Carbon-Scout

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Carbon-Scout unterstützt CO2-Compliance-Unternehmen bei der Bewertung von Handlungsmöglichkeiten zur Erreichung vorgegebener Emissionsziele im Europäischen Emissionshandelssystems (EU-EHS). Das Gemeinschaftsprojekt der Technischen Universität Braunschweig und der Stadtwerke München Gmbh (SWM) fokussiert auf die Analyse der Kosten und Risiken bei Beteiligungen an Clean Development Mechanism (CDM) - und Joint Implementation (JI) - Projekten.

Carbon-Scout
Logo
Ort München / Braunschweig
Leitung Carbon-Scout
Website http://www.carbon-scout.com

Beteiligung an Carbon-Scout ist über das offene Forum auf der projekteigenen Website möglich.

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund[Bearbeiten]

In der aktuellen politischen Diskussion ist unstrittig, dass der Ausstoß von Treibhausgasen zu einer Veränderung des Klimas führen wird. Daher hat sich die internationale Staatengemeinschaft zum Ziel gesetzt, diese Emissionen zu reduzieren und im Rahmen des Kyoto-Protokolls unterschiedliche Mechanismen eingeführt. Zentrales Element bilden dabei Zertifikate, die einen Gegenwert von einer Tonne Kohlendioxid pro Zertifikat tragen und die ein Emittent im Umfang seiner Emissionen nachweisen muss. Neben einem grenzüberschreitenden Handel dieser Zertifikate ist es möglich, durch internationale Klimaschutzprojekte Emissionszertifikate zu generieren. Die Mehrzahl der emissionshandelspflichtigen deutschen Unternehmen hat bisher zurückhaltend auf dem Markt für UN-Klimaschutzprojekte agiert. Mit der Vollversteigerung von CO2-Emissionsberechtigungen im Energiesektor ab 2013 könnte die Attraktivität von Beteiligungen an CDM - und JI - Projekten steigen. Eine Ersteigerung zu einem Preis von durchschnittlich €23 pro Zertifikat[1] würde die deutschen Energieversorger mit zusätzlichen Kosten in Höhe von ca. €5,8 Mrd. jährlich belasten. Diese Kosten könnten durch Beteiligungen an CDM-Projekten und Gutschriften von CO2-Zertifikaten gesenkt werden.

Das Projekt[Bearbeiten]

Vor diesem Hintergrund führen die Stadtwerke München Gmbh (SWM) gemeinsam mit dem Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen (HTEE) der TU Braunschweig eine Kosten- und Risikoanalyse von UN-Klimaschutzprojekten in Entwicklungs- und Schwellenländern durch. Als Ergebnis des Forschungsprojekts entsteht ein entscheidungsunterstützendes Modell, welches die Vorteilhaftigkeit von Regionen- und Technologieclustern für CDM - und JI - Projektbeteiligungen untersucht. Das Projekt unter dem Namen Carbon-Scout fokussiert auf die Untersuchung von CDM-Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien sowie der Energieeffizienz. Diese beruht auf einer Auswertung von bis zu 5.000 Klimaschutzprojekten[2], die bei der UN gemeldet sind. Derzeit erfolgt eine Fokussierung auf 13 Fokusländer.


Beteiligungsmöglichkeiten[Bearbeiten]

Über das kostenfreie Forum[3] auf der projekteigenen Website besteht die Möglichkeit, mit internationalen Projektentwicklern, Investoren, Technologieexperten sowie dem Carbon-Scout Team in Kontakt zu treten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Preiserwartung für EUAs im Jahr 2012. Quelle: PointCarbon: Carbon Market Brief October 2009, S. 6. Abrufbar unter: http://www.pointcarbon.com
  2. vgl. UNEP Risoe: CDM Pipeline Analysis and Database, January 1st, 2009. Abrufbar unter: http://www.cdmpipeline.org
  3. Carbon-Scout Forum 2010. Abrufbar unter: http://www.carbon-scout.com/forum

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