines Exportkaufmanns geboren. Im März 1945 konnte er mit seiner Mutter auf dem Flüchtlingstransporter „Feodosia“ Danzig in Richtung Kopenhagen verlassen und kamen im dänischen Aarhus bei einer Verwandten und in der Adventgemeinde unter. Im Jahr 1947 fand seine Familie wieder zusammen und lebte in Cottbus. In der brandenburgischen Lausitz absolvierte Tulaszewski 1958 sein Abitur und wollte danach ein Trainerstudium auf der Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK) Leipzig beginnen, was ihm aufgrund der Zugehörigkeit zur Jungen Gemeinde verwehrt wurde. Bei einer Schmiedebrigade in der Wasserwirtschaft machte er eine Ausbildung zum gelernten Wasserwerks-Facharbeiter[1] und schloss diese 1966 in Dresden mit dem Diplom auf dem Gebiet der "angewandten Hydraulik im konstruktiven Wasserbau" ab. Als Bauingenieur arbeitete er als Generalprojektant im Aufbauwerk der Hauptstadt. Nach dem Umzug nach Bad Düben warf er 1989 seinen Job hin, war zunächst arbeitslos. Das war aber auch der Ausgangspunkt seiner kommunalpolitischen Karriere. Eckehard Tulaszewski ist Augenärztin Margita Tulaszewski verheiratet und hat zwei Söhne. In seiner Freizeit hört er gern Klavierkonzerte, liest Bücher, unternimmt gern Spaziergänge durch die Wälder, erfreut sich an der Geschichte der Dübener Heide und kümmert sich um seinen Garten.[2] Er ist Mitglied im Heimatverein, im Verband der Kriegsopfer und im Verein Dübener Heide.[3]

Politische Karriere[Bearbeiten]

Parteizugehörigkeiten[Bearbeiten]

Im Jahr 1989 begann er sich für die Arbeit des damaligen Stadtrates zu interessieren und war Gründungsmitglied der Leipziger SPD. Im Jahr 1996 trat er aus der SPD aus und wurde parteilos. Von 2008 bis 2009 Mitglied der Partei Graue Panther, 2009 etablierte er in Bad Düben die FDP und ist seitdem Mitglied der FDP.[4]

Bürgermeister (1991–2007)[Bearbeiten]

Nachdem der damalige Dübener Stadtchef Hans-Günter Lange 1989 trotz guter Arbeit plötzlich das Handtuch warf wurde Ersatz gesucht. Tulaszewski wurde 1991 Bürgermeister der Stadt Bad Düben[5]. Nach der Wende wurde investiert, mit Hilfe der Partnerstadt Diez erfolgte die Umstellung auf die Marktwirtschaft, eine ordentliche Infrastruktur wurde aufgebaut und kosmetische Eingriffe am Stadtbild vorgenommen. Bis zu seinem 68. Lebensjahr im Jahr 2007 war er Bürgermeister der Kurstadt Bad Düben.[6] Eine erneute Wahl war nicht möglich, da das Alter für die Wählbarkeit zum Bürgermeister in Sachsen laut Sächsischer Gemeindeordnung auf 65. Jahre beschränkt ist.[7]

Stadtrat (2009–2014)[Bearbeiten]

Bei der Stadtratswahl 2009 wurde er als Kandidat der FDP zum Stadtrat gewählt.[8][9] Auch 2014 stellte er sich als Kandidat für den Stadtrat zur Wahl, bekam jedoch nicht genug Stimmen um in den Stadtrat einzuziehen.[10]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Leipziger Volkszeitung vom 11.11.2014: Bad Dübens Bürgermeister im (Un-)Ruhestand. Abgerufen am 5. September 2017.
  2. Dübener Wochenspiegel vom 23.05.2012: "Unter vier Augen" mit Ex-Bürgermeister Eckehard Tulaszewski. Abgerufen am 5. September 2017.
  3. Leipziger Volkszeitung vom 11.11.2014: Bad Dübens Bürgermeister im (Un-)Ruhestand. Abgerufen am 5. September 2017.
  4. Dübener Wochenspiegel vom 23.05.2012: "Unter vier Augen" mit Ex-Bürgermeister Eckehard Tulaszewski. Abgerufen am 5. September 2017.
  5. Leipziger Volkszeitung vom 11.11.2014: Bad Dübens Bürgermeister im (Un-)Ruhestand. Abgerufen am 5. September 2017.
  6. Dübener Wochenspiegel vom 23.05.2012: "Unter vier Augen" mit Ex-Bürgermeister Eckehard Tulaszewski. Abgerufen am 5. September 2017.
  7. Sächsische Staatskanzlei: Wählbarkeit und Hinderungsgründe von Bürgermeistern, § 49 (1) SächsGemO (in der gültigen Fassung für den Zeitraum vom 01.07.2006 bis 24.11.2007). Abgerufen am 5. September 2017.
  8. Dübener Wochenspiegel vom 06.05.2009: Öffentliche Bekanntmachung der zugelassenen Wahlvorschläge für die Stadtratswahl am 07.06.2009 in Bad Düben. Abgerufen am 5. September 2017.
  9. Statistisches Landesamt Sachsen: Gemeinderatswahl 2009: Stimmen- und Sitzverteilung bei der Wahl am 07.06.2009 in Bad Düben. Abgerufen am 5. September 2017.
  10. Dübener Wochenspiegel vom 11.06.2014: Öffentliche Bekanntmachung des Ergebnisses der Wahl zum Stadtrat der Stadt Bad Düben am 25.05.2014. Abgerufen am 5. September 2017.
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