Deutsche Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie

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Deutsche Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie e.V.
(DGH)
Zweck: Förderung der wissenschaftlichen Hypnose in psychologischen und beruflich relevanten Fachkreisen
Vorsitz: Helga Hüsken-Janßen
Gründungsdatum: 1982
Mitgliederzahl: ca. 1000
Sitz: Coesfeld
Website: dgh-hypnose.de

Die Deutsche Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie e.V. (DGH) ist ein Fachverband für interdisziplinäre Fort- und Weiterbildung und die Förderung wissenschaftlicher Hypnose und Hypnotherapie. Sie ist Mitglied in den internationalen Hypnosevereinigungen International Society of Hypnosis (ISH) und European Society of Hypnosis (ESH) und im Wissenschaftlichen Beirat der deutschsprachigen Hypnosegesellschaften.

Mitglieder[Bearbeiten]

Mitglieder sind Ärzte, Psychologische Psychotherapeuten und Diplom-Psychologen, Zahnärzte sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten.

Der DGH steht ein fünfköpfiger Vorstand mit Präsident(in), zwei Vize-Präsidenten/-innen, Schriftführer(in) und Schatzmeister(in) vor. Darüber hinaus konstituierte sich der Beirat der DGH, der acht Mitglieder umfasst, die jeweils verschiedene Themengebiete und Berufsgruppen innerhalb der DGH vertreten. Der Beirat versteht sich als Ausschuss, der den Vorstand der DGH in seinem Bemühen unterstützt, die anstehenden Aufgaben der Gesellschaft bezüglich verstärkter Öffentlichkeitsarbeit, Förderung wissenschaftlicher Projekte und Fokussierung auf berufsspezifische Interessen der Mitglieder zu bewältigen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die DGH wurde 1982 von 24 Diplom-Psychologen und Ärzten gegründet mit dem Ziel, wissenschaftlich fundierte klinische Hypnose zu fördern und sich von missbräuchlichen Anwendungen von Hypnosetechniken, wie sie in der Laien- oder der Showhypnose praktiziert werden, zu distanzieren. Nach eigenen Angaben hat die DGH heute (Januar 2015) ca. 700 Mitglieder.

Seit der Gründung gab es drei wichtige Entwicklungen: Zum einen hat sich die ursprünglich zum überwiegenden Teil aus Diplom-Psychologen bestehenden Gesellschaft zu einem berufsübergreifender Fachverband weiterentwickelt, in dem auch ein beträchtlicher Anteil (lt. DGH 30%) an Ärzten verschiedener Fachrichtungen (Anästhesisten, Gynäkologen, Allgemeinmediziner und Kinderärzte) und Zahnärzten Mitglied sind und ihre Erfahrungen mit Hypnose einbringen und erweitern. Zum anderen hat die DGH maßgeblich an der Darstellung der Hypnose in den Medien und in der Öffentlichkeit mitgewirkt und so dazu beigetragen, dass es vermehrt zu seriösen und fachlich fundierten Berichterstattungen kommt. Darüber hinaus wirkt die DGH auch auf internationaler Ebene an Austausch und Erweiterung von Expertise im Bereich der Hypnose und Hypnotherapie sowie ihrer Förderung und Anerkennung mit.

2006 stellte der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie der Bundesregierung fest, „dass die Hypnotherapie bei Erwachsenen für Behandlungen in folgenden Anwendungsbereichen als wissenschaftlich anerkannt gelten kann: Psychische und soziale Faktoren bei somatischen Krankheiten sowie Abhängigkeit und Missbrauch.“ (aus dem Gutachten zur wissenschaftlichen Anerkennung der Hypnotherapie des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie). Das Gutachten stützt sich auf einen Gutachtenantrag und Originalstudien, an denen DGH-Mitglieder maßgeblich beteiligt waren.

Aufgaben[Bearbeiten]

Die DGH bietet für Ärzte, Psychologische Psychotherapeuten und Diplom-Psychologen, Zahnärzte und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten eine von den Ärzte- und Psychotherapeutenkammern anerkannte qualifizierte Weiterbildung an, welche die verantwortliche Anwendung von Hypnose und Hypnotherapie in Medizin, Psychotherapie und Forschung gewährleistet. Die Weiterbildung wird in regionalen Weiterbildungsinstituten angeboten. Darüber hinaus ermöglicht die DGH ihren Mitgliedern die Bildung von Interessengemeinschaften und Bündelung von Ressourcen und fördert den kollegialen Fachaustausch. Der jährlich ausgerichtete interdisziplinäre Hypnose-Fachkongress bietet dem Fachpublikum neueste Informationen über der wissenschaftliche Forschungsergebnisse und therapeutische Innovationen auf dem Gebiet der Hypnose. In Seminaren können neue therapeutische Erfahrungen mit der Hypnose erworben werden und Wissen im Austausch mit internationalen Experten vertieft werden.

Darüber hinaus führt die DGH wiederholt themenspezifische Projekte durch, namentlich die Summerschool Medizinische Hypnose (2014), die Projekttage Hypnose und Hypnotherapie in der Psychoonkologie (2013) und Raucherentwöhnung (2011). Die DGH es sich zur Aufgabe gemacht, wissenschaftliche Forschung zur Hypnose zu fördern, um wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen und zu verbreiten.

Mit der Fachzeitschrift Hypnose informiert die DGH über den Stand der internationalen Forschung und aktuelle Entwicklungen in der klinischen Hypnosearbeit. Die Verbandszeitschrift Suggestionen ist das verbandsinterne Forum der DGH, in dem praxisorientierte Informationen wie Fallstudien, Diskussionsbeiträge und Besprechungen von Fachbüchern publiziert werden. Außerdem gibt sie einen Überblick über das aktuelle Ausbildungsangebot des Verbandes. Darüber hinaus steht die DGH als Ansprechpartner für Vertreter von Medien und interessierter Öffentlichkeit zu Verfügung, um qualifizierte Informationen über Hypnose und Hypnotherapie zu geben und den Kontakt zu themenspezifischen Experten und kompetenten Gesprächspartnern zu vermitteln.

Patienten und Ratsuchenden gibt die Geschäftsstelle Unterstützung bei der Therapeutensuche in ihrer Nähe.

Die DGH ist Mitglied der International Society of Hypnosis (ISH) und der European Society of Hypnosis (ESH).

Weblinks[Bearbeiten]

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