Deutscher Fachjournalisten-Verband

Aus MARJORIE-WIKI
Wechseln zu: Navigation, Suche
Logo

Der Deutsche Fachjournalisten-Verband AG (DFJV) ist ein Dienstleistungsunternehmen für Fachjournalisten mit Sitz in Berlin. Es ist die Nachfolgeorganisation des gleichnamigen, inzwischen gelöschten eingetragenen Vereins und hat eigenen Angaben zufolge mehr als 11.000 Kunden. Vorstand ist Christin Fink.

Organe und Leistungen[Bearbeiten]

Organe des DFJV sind Vorstand und Aufsichtsrat. Als Mitgliederversammlungen bezeichnete Treffen, auf denen Kunden des Unternehmens ein Mitspracherecht haben sollten, sind nach der Satzung vom Juni 2015 nicht mehr vorgesehen.

Der DFJV bietet seinen Kunden folgende Leistungen:

  • Interessenvertretung
  • Herausgeber von Fachbüchern, Studien, Leitfäden und sonstigen Informationsschriften
  • Berufliche Beratung
  • Fachliche Beratung in den journalistischen Ressorts
  • Rechtsberatung
  • Steuerberatung
  • Existenzgründerberatung für angehende freie Journalisten
  • Beratung zur Künstlersozialkasse
  • Onlinemagazin Fachjournalist
  • Regionaltreffen in sechs Städten
  • VISA Kreditkarte „JournalistenCard“ in Zusammenarbeit mit der Deutschen Kreditbank
  • Weiterbildungsworkshops und Fachseminare
  • Versicherungen für Journalisten zu vergünstigten Konditionen
  • eine Kundenkarte, die als „Presseausweis“ gestaltet ist (dies ist nicht der bundesweit anerkannte, reguläre Presseausweis, der nur von Journalistenverbänden herausgegeben werden darf, die vom deutschen Presserat akkreditiert sind. Akkreditierungsfähig sind dabei ganz grundsätzlich nur von ihren Mitgliedern getragene Verbände, nicht aber gewerbliche Unternehmen, die solche selbst gestalteten „Ausweise“ ihren Kunden gegen Bezahlung zur Verfügung stellen.[1])

Geschichte und Strukturen[2][Bearbeiten]

Im November 1997 gründeten sieben Schülerzeitungsredakteure den Allgemeinen Journalisten- und Medienclub e. V. (AJM). Der Verein wurde 1999 in Deutscher Fachjournalisten-Verband e. V. umbenannt.

Ab Ende 2006 wurde der DFJV grundlegend umstrukturiert. Dazu zählen die Übertragung des Geschäftsbetriebs auf eine Aktiengesellschaft sowie die Trennung von der ehemaligen Deutschen Fachjournalisten-Schule und vom Verlag der Zeitschrift Fachjournalist.

Ende 2006 wurde der Geschäftsbetrieb des Vereins im Zuge einer Singularsukzession auf die neu gegründete DFJV Deutscher Fachjournalisten-Verband AG übertragen, wozu ein Trägerverein namens Gesellschaft für Fachjournalistik e. V gegründet wurde. Der Verein gründete zunächst die AG, übernahm dann die Stammanteile an der GFF Verwaltungsgesellschaft mbH, die als Holding alle Anteile an der „DFJS Deutsche Fachjournalisten-Schule GmbH“ hielt, und brachte anschließend die AG in die Holding ein. Der Verein wurde vorläufig als gemeinnützig anerkannt, wird aber mittlerweile auf der Website der DFJV AG nicht mehr erwähnt.

Die Zeitschrift Fachjournalist wurde zunächst in der Nestor Verlag GmbH eines der AJM-Gründer herausgegeben. Nach dessen Liquidation Ende 2007 fungiert der DFJV selbst als Herausgeber und Verlag. Die technische Produktion lag beim Messedruck Leipzig. Mittlerweile wurde das Magazin auf eine Onlinepublikation umgestellt.

Die ehemals zur GFF Verwaltungsgesellschaft mbH gehörende DFJS Deutsche Fachjournalisten-Schule GmbH wurde Anfang 2007 verkauft und anschließend in Freie Journalistenschule (FJS) GmbH umbenannt. Die Freie Journalistenschule (FJS) GmbH war außerdem Komplementärin der 2015 liquidierten DFJK Services GmbH & Co. KG, die bis 2009 den Deutschen Fachjournalisten-Kongress organisierte. 2010 organisierte die DFJV AG den Kongress selbst, danach fand keiner mehr statt.

2008 gründete die DFJV AG eine Podcast-Redaktion. Der Podcast wird von Journalistenschülern und jungen Journalisten gestaltet. In Interviews mit Autoren des „Fachjournalist“ machen diese die Themen der Zeitschrift regelmäßig hörbar.

Im Jahr 2010 wurde als Tochterfirma das Deutsche Journalistenkolleg gegründet. Wie die von einem AJM-Mitgründer betriebene Freie Journalistenschule (FJS) vermarktet es Kurse als Fernunterricht (kein Fernstudium).

Buchveröffentlichungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Presseausweis. Deutscher Presserat, abgerufen am 3. Oktober 2019 (de-DE).
  2. Alle Angaben laut elektronisches Handelsregister
Info Sign.svg Dieser Wikipedia-Artikel wurde, gemäß GFDL, CC-by-sa mit der kompletten History importiert.