der regenbogen

Aus MARJORIE-WIKI
Wechseln zu: Navigation, Suche

der regenbogen ist eine freie Künstlervereinigung in der ostwestfälischen Stadt Minden in Nordrhein-Westfalen, die seit 1974 existiert.

Geschichte[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

1974 gründeten sieben - damals noch - Hobbykünstler aus den Bereichen Bildhauerei, Malerei und Objektkunst, die aus den Lehrkursen der Mindener VHS hervorgegangen waren, die freie Künstlervereinigung „der regenbogen“. Das Gründungstreffen fand in einem Haus, das zum Johanniskirchhof gehörte, statt. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Susanne Dohnalek, Hans-Jochen Freymuth, Marion Gumtz, Erhard Koß, der aus den Niederlanden stammende Pieter van der Jagt sowie der Brite Paul Levene.[1][2][3][4] Als „Vater“ der jungen Gruppe galt Hans-Jochen Freymuth.

1975 stellte sich die Künstlervereinigung im Rahmen des Altstadtfestes erstmalig den Mindener Mitbürgern vor.[5]

Bis 1976 war die Gruppe auf ein gutes Dutzend Künstler angewachsen. Neu hinzugekommen waren Josef Bonauer, Heidemarie Düker, Hans Gerlhof, Helmut Pfeiffer und der Italiener Carmelo Di Bella. Im Rahmen einer vielbeachteten Ausstellung in der Mindener Galerie Fischer stellte sich die, von der Presse auch als die „Gruppe der Elf“ bezeichnete, Formation und ihre Werke erneut der Öffentlichkeit vor. Als Besonderheit bekam jeder 5. Besucher eine Arbeit von dem Künstler seiner Wahl geschenkt.

Die Suche nach einer beständigen Stätte der Begnung, um, so der Sprecher Freymuth 1976, „...malbeflissenen Bürgern, jungen und alten Kunstbegeisterten kleine Starthilfen für ihr Hobby zu geben, ihnen die Möglichkeit zu einem Gespräch zu bieten, Anregungen zu finden und miteinander Neues zu schaffen“[3][4], war eine wesentliche Zielsetzung der Künstlervereinigung. Zunächst wurde zu diesem Zweck in einem abbruchreifen Raus im Johanniskirchhof ein erstes Atelier eingerichtet.[5] Dieses wurde jedoch später für den Neubau eines Einkaufshauses abgerissen.[4] Ab dem Frühjahr 1977 konnte „der regenbogen“ in dem stilvollen Ambiente der Galerie „Schwedenschänke“ am Martinikirchhof, eine Dauerausstellung eröffnen.[5][6][7][8]

Auf Initiative des „regenbogens“ und mit Vermittlung der Stadt Minden kam es im im Februar 1978 zu einem künstlerischen Austausch mit der damaligen niederländischen Partnerstadt Apeldoorn. Zum Programm gehörte neben einer Begnung mit dem Aquarellisten Jop Nyden, der der Apeldoorner Künstlergruppe „de Bond“ angehörte, der Besuch einer Kunstausstellung sowie die Eröffnung der eigenen Gemeinschaftsausstellung in den Räumlichkeiten des Apeldoorner Rathauses.[9][10] Als Erinnerungsgeschenk erhielten die beteiligten Künstler eine Gedenkmünze, die aus Anlass des abgeschlossenen Wiederaufbaus des Apeldoorner Rathauses geprägt wurde.[10][11]

Im Oktober 1978 wurden die Künstler „des regenbogens“ erneut zu kulturellen Botschaftern der Stadt Minden. Vom 8. Oktober bis 3. November 1978 stellte die Künstlervereinigung in der Galerie 10003 in Berlin-Wilmersdorf. Die Ausstellung fand im Rahmen von städtepartnerschaftlichen Aktivitäten mit dem Berliner Bezirk Wilmersdorf (seit 2001: Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf) statt.[12]

Heute[Bearbeiten]

2006 gründeten sieben Mitglieder der Künstlergruppe den Verein Kult-Art, um von der Stadt Minden das Alte Wagenhaus in der Uferstraße (in direkter Nähe zu Kanzlers Weide) zu erwerben. In dem denkmalgeschützten Gebäude, welches zuvor seit rund zwei Jahrzehnten vom „regenbogen“ gepachtet wurde, hat die freie Künstlergruppe ein dauerhaftes Zuhause gefunden, in der sie regelmäßig ausstellt und verschiedene Kunstprojekte durchführt.[13]

Im Jahr 2009 feierte die freie Künstlervereinigung „der regenbogen“ ihr 35-jähriges Bestehen. Aktuell besteht die Gruppe aus zwölf Mitgliedern: Helga Sieckmann, Hans Joachim Bölling, Andre Nitsche, Gisela Wojahn, Annette Freymuth, Norbert Kurze, Brigitta Kurze, Susi Menzel, Hans Herbert Küsgen, Hans-Jochen Freymuth, Walter Rösener und Peter Paul Medzech.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Freie Künstlergruppe „der regenbogen“ auf www.regenbogen-minden.de, abgerufen am 17. August 2013
  2. Und nun die »Gruppe der Elf«. Mindener Tageblatt, 9. November 1976
  3. 3,0 3,1 Gruppe der Elf bietet faszinierende Palette. Westfalen-Blatt, 9. November 1976
  4. 4,0 4,1 4,2 Farben, Formen, Themen und Ideen. Neue Westfälische, 9. November 1976
  5. 5,0 5,1 5,2 »Galerie des Regenbogens«. Mindener Tageblatt, 15. März 1977
  6. „Der Regenbogen“ eröffnet eigene Galerie. Neue Westfälische, 15. März 1977
  7. Der Regenbogen fand eine ständige Heimat. Westfalen-Blatt, 12. April 1977
  8. „Der Regenbogen“-Dauerausstellung, Mindener Tageblatt, 12. April 1977
  9. „der regenbogen“ stellt in der holländischen Partnerstadt aus. Neue Westfälische, 9. Februar 1978
  10. 10,0 10,1 „der regenbogen“ stellt in Apeldoorn aus. Mindener Tageblatt, 9. Februar 1978
  11. Kunstaustellung: >regenbogen< in Apeldoorn. Westfalen-Blatt, 9. Februar 1978
  12. „der regenbogen“ als Botschafter Mindens. Mindener Tageblatt, 6. Oktober 1978
  13. Das „Alte Wagenhaus“ auf www.regenbogen-minden.de, abgerufen am 17. August 2013

Weblinks[Bearbeiten]