Echobot

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Echobot
Echobot Logo.png
http://www.echobot.de
Motto einfach automatisch informiert
Beschreibung Medienbeobachtung, Social Media Monitoring, Nachrichtensuchmaschine
Registrierung Demo ohne Registrierung, danach Login für SaaS-Service
Sprachen Deutsch, Englisch
Eigentümer Echobot Media Technologies GmbH
Erschienen 2011
Echobot

Echobot ist ein Online-Dienst für Medienbeobachtung und Social Media Monitoring. Im Kern der Technologie steckt eine Suchmaschine die öffentliche Artikel, Beiträge und Meinungen auf Nachrichtenseiten, Blogs und Fachportalen sowie aus Social Media Netzwerken erfasst und durchsuchbar macht. Nutzer sind anders als bei Google ausschließlich Institutionen, Agenturen und Unternehmen, die im Rahmen ihrer Pressearbeit erweiterte Such- und Verarbeitungsfunktionen benötigen. Hierzu zählt z.B. die Messung der Medienresonanz, das Erstellen von Pressespiegeln oder das Reputationsmanagement z.B. für die Warnung vor Shitstorms. Die Echobot Software läuft ohne Installation im Browser und ist somit den Software as a Service (SaaS) Diensten zuzuordnen. Zu weiteren Angeboten dieser Kategorie zählen Meltwater News, BlueReport, Veooz.com oder radian6.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Echobot setzt sich als Kombination aus den Begriffen Medienecho und Roboter zusammen und ist eine beim HABM eingetragene Wortmarke [1]. Die Idee und ein erster Prototyp entstanden 2009 als Forschungsprojekt des Huber Verlag für Neue Medien in Karlsruhe. 2010 wurde das Projekt trotz großer Nachfrage aufgrund technischer Probleme eingestellt. Im Frühjahr 2011 gründeten Bastian Karweg und Jannis Breitwieser gemeinsam mit Altgesellschaftern ein eigenständiges Unternehmen und erwarben die Marke Echobot. Als komplette technische Neuentwicklung ging Echobot im Sommer 2011 an den Markt.[2]

Öffentliche Anerkennung[Bearbeiten]

Im November 2011 wurde Echobot mit dem Gründerpreis des CyberForum dem CyberChampion Award ausgezeichnet.[3] Ein halbes Jahr später belegte das Unternehmen als Finalist beim cyberone Award [4] des bwcon den 4. Platz.

Kritik und Rechtsfragen[Bearbeiten]

Im Frühjahr 2012 geriet das Startup-Unternehmen in den Fokus des öffentlichen Interesses, als es von den Verlagen der Süddeutschen Zeitung und der FAZ u.a. wegen Urheberrechtsverletzung abgemahnt wurde [5]. Der Vorwurf lautete, dass man sich u.a. durch die Nutzung von Textausschnitten sog. Snippets unrechtmäßig bereichern würde. Obwohl sich Echobot Geschäftsführer Karweg zunächst kämpferisch gab[6], wurde das Gerichtsverfahren mit der SZ vor dem Landgericht München noch vor der Urteilsverkündung durch außergerichtliche Einigung beigelegt und statt dessen eine Kooperationsvereinbarung zwischen den Unternehmen getroffen.[7].

Im Herbst 2012, erhielt die Debatte vor dem Hintergrund des geplanten Leistungsschutzrechts für Presseverleger auch eine politische Dimension, bei der Echobot als Beispiel für junge deutsche Unternehmen angeführt wird, die neben Google auch betroffen wären.[8].

Technik/Umsetzung[Bearbeiten]

Das Backend-System von Echobot durchsucht mittels selbst entwickelter Crawler eine Datenbank von über 17.500 Medienseiten[9]. Dabei ermittelt ein Algorithmus ein Schätzwert für die durchschnittlichen Leser pro Artikel. Dies geschieht auf Basis öffentlich zugänglicher Reichweitenangaben z.B. von IVW und Alexa unter Berücksichtigung, wie groß der redaktionelle Teil einer Seite ist und mit welcher Frequenz die Seite neue Artikel publiziert. Für jedes Suchergebnis ergibt sich neben den Fundstellen Clippings auch eine geschätzte Gesamtreichweite, die zur Messung des PR-Erfolgs herangezogen werden kann.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]