Daniel Eltinger

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Daniel Eltinger (* 13. Februar 1981 in Stuttgart) ist ein deutscher Maler.

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Leben[Bearbeiten]

Sein Abitur erwarb Eltinger am Johannes-Kepler-Gymnasium in Leonberg. Von 2001 bis 2004 studierte er an der Universität Stuttgart Kunstgeschichte, Galloromanistik und Italianistik. Im Anschluss absolvierte er von 2004 bis 2010 ein Studium der freien Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Von 1997 bis 2007 lebte er in weiblicher Geschlechtsrolle und arbeitete von 1999 bis 2006 als transsexuelle Prostituierte auf dem Stuttgarter Straßenstrich.[1]

Werk[Bearbeiten]

Eltinger entwickelt auf seinen großformatigen Arbeiten Kompositionen von Farbstrukturen, die selbst die Protagonisten der Bilder sind. Sie bestehen aus Flecken und Verläufen, aus feingebildeten unregelmäßigen Mustern, die an organische Elemente erinnern. Der Duktus von Natürlichkeit ergibt sich aus einer Aktion, dem klassischen Action Painting vergleichbar, in der Schichten von freien Farbornamenten auf Industriefolie gebildet werden. Deren Reihenfolge kehrt sich danach in einem inversiven Moment durch Drucken auf die Leinwand um. Indem die Farbinformationen auf diese Weise gleichmäßig auf die Fläche verteilt sind und eine gewisse Dichte und Sättigung aufweisen, gerät die Wahrnehmung bei ruhendem Blick zu einem Eindruck ständiger Bewegung, sich herausbildender Plastizitäten und Verschiebungen.[2][3] Die so entstandenen Bilder eröffnen unbekannte Reiche starker Farbigkeit. “Auf das Intimste mit dem Volk verbunden” sieht der Künstler in seinen Arbeiten “die Folge tausendfacher Befruchtung”.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ruth Poyner: Erotic energies rededicated in: Church Times vom 21. September 2012
  2. Kathrin Thimme: Der Grenzposten als Kunstraum in: Stuttgarter Zeitung vom 16. Juni 2010.
  3. Katrin Wegner: Das Leben!: Schwarze Schafe in: ARD/NDR vom 14. November 2010 und 27. Februar 2011.
  4. Jana Braun: Zwischen den Geschlechtern - Daniel Eltinger: erst Mann, dann Frau und Prostituierte, jetzt Künstler in: Lift Stadtmagazin Stuttgart vom Juli 2010.

Weblinks[Bearbeiten]

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