Bruno Hein

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Bruno Hein (* 8. November 1888 in Karlsbad; † 1955 in Reutlingen) war ein deutscher Maler.

Leben[Bearbeiten]

Er gehörte zu den "Sudetendeutschen", war aber schon früh im Rahmen seines Kunststudiums in ganz Europa zu Hause. Von Wiesbaden nahm ihn die Antwerpener Akademie auf, Professor Bouffier zählte ihn in Paris zu seinen Schülern. Schließlich führte ihn sein Weg zu Franz von Stuck in München, dessen Meisterschüler er war. Durch seine Reisen war Bruno Hein vielen künstlerischen Einflüssen zugänglich. Er selbst nannte Verlasques und Goya, die er im Madrider Prado studierte immer gleich neben von Stuck, wenn es um Einflüsse auf seine Technik ging.

Der spanische König ließ sich von Hein während eines mehrjährigen Aufenthalt in Spanien malen, Reisen nach Italien und USA erweiterten den künstlerischn Horizont und gaben neue Anregungen. In seiner Wahlheimat München faßte er schließlich festen Fuß in Schwabing nahe der Akademie für Künste. Als 1944 sein Atelier durch Bomben zerstört wurde und er sich mit seiner schwangeren Frau in München nicht mehr sicher fühlte, kam Bruno Hein nach Reutlingen. Dort machte er sich nach kurzer Zeit einen Namen als Meister des Portraits und "Maler schöner Frauen", obwohl er sich zuweilen auch mit Landschaften (Schwäbische Alb, Bayern) beschäftigte. Eines seiner bekanntesten Werke aus jener Zeit ist das Bild des Gemeinderats für das Reutlinger Rathaus.

Ende der 1950er-Jahre zog Bruno Hein aus familiären Gründen mit seiner Ehefrau Herta Hein, geb Jacobi und seinem Sohn Aleksander Hein nach Bad Harzburg. Dort starb Hein im Alter von 86 Jahren und wurde in Heiningen begraben.

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Leon Heck, Joachim Liebchen: Reutlinger Künstler-Lexikon : bildende Künstlerinnen und Künstler mit Bezug zu Stadt und Kreis Reutlingen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Noũs-Verlag der Kunsthandlung Heck, Reutlingen 1999, ISBN 3-924249-26-1 (293 S.).
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