Boje Arndt Kiesiel

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Boje Arndt Kiesiel (* 1973 in Lindau am Bodensee) ist ein deutscher Maler und Objektkünstler. Er lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten]

Boje Arndt Kiesiel wuchs in Travemünde auf. Den Einstieg in die Kunst fand er 1989 über das Graffito. Kurz darauf kam der Umschwung mit privatem Unterricht bei dem Maler und Kunstlehrer Johannes Westerhoff. Eine erste Ausstellung mit Aquarellen fand 1991 in Lübeck statt.[1]

2008 gehörte Boje Arndt Kiesiel zu den Gründungsmitgliedern des Off-Raums nachtspeicher23 e.V. in Hamburg,[2] den er bis 2010 mitbetrieb.[3] Von 2010 bis 2012 war er Mitglied des Künstlerhauses Wendenstraße in Hamburg.[3] Breit gestreute Aufmerksamkeit erzielte er 2012 mit seiner Arbeit Dove’s End, für welche er vom artcollectorsclub ausgezeichnet wurde.[4]

Seit 2012 lebt Boje Arndt Kiesiel in Berlin und ist seit 2015 Mitglied des Künstlerzentrums HB55 in Berlin-Lichtenberg.[5]

Werk[Bearbeiten]

Ein Großteil von Kiesiels Werk setzt sich kritisch mit der Konsumgesellschaft und deren Inszenierung auseinander. Immer hat seine Kunst ein aufdeckendes Moment, sie konfrontiert und greift unbequeme Tatsachen auf.

Kiesiels Malereien, Assemblagen, Installationen, Objekte und Zeichnungen riskieren den Blick unter die Oberfläche und finden in ausdrucksstarken Werken visuelle Entsprechungen kritischer Themen.

So präsentiert die Arbeit Dove’s End, eine ausgestopfte Taube, die im Kühlergrill eines Mercedes steckt. „Das Statussymbol und die darin verendende Taube soll für die alltägliche Konfrontation von Mensch und Konsum stehen. Denn nicht immer, und nicht für immer ist Ausweichen möglich.“[4]

Immer wieder finden sich in Kiesiels Werk auch Referenzen auf Lowbrow, seine Arbeiten finden sich in Ausstellungen mit Künstlern wie Fred Stonehouse, Ryan Heshka, Gregory Hergert, u. a. in den Ausstellungen der Don’t-Wake-Daddy-Reihe in der Galerie Feinkunst Krüger in Hamburg.[6] In der Ausstellung Intuition waren Arbeiten Kiesiels 2015 im Dialog mit Arbeiten von Joseph Beuys zu sehen.[7]

Einzelausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 2009: UTOP, Galerie Halb Acht, Hamburg[8]
  • 2009: Schwebezustand, nachtspeicher23, Hamburg
  • 2010: pling, Poly Galerie, Karlsruhe
  • 2010: beyond the night, Galerie Halb Acht, Hamburg[3]
  • 2011: Zombies, Galerie Halb Acht, Hamburg[9]
  • 2012: echoes, Affenfaust Galerie, Hamburg[10]

Gruppenausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 2012: Don’t wake daddy VII, Apokalypse how, Internationale Gruppenausstellung, kuratiert von Heiko Müller, Galerie Feinkunst Krüger, Hamburg[11]
  • 2012: Wendenstraße 45, Galerie Oelfrueh, Hamburg-Hammerbrook

Bibliografie[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Urbanshit: Interview mit dem Maler und Bildhauer Boje Arndt Kiesiel. 29. September 2015, abgerufen am 18. September 2020.
  2. Website Nachtspeicher23 e.V. Abgerufen am 18. September 2020.
  3. 3,0 3,1 3,2 Boje Arndt Kiesiel: Website Boje Arndt Kiesiel. Abgerufen am 18. September 2020 (englisch).
  4. 4,0 4,1 Martina Pock: Mit Taubenblut gegen die universelle Weichspülung. In: Süddeutsche Zeitung. 23. Februar 2012, abgerufen am 18. September 2020.
  5. Website HB55. HB55b Berlin, abgerufen am 18. September 2020.
  6. Ausstellung „Don’t Wake Daddy“, 2019, Galerie Feinkunst Krüger. Abgerufen am 20. September 2020.
  7. Ausstellung INTUITION. Abgerufen am 18. September 2020.
  8. Producers Art Platform. Abgerufen am 18. September 2020.
  9. Vita Boje Arndt Kiesiel. Abgerufen am 18. September 2020.
  10. Boje Arndt Kiesiel 'echoes'. Abgerufen am 25. September 2020.
  11. Don't Wake Daddy VII - Apocalypse How - Feinkunst Krüger. Abgerufen am 25. September 2020.
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