Eberhard Brett

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Eberhard Brett (* 1956) ist ein deutscher Jurist und Politiker der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD). Er sitzt im Gemeinderat der Stadt Stuttgart und ist Präsident des Partei-Schiedsgerichtes der AfD. Brett betreibt in Stuttgart eine Rechtsanwaltskanzlei.

Leben und Politik[Bearbeiten]

Eberhard Brett trat 1982 in die CDU ein. Er kandidierte für verschiedene Parteiämter auf Orts- und Kreisebene, wurde jedoch nie in eines gewählt. Die Aufhebung der Wehrpflicht, der Atomausstieg sowie die Energiewende stießen bei Brett auf Ablehnung. Nach eigenen Angaben war der sogenannte „Eurorettungsschirm“ dann das ausschlaggebende Argument, weshalb Eberhard Brett aus der CDU aus und in dei AfD eintrat. Dies sagte er der Stuttgarter Zeitung, als er im September 2013 für den Bundestag kandidierte.[1]

Der Rechtsanwalt Brett betreibt im Stuttgarter Westen nach Informationen der Stuttgarter Zeitung gemeinsam mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Reinhard Löffler eine Kanzlei.

2013 gründete Brett den AfD-Kreisverband Main-Tauber mit anderen AfDlern. Brett trat bei der Bundestagswahl 2013 im Wahlkreis Stuttgart II an und erreichte ein Ergebnis von 3,4%.[2] 2014 kandidierte er auf Listenplatz 2 bei der Gemeinderatswahl 2014 in Stuttgart und zog in den Stuttgarter Gemeinderat ein.

Im Juni 2014 gab es Streit im Landesverband Baden-Württemberg.[3] Die Stuttgarter AfD-Stadträte Eberhard Brett und Heinrich Fiechtner wurden angeschuldigt Parteigeheimnisse an das ehemalige AfD-Mitglied Elias Mößner weiter gegeben zu haben. Der Sprecher des Landesvorstands Bernd Kölmel (heute ALFA) foderte den Parteiaustritt Bretts. Das Ex-AfD-Mitglied Mößner strengte mehrere Klagen gegen die AfD an. Von einem AfD-internen Schiedsgericht wurde er 2013 aus der Partei ausgeschlossen. Begründet wurde das Urteil mit unangemessenem Verhalten und Äußerungen gegenüber anderen Parteimitgliedern. Als Konsequenz aus dem Streit legte Eberhard Brett sein Amt als Beisitzer im Landesvorstand nieder.[4]

Brett ist Mitglied im Kuratorium zur Verleihung der Otto-Hirsch-Medaille.

Innerparteiliches Engagement[Bearbeiten]

Eberhard Brett gehört dem "Pforzheimer Kreis" in der AfD an, in dem sich Christen in der Partei zusammen geschlossen haben. Er protestierte 2014 zusammen mit CDU Politikern gegen eine Klinik des Mediziners Friedrich Stapf in der Abtreibungen vorgenommen werden.[5]

Auf dem Bundesparteitag der AfD 2015, in dem der rechtskonservative "Petry-Flügel" die Macht in der Partei übernahm, wurde auch Ebehard Brett zum Präsidenten des AfD-Schiedsgerichtes gewählt.[6]Dem Gremium gehören insgesamt 5 AfD Politiker an.[7]

Ebehard Brett ist Gründungsmitglied der „Patriotischen Plattform“ in der AfD. Der rechte Parteiflügel gründete diesen Verein, als ein Zusammenschluss von rechten AfD Mutgliedern, um den ihrer Meinung nach lange zu liberalen Kurs der Partei zu bekämpfen.[8] [9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stuttgarter Zeitung: AfD im Stuttgarter Gemeinderat:Brett hat der CDU nach mehr als 30 Jahren den Rücken gekehrt, abgerufen am 15. Januar 2016 [1]
  2. http://www.abgeordnetenwatch.de/eberhard_brett-1031-74255.html
  3. FAZ: Streit in der AfD „Wenn ihr Krieg wollt, könnt ihr ihn haben“ , gesichtet am 15. Januar 2016 [2]
  4. Stuttgarter Nachrichten, abgerufen am 15. Januar 2016 [3]
  5. Junge Freiheit: AfD und Christdemokraten demonstrieren gegen Abtreibungsklinik, gesichtete am 15. Januar 2016 [4]
  6. Beitrag von Monitor am 14. Januar 2016, abgerufen am 15. Januar 2016 [5]
  7. Info zum Schiedsgericht der AfD auf der Partei Seite, gesichtet am 15. Januar 2016 [6]
  8. Stuttgarter Zeitung: AfD im Stuttgarter Gemeinderat:Brett hat der CDU nach mehr als 30 Jahren den Rücken gekehrt, abgerufen am 15. Januar 2016 [7]
  9. Infos zur "Patriotischen Plattform" aus [8]
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