ELHA

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Die ELHA-Maschinenbau Liemke ist ein Familienunternehmen mit Sitz in Hövelhof, Nordrhein-Westfalen, das 1930 gegründet wurde. Es hat seinen Schwerpunkt im Bereich der Zerspanungstechnik und Maschinenkonstruktion.

ELHA-Maschinenbau Liemke KG
Rechtsform Kommanditgesellschaft
Gründung 1930
Sitz Hövelhof, Nordrhein-Westfalen
Leitung Hans-Georg Liemke
Mitarbeiter 240
Umsatz 45 Mio. €
Branche Maschinenbau
Produkte WerkzeugmaschinenVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.elha.de
Stand: Mai 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015

Inhaltsverzeichnis

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]

Um das Jahr 1930 entstand aus einem Elektrohandel ein Unternehmen zur Herstellung von Werkzeugmaschinen für die holz- und metallverarbeitende Industrie. Unter dem Markennamen LH, Liemke Hövelhof, wurden zunächst Werkzeugmaschinen für die lokale holz- und metallverarbeitende Industrie produziert. Nach dem Zweiten Weltkrieg spezialisierte sich die Firma auf Bohrmaschinen, die dann unter dem Namen ELHA vertrieben wurden.

In den 1960er-Jahren expandierte das Unternehmen: das Stammwerk im Ortskern von Hövelhof wurde um ein neues Verwaltungsgebäude und weitere Fertigungshallen erweitert. Bei der Entwicklung der Maschinen konzentrierte sich ELHA auf Radialbohrmaschinen. Daneben brachte ELHA die ersten Mehrspindeleinheiten auf den Markt.

In den 1970er-Jahren erweiterte ELHA die Produktpalette und baute die ersten Rundtaktmaschinen.

Von 1980 bis 1990 wurde das heutige Verwaltungsgebäude sowie eine großflächige Montagehalle errichtet. ELHA produziert seit den 1980er-Jahren verstärkt umfangreiche Sondermaschinen: von Transferstraßen bis hin zu Spezialmaschinen, die z.B. zur Bearbeitung der Booster der Ariane 5 eingesetzt wurden.

In den 1990er-Jahren widmete sich ELHA verstärkt der Bearbeitung von großformatigen Werkstücken, wie z.B. Kugellagern und Zahnrädern und entwickelte außerdem ein schweres Doppelspindel-Zentrum. Ende der 1990er-Jahre entstand das Konzept des Fertigungsmoduls FM 3+X. Auf der EMO 1997 wurde diese Maschine erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. In der Folge entschied die Geschäftsleitung von ELHA-Maschinenbau darin einen neuen Geschäftsbereich für Fertigungsmodule aufzubauen.

In den 2000er-Jahren expandierte ELHA weiter. Der Geschäftsbereich Fertigungsmodule erhielt 2002 ein eigenes Montagewerk am Ortsrand von Hövelhof, welches 2009 auf insgesamt 4000 m² und 2012 auf 5500 m² Büro- und Produktionsfläche erweitert wurde. Die Baureihe der Fertigungsmodule wurde um das Großmodul FM 4+X sowie das FM 3+X hd[1] erweitert. Im Jahr 2009 verliess das 200. Modul die Werkshallen.Im Bereich XL Fertigungssysteme lieferte ELHA eine Vielzahl an Sondermaschinen und Spezial-Bearbeitungszentren in unterschiedlichste Branchen, wobei ein Schwerpunkt der Bereich Energietechnik und Großwälzlager bildete.

Seit 2010 entwickelt sich der Bereich XL Fertigungssysteme mit Spezial-Bearbeitungszentren und Sondermaschinen für alle Branchen weiter und baut das erste große vertikale Dreh-Fräszentrum (VTM).

Produkte[Bearbeiten]

Der Geschäftsbereich Fertigungsmodule steht für die Module FM 3+X, FM 3+X hd und FM 4+X, deren Konzeption speziell für die Massenfertigung von Automobilteilen optimiert ist. Die serialisierte Produktion dieser Maschinen, der sogenannten Transferzentren, läuft in der 5. Modellgeneration. Als Marktführer[2][3] im Bereich sogenannter Transferzentren deckt ELHA mit den Modulen unterschiedliche Bauteildimensionen ab. Für die Entwicklung des Moduls FM 3+X wurde ELHA 1999 mit dem OWL-Innovationspreis für Marktvisionen in der Kategorie „Innovativstes Produkt“ ausgezeichnet.[4][5] Im Geschäftsbereich XL Fertigungssysteme sind Kernkompetenzen die Fertigungszentren für großformatige Werkstücke, sowie Maschinen für die Schwerbearbeitung.

XL Fertigungssysteme[Bearbeiten]

ELHA-Maschinenbau entwickelt in dem Bereich XL Fertigungssysteme maßgeschneiderte Sondermaschinen für die spanabhebende Fertigung meist großformatiger Werkstücke, wie z.B. Großwälzlager[6]. Die Maschinen werden weltweit in den Branchen Energie, Luftfahrt und Maschinenbau eingesetzt. Mit der VTM-Baureihe (Vertical Turning Milling) entstand eine Hochgenauigkeits-Multitaskingmaschine, die durch ein neues Antriebskonzept die Möglichkeiten einer Karusselldrehmaschine in ihrem Anwendungsspektrum bei Weitem übertrifft.[3] Mit dem vertikalen Dreh-Fräszentrum VTM und den RTX/SMX Spezial-Bearbeitungszentren sowie den SPX setzt ELHA Maßstäbe in der hochproduktiven Zerspanung von Großteilen.

Fertigungsmodule[Bearbeiten]

Im Geschäftsbereich ELHA Fertigungsmodule werden hochproduktive, maßgeschneiderte Lösungen für die spanende Bearbeitung von vorwiegend Automobilteilen erarbeitet. ELHA deckt unterschiedlichste Bauteildimensionen mit den drei Baugrößen FM 3+X, FM 3+X hd und FM 4+X ab. Zahlreiche Technologien, wie z.B. Honen, Drehen und Messen, können in den Fertigungsmodulen integriert werden.

Produktübersicht[Bearbeiten]

  • Fertigungsmodule FM 3+X, FM 3+X hd, FM 4+X
  • VTM
  • RTX Rundtisch-BAZ
  • SMX Spezial-BAZ
  • SPX Sondermaschinen

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Fertigungsmodule vereinen Elemente von Transferlinien und Bearbeitungszentren“. Kuttkat, Bernhard; In: MASCHINENMARKT (5. September 2011)
  2. Fertigung: Fertigung im Optimum. Abgerufen am 24. März 2014. In: fertigung (20. April 2010)
  3. 3,0 3,1 Wieschmann, M.: Multitasking im XL-Format - Hochpräzise Komplettbearbeitung für große Werkstücke. Abgerufen am 24. März 2014.(PDF) in: WB Werkstatt + Betrieb (11/2012)
  4. „OWL-Innovationspreis Marktvisionen 2011“. Seite 22/24 (2011)
  5. „Produktiv von Anfang an“ In: maschine+werkzeug (02/2005)
  6. „Vorsprung durch Know-how“ Gutmayr, Jürgen; fertigung (April 2013)
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