Caterva

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Caterva
Rechtsform GmbH
Gründung 2013
Sitz Pullach im Isartal, Deutschland
Leitung Markus Brehler
Branche Energiespeicher
Produkte ESS EnergiespeichersystemVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.caterva.de

Die Caterva GmbH mit Sitz in Pullach im Isartal bei München wurde im Jahr 2013 gegründet. Ihre Gesellschafter sind Markus Brehler (Geschäftsführer), Dr. Roland Gersch (technischer Leiter) und Gabriele Ellenrieder (kaufmännische Leiterin) (siehe Unternehmenswebsite) sowie als Minderheitsgesellschafter die Siemens Novel Businesses. Der Name Caterva ist lateinisch, was auf Deutsch Schwarm heißt.

Produkt[Bearbeiten]

Caterva ist Anbieter eines multifunktionalen Energiespeichersystems, kurz ESS, das für den Einsatz in Kombination mit einer ein- oder dreiphasigen Photovoltaikanlage mit etwa 3 bis 15 kWpeak konzipiert ist. Voraussetzung für den Einsatz des ESS ist die Auslegung der Photovoltaik-Anlage für Eigenversorgung. Das ESS hat maximal 20 kW elektrische Leistung und eine Speicherkapazität von 21 kWh [1]. Wesentliche Komponenten des ESS sind Li-Ion-Akkus sowie Gleichrichter- bzw. Wechselrichter-Elektronik und die Steuerung.

Das ESS dient einerseits der Erhöhung der heimischen Eigenstromversorgung, indem von der Photovoltaikanlage erzeugter, aber nicht zeitgleich verbrauchter Strom zur späteren Verwendung zwischengespeichert wird, zum anderen dient das ESS der Stabilisierung des allgemeinen Stromnetzes. Zur Netzstabilisierung stellt ein Schwarm (englisch swarm = Storage With Amply Redundant Megawatt) von ca. 60 ESS oder mehr Regelleistung bereit, die hilft, Spannung und Frequenz des Stromnetzes konstant zu halten. Zur Netzstabilisierung tragen je nach Netzbetriebszustand sowohl das Laden als auch das Entladen der ESS des Schwarms bei. Das Bereitstellen der Regelleistung eröffnet zusätzliche Einnahmequellen, was sich positiv auf die Wirtschaftlichkeit des ESS auswirkt. Die Vermarktung der Regelleistung eines Schwarms von ESS erfolgt durch Caterva.[1][2][3].

Das ESS ist inselfähig [1], kann also bei Störungen des Stromnetzes den Haushalt mit Strom versorgen, Nachladung durch die Photovoltaikanlage ist möglich. Endkunden können Informationen zu der ihnen zur Verfügung stehenden Energiemenge sowie Statistiken zu Lade- und Entladevorgängen anhand einer von Caterva entwickelten App [4] einsehen.

In einem durch das Bayerische Energieforschungsprogramm geförderten Pilotprojekt baut Caterva mit der N-ERGIE einen ersten Schwarm von ESS auf [5]. Geplant ist, weitere Projekte in Deutschland umzusetzen und aus den ESS ein virtuelles Kraftwerk mit zusammen 30 MW Leistung aufzubauen [1].

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 "Wirtschaftlicher als konventionelle Stromspeicher: Caterva: Schwarmspeicher nützt PV-Betreibern und Versorgern". Erschienen in der Fachpublikation Energie&Technik am 20.2.2015. Abgerufen am 16.4.2015.
  2. "Smart Grids und Energiespeicher - Ein Schwarm für die Energiewende". Erschienen in der Siemens-Publikation Pictures of the Future am 27.3.2015. Abgerufen am 16.4.2015.
  3. "Ein schlaues Sparschwein für den Sonnenstrom". Erschienen in Frankfurter Allgemeine Zeitung am 17.3.2015 (print) und am 21.3.2015 (online). Abgerufen am 16.4.2015.
  4. "Caterva App bei Google play". Abgerufen am 16.4.2015.
  5. "Die N-ERGIE – Gesellschaftliche Verantwortung". Website der N-ERGIE. Abgerufen am 16.4.2015.

Weblinks[Bearbeiten]

Offizielle Website der Caterva GmbH

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