e5 – Programm für energieeffiziente Gemeinden

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Logo des e5-Programms

e5 – Programm für energieeffiziente Gemeinden ist ein österreichisches Programm zur Förderung der Energieautarkie der Gemeinden.

Geschichte[Bearbeiten]

Dieses Programm begann 1998 in Vorarlberg, das im Gebiet kommunaler nachhaltiger Entwicklung in Österreich führend ist.

European energy award logo.svg

Schon 1993 schlossen sich e5, das Schweizer Programm Energiestadt, und einige Partner aus Deutschland zum harmonisierten Programm European Energy Award (eea)[1] zusammen – inzwischen arbeitet ein Gutteil der EU an diesem Programm mit.

Klima aktiv Logo.svg

2004 wurde es, weil es dem Energieautarkie-Schwerpunkts des Lebensministeriums folgt und der Österreichischen Klimastrategie, der nationalen Umsetzung der Ziele des Kyoto-Protokolls (Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen UNFCCC, Zusatzprotokoll Konferenz Kyoto 1997) dient, österreichweit in das Maßnahmen-Rahmenprogramm klima:aktiv integriert. Dabei wurde es mit den anderen Themenfeldern (Erneuerbare Energie, Bauen & Sanieren und Mobilität) vernetzt. Es wird von der Österreichischen Energieagentur (Austrian Energy Agency) betreut.

Mit 2012 wird das Programm in 7 der 9 Bundesländer angeboten, in Kärnten, Niederösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, und das Burgenland in Vorbereitung. Insgesamt nehmen über 100 Gemeinden und Städte teil, das umfasst etwa 10% der Bevölkerung.[2] Auch hier ist Vorarlberg führend,[3] gegenüber der Verbreitung des Schweizerischen «Energiestadt»-Programms, wo schon über 50% der Bevölkerung im prämierten Gemeinden leben,[4] fällt Österreich noch deutlich ab – im europäischen Vergleich befindet es sich trotzdem im Spitzenfeld.

Methodik und Auszeichnung[Bearbeiten]

e5 ist als langfristiges Projektmanagement konzipiert, das die Energieversorgungsplanung auf kommunaler Ebene unterstützt. Das Programm richtet sich – im Rahmen moderner Dezentralisierungs- und Regionalisierungspolitik, wie die ganze klima:aktiv-Initiative – an Eigeninitiative und -verantwortung der Gemeindeebene.[5]

Es handelt sich um ein Qualitäts- und Projektmanagementsystem, mit dem die autonom festgelegten Aktivitäten der Gemeinde zu nachhaltigem Klimaschutz und dem Erreichen der Klimaschutzziele erfasst werden können, die Gemeinde ermuntert und unterstützt, und zum Ansporn auch bewertet und regelmäßig überprüft werden können.[5] Die Energieagentur stellt speziell ausgebildete e5-Berater, die die Gemeinden betreuen.[6] Dabei wurde ein umfassender Kriterienkatalog erstellt, und je nach erreichtem Prozentsatz der Punkte im Zuge des Audits Qualitätsstufen im Sinne einer Prämierung vergeben:[7]

Schwellwert 25% 37,5% 50% 62,5% 75%
verliehene E5 energieeffiziente gemeinden logo small.svg e ee eee eeee eeeee
European Energy Award eea eea Gold
European energy award gold logo.svg

Per 2012 waren beispielsweise die Gemeinden Langenegg und Zwischenwasser mit 86% Umsetzungsgrad und Mäder (85 %) führend, 8 Gemeinden hatten eeeee/eea Gold, 62 Gemeinden eee/eea (darunter der Biosphärenpark Großes Walsertal mit 6 Gemeinden), und die gesamt teilnehmenden 110 Gemeinden hatten zusammen 225 e erarbeitet.[2]

Die e5-Gemeinden[Bearbeiten]

Gemeinde Ld. Auszeichnung
Althofen Ktn
Arnoldstein Ktn eeee/eea
Bleiburg Ktn eee/eea
Brückl Ktn
Diex Ktn eee/eea
Eisenkappel Ktn eee/eea
Feld am See Ktn
Gallizien Ktn
Globasnitz Ktn ee
Griffen Ktn
Guttaring Ktn ee
Hermagor Ktn
Klagenfurt Ktn
Kötschach-Mauthen Ktn eeee/eea
Ludmannsdorf Ktn eee/eea
Mallnitz Ktn eee/eea
Moosburg Ktn
Reißeck Ktn ee
Schiefling am Wörthersee Ktn eee/eea
Seeboden Ktn eee/eea
Sittersdorf Ktn ee
Spittal an der Drau Ktn ee
Stockenboi Ktn
Trebesing Ktn eeee/eea
Velden am Wörther See Ktn ee
Villach Ktn eee/eea
Weißensee Ktn eee/eea
Wolfsberg Ktn ee
Allhartsberg
Baden
Bisamberg
Großschönau
Ober-Grafendorf
Pitten
Pressbaum
Ternitz
Wieselburg
Berndorf bei Salzburg Sbg
Bischofshofen Sbg eee/eea
Elixhausen Sbg eee/eea
Eugendorf Sbg
Goldegg Sbg
Grödig Sbg eeee/eea
Hallein Sbg ee
Mühlbach am Hochkönig Sbg ee
Neumarkt am Wallersee Sbg eee/eea
Radstadt Sbg
Saalfelden am Steinernen Meer Sbg eee/eea
Schleedorf Sbg ee
St. Georgen bei Salzburg Sbg
St. Gilgen Sbg
St. Johann im Pongau Sbg eeeee/eea Gold
St. Koloman Sbg ee
Strobl Sbg
Taxenbach Sbg e
Thalgau Sbg eee/eea
Thomatal Sbg eee/eea
Wals-Siezenheim Sbg eee/eea
Weißbach bei Lofer Sbg eeee/eea
Werfenweng Sbg eee/eea
Zell am See Sbg ee
Bairisch Kölldorf Stmk e
Deutschfeistritz Stmk e
Gabersdorf Stmk e
Judenburg Stmk eee/eea
Lebring-St. Margarethen Stmk ee
Liezen Stmk e
Lödersdorf Stmk eee/eea
Mürzzuschlag Stmk ee
Raabau Stmk eee/eea
Seckau Stmk ee
Semriach Stmk eee/eea
Thal Stmk eee/eea
Weiz Stmk eeee/eea
Angerberg Tir e
Dölsach Tir ee
Kirchbichl Tir ee
Kufstein Tir eeee/eea
Kundl Tir ee
Natters Tir e
Schwaz Tir eeee/eea
Schwendau Tir eee/eea
Telfs Tir e
Trins Tir
Virgen Tir eeeee/eea Gold
Volders Tir eee/eea
Wörgl Tir eeee/eea
Zirl Tir
Altach Vbg eeee/eea
Blons (Großes Walsertal)* Vbg eeee/eea
Bludesch Vbg
Bregenz Vbg eee/eea
Bürs Vbg eee/eea
Dornbirn Vbg eeeee/eea Gold
Feldkirch Vbg eeeee/eea Gold
Fontanella (Großes Walsertal)* Vbg eeee/eea
Frastanz Vbg eeee/eea
Gaißau Vbg
Gaschurn Vbg ee
Götzis Vbg eeee/eea
Hittisau Vbg eeee/eea
Höchst Vbg
Hörbranz Vbg eeee/eea
Krumbach Vbg eeee/eea
Langenegg Vbg eeeee/eea Gold
Lauterach Vbg eee/eea
Lochau Vbg ee
Ludesch Vbg eeee/eea
Lustenau Vbg eee/eea
Mäder Vbg eeeee/eea Gold
Nenzing Vbg eeee/eea
Nüziders Vbg eee/eea
Raggal (Großes Walsertal)* Vbg eeee/eea
Rankweil Vbg eeee/eea
St. Gerold (Großes Walsertal)* Vbg eeee/eea
Schwarzach Vbg eee/eea
Sonntag (Großes Walsertal)* Vbg eeee/eea
Thüringen Vbg eeee/eea
Thüringerberg (Großes Walsertal)* Vbg eeee/eea
Wolfurt Vbg eeeee/eea Gold
Zwischenwasser Vbg eeeee/eea Gold
Stand 3/2012[8]
* Der UNESCO-Biosphärenpark Großes Walsertal verfolgt das e5-Programm gemeinsam

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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