Diodati (Band)

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Diodati ist eine, um das Jahr 2000 gegründete, Neoklassikband, die aus der Band „Westwerk“ hervorging. Zentrales Anliegen und Motiv der künstlerischen Arbeit ist einerseits die Auseinandersetzung mit klassischer Lyrik und Komposition. Daraus folgt eine Verwendung von Zitaten und Versatzstücken im eigenen Schaffen. Andererseits sieht sich Diodati als offenes, künstlerisches „Projekt“ und weniger als Band. Um einen festen Kern an Personen wird anderen Musikern und Künstlern die Freiheit gelassen, sich am kreativen Schaffen zu beteiligen und sich selbst einzubringen.

Geschichte[Bearbeiten]

Diodati gingen mit ihren Gründungsmitgliedern Gwydion und AjNa um 2000 aus der Gothicband „Westwerk“ hervor. Zu Beginn beschränkte sich die Band darauf, klassische Texte bekannter Autoren mit klassischer Klaviermusik zu vertonen und damit live aufzutreten. Im Zuge dieser Arbeit entstanden die ersten Aufnahmen und wurden unter dem Titel „I“ auf CD zusammengetragen und im Eigenvertrieb veröffentlicht.

Im Lauf der Zeit wurden häufiger eigene Texte vertont und mehr eigene Kompositionen erstellt. So entstand das erste Studioalbum „Souls Lament“, ein Konzeptalbum, das wie ein Drama aufgebaut ist und die Unmöglichkeit der Liebe zum Inhalt hat. Mit diesem Album unterzeichneten Diodati m September 2005 ihren ersten Labelvertrag bei „Bright-Light-Records“ um „Souls Lament“ zu veröffentlichen. Gwydion, AjNa und Tysja machten es sich dabei zur Maxime, viele verschiedene Stile und Musikrichtungen miteinander zu verbinden. Die abwechslungsreiche Kombination aus Gothic, Klassik, Wave und Avantgarde hob die Band damit aus den vorhandenen, festen Genrebahnen heraus und führte zu einer genreübergreifenden Rezeption.

2007 beschlossen AjNa und Gwydion erneut eine Klassik-CD im Stile der „I“ aufzunehmen. Als roter Faden sollte sich das Thema „Traum“ durch die CD ziehen und so entstand „Traumschaudergespinste“, die wie die erste Klassik-CD im Eigenvertrieb veröffentlicht wurde.

Nach einer erfolgreichen und ereignisreichen Zusammenarbeit wurden für die Band und deren Mitglieder jedoch Veränderungen notwendig, und so entschieden sich AjNa und Tysja, dem Projekt zwar auch in Zukunft bei Aufnahmen und auf der Bühne treu zu bleiben, sich jedoch aus dem kreativen Prozess der Liedfindung zurückzuziehen. Damit begann ein neuer Abschnitt des Projekts Diodati in Form von Svyati, einem kreativen und ambitionierten jungen Mann am Cello und Elias als Musiker am Klavier und Kontrabass, die nun zu einem festen Teil der Band wurden und die entstandene kreative Lücke schlossen. Sie sind nun neben Gwydion die Gesichter und Antrieb hinter Diodati. Zusammen begannen sie mit der Arbeit am nächsten Studioalbum: „Diem supremum obire“, das sich gemäß dem Albumtitel (lat.: dem letzten Tag entgegen gehen) wieder um ein Konzeptalbum handelt und sich mit dem Tod in all seinen Facetten auseinandersetzt. Die Arbeit daran begann bereits 2007 im Zuge des Kennenlernens von Gwydion und Svyati, aber die CD konnte erst im Oktober 2011 nach einem Labelwechsel bei Körperschall Records endgültig veröffentlicht werden.

Diskografie[Bearbeiten]

  • 2003 “I“ – Lesungs CD (Eigenvertrieb)
  • 2005 “Souls Lament“ – Album (Bright Light Records)
  • 2007 “Traumschaudergespinste” – Lesungs CD (Eigenvertrieb)
  • 2011 „Diem supremun obire“ – Album (Körperschall Records)

Personen[Bearbeiten]

Gründungsmitglieder[Bearbeiten]

  • Sprache/Gesang: Gwydion Enbarr
  • Klavier: AjNa (Angelika Plötz)

Aktuelle Mitglieder[Bearbeiten]

  • Sprache/Gesang: Gwydion Enbarr
  • Cello: Max „Svyati“ Sellmeier (seit 2007)
  • Klavier, Kontrabass, Schlagzeug: Dr. Elias Wonka (seit 2008)

Ehemalige Mitglieder[Bearbeiten]

  • Gesang: Barbara „Tysja“ Volpert (2004-2006)

Gastmusiker/-künstler[Bearbeiten]

  • Alexander Kaschte: Mastering (Souls Lament)
  • Eva Schinko: Geige (Souls Lament)
  • Ophelia: Bassflöte (Souls Lament)
  • Stepahnie Luzie: Gesang (Souls Lament)
  • Stefan "SiS" Siegl: Gesang (Souls Lament)
  • Lady Antigone & Sklave: Sprache, Installation (Souls Lament)
  • Simon Brandl: Audioinstallation (Souls Lament)
  • Kreszenz Sieber: Rezitation (Souls Lament)
  • Jennifer Pluntke: Artwork (Souls Lament, Diem supremum obire)
  • Marcus Testoy: Rezitation (Diem supremum obire)
  • Christian von Aster: Rezitation (Diem supremum obire)
  • Sebastian Wall: Produktion (Traumschaudergespinste, Diem supremum obire)
  • Daniel Kratz: Produktion (Diem supremum obire)
  • Maximilian Wall: Mischen, Mastering (Diem supremum obire)
  • „Madame“ Nina: Photographien (Diem supremum obire)
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