Die Propagandaschau

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Die "Propagandaschau" ist ein deutschsprachiger Politblog und medienkritischer Watchblog, der sich seit September 2013 der Analyse von Propaganda, Desinformation und Meinungsmanipulation in den deutschen Medien widmet. Die Organisatoren sind anonym, der häufigste Autor benutzt den Alias "DOK", unter dem er auch Kommentare in der Wochenzeitung Der Freitag veröffentlichte. Der Watchblog war längere Zeit auf die Kommentarseite dieser Wochenzeitung verlinkt. Grund der Anonymität des Gründers und Organisators ist das Beispiel der Medienkampagne gegen Maren Müller, die Initiatorin der Petition gegen Markus Lanz.

Der Blog bietet Nutzern die Möglichkeit, "Propaganda" zu melden. Analysebeiträge werden veröffentlicht und können von Nutzern kommentiert werden. Außerdem verlinkt der Blog auf Medienbeiträge wie Zeitungsartikel und Fernsehsendungen, auf medienkritische Beiträge allgemein und auf andere Politblogs wie telepolis, Democracy Now und die Nachdenkseiten.

Inhaltsverzeichnis

Zielsetzung[Bearbeiten]

Nach eigenen Angaben ist das Ziel der Analysen, "die zunehmende Propaganda und Desinformation in der Staats- und Konzernmedien und die damit verbundenen Verstöße der ÖR gegen den Rundfunkstaatsvertrag zu dokumentieren" und "die Leser für die oftmals subtilen Methoden der Propaganda zu sensibilisieren, den kritischen Blick auf die Berichterstattung zu schärfen und eine Gegenöffentlichkeit zu unterstützen, die sich dieser Gefährdung der Demokratie entgegenstellt." Die GEZ als solche wird dabei nicht infrage gestellt: "Ein staatliches Informationsangebot, das den Anforderungen des Rundfunkstaatsvertrags tatsächlich entspricht, ist ein Segen für einen demokratischen Staat."[1]

Ausrichtung[Bearbeiten]

Besonders häufig sind Analysen zur Außen- und Sicherheitspolitik, besonders während der Krise in der Ukraine 2014. Die Beiträge stellen dabei eine aus der Sicht des Blogs einseitige russlandkritische Ausrichtung der deutschen Mainstreammedien dar.

Rezeption und Kritik[Bearbeiten]

In der FAZ kritisierte Stefan Niggemeier die Orientierung des Blogs an grundsätzlicher Systemkritik: "Entsprechend werden unbestreitbare journalistische Fehlleistungen kommentiert und interpretiert, und was aus berechtigter Medienkritik bei völligem Verlust jedes Grundvertrauens und Wohlwollens wird, kann man auf Seiten wie dem Blog „Propagandaschau“ verfolgen." Niggemeier charakterisiert den Blog als "paranoid", führt die exzessive Kritik aber auf die Berichterstatung der Medien zurück: "... es wäre gut, wenn die Medien nicht so häufig den Funken liefern würden, aus dem die Paranoiker dann ihre lodernden Feuer entfachen. All das, woran die seriöse Medienkritik seit Jahren bei den deutschen Medien regelmäßig verzweifelt - fehlende Transparenz und Distanz, mangelnde Sorgfalt und Kommunikation -, dient nun als Treibstoff." [2]

Referenzen[Bearbeiten]

Links[Bearbeiten]