Flechtbandgarnitur

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Die Flechtbandgarnitur ist eine Rüstungsgarnitur aus dem Besitz Kaiser Rudolf II. (* 1552; † 1612), des Sohnes Kaiser Maximillian II. von Österreich.

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BeschreibungBearbeiten

Die Flechtbandgarnitur wurde zur Feier der Hochzeit Karl von der Steiermark mit Maria von Bayern gefertigt. Sie wurde für die Söhne Maximillians II., Ernst und Rudolf gefertigt, die anlässlich der Feierlichkeiten aus Spanien anreisten, da sie dort ihre Erziehung und Ausbildung erhielten.

Es handelt sich um eine Turniergarnitur einer Reihengarnitur oder auch "Kleinen Garnitur" die so gestaltet war, das daraus je eine Rüstung zum Plankengestech, zum Fußturnier und zum Freiturnier zusammengestellt werden konnte. Die beiden in der Garnitur enthaltenen Halbharnische sind unterschiedlich gearbeitet, der eine in deutscher Art symmetrisch, der andere in italienischer Art asymmetrisch.

Die Garnitur besteht aus geschliffenem und poliertem Eisen und ist mit einer bandförmigen Dekoration versehen, die in goldener und schwarzer Ätzung gestaltet ist. Da die Bänder überlaufend auf der Rüstung angebracht sind, erhielt sie dadurch ihre Bezeichnung. Die Höhe der Rüstung beträgt 153 cm. Die Garnitur wurde von dem bekannten Augsburger Plattner Anton Pfeffenhauser (* um 1525; † 1603) gefertigt. Der Dekorätzer ist unbekannt.

Sie wird heute im Kunsthistorischen Museum in Wien aufbewahrt.[1]

EinzelnachweiseBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Bruno Thomas: Gesammelte Schriften zur historischen Waffenkunde, Band 2. Akademische Druck- und Verlag-Anstalt, 1977, ISBN 978-3-201-00984-3, S. 1682,1684,1727 (deut.).
  • Berthold Sutter, Steiermärkische Landesbibliothek: Graz als Residenz. Universitäts-Buchdruckerei Styria, 1964, S. 96,129 (deut.).
  • Austro-Hungarian Monarchy. Oberstkämmerer-Amt, Austro-Hungarian Monarchy: Jahrbuch der Kunsthistorischen Sammlungen in Wien, Band 79. A. Holzhausen, 1983, S. 22,42,130 (deut.).

WeblinksBearbeiten