Bernd Josef Bartolome

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Bernd Josef Batolome, Selbstbildnis
Bernd Josef Bartolome, Selbstbildnis, 2012

Bernd Josef Bartolome, (* 8. November 1966 in Stuttgart) ist ein deutscher Unternehmer, bildender Künstler und Lyriker.

Leben[Bearbeiten]

Bernd Josef Bartolome studierte von 1983 bis 1990 Bildende Kunst, Kunstgeschichte, Architektur und Software-Entwicklung im Bereich Digital Imaging. Er lebt und arbeitet in Paris und Deutschland.

Künstlerisches Werk[Bearbeiten]

Zwischen 1983 und 1990 entsteht ein umfangreiches Werk, das sich etwa dem abstrakten Expressionismus ebenso annähert wie der Farbfeldmalerei. Ab 1990 nähert er sich der Prozess- und Konzeptkunst an. Es entstehen insbesondere Lichtexperimente: Durch Lichteinwirkung werden abstrakte Strukturen auf, mit lichtempfindlicher Gelatine behandelten, Bildgrundträgern fixiert (Leinwand). So wird das Kunstwerk zeitlich befristet, indem es sich durch die Einwirkung von UV-Licht allmählich selbst auflöst. Hier tritt die Idee des Kunstwerks in den Vordergrund, nicht aber seine Ausführung, respektive das Kunst-Produkt. „Das Ziel ist die Entmaterialisierung des Kunstwerks und Einbeziehung des Betrachters selbst.“ Seit 1996 werden neue Medien in den Arbeitsprozess integriert. Produkt dieser umfangreichen Werkgruppe („YELLOW“) sind schwarze Strukturen auf gelb pigmentierten Bildträgern.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Computerlinguistik[Bearbeiten]

Bartolome schuf experimentelle Arbeiten im Bereich der literarischen Verarbeitung von Texten mit den Mitteln der Computerlinguistik. Er wirkt hier mit dem Zürcher Arzt, Ägyptologen und Pionier der Computerlinguistik Ulrich Gaudenz Müller zusammen.

Kunstkritik und Rezeption[Bearbeiten]

Ob Braque, Beuys oder Baselitz, die Wurzeln der künstlerischen Aussage liegen bei Cézanne, Klee oder Mondrian. Diese haben ihrerseits eine lange Tradition künstlerischen Schaffens verarbeitet. Bartolome hat so etwas wie ein Modul künstlerischer Mittel gefunden und entwickelt. Er hat die Gussformen, denen die Expressionisten oder Konstruktivisten, die Hard-Edge-Maler oder die jungen Wilden ihre Kompositionen und Bildgegenstände entnommen haben, formuliert. Dieser ästhetische Generalbass und Bartolomes Begabung befähigen ihn, den Prozess der Malerei dieses Jahrhunderts in bildlichen Ausdrucksformen nachzuvollziehen.

Indem Bartolome die traditionellen und aktuellen künstlerischen Mittel in Dynamik und Aussagekraft begriffen hat und auch ästhehtisch umzusetzen vermag, kann er diese in seinem künstlerischen Experiment für eine neuartige Kunstform, die jenseits von „Leinwand“ und „Objekt“ steht, nutzen. Bartolomes Arbeiten sind in diesem Sinne, wie Ernst Bloch sagen würde, „mit Zukunft beladen“ und verweisen auf wichtige Aspekte der „Kunst des 21. Jh.“[1]

Unternehmerische Tätigkeit[Bearbeiten]

Aus der Arbeit im Umfeld der Computerlinguistik entwickelte Bartolome ein Print on Demand-Verfahren. Dieses Verfahren wurde „PiX iT“ genannt und ermöglicht unter anderem das Books on Demand-, aber auch andere Produktionsverfahren, die den Auflagendruck überwinden und die personalisierte und wirtschaftliche Produktion von Printprodukten ab einem Exemplar ermöglichen. Aus dieser Technologie entwickelte sein Unternehmen „PiX iT“ eine Web-to-Print-Anwendung, die das Erzeugen und Vermarkten von individualisierten Druckvorlagen und damit eine Just-in-time-Produktion ermöglicht.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bernd Josef Bartolome – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ARTnews, Vol.91, No.10; December, 1992
  2. Gerhard Märtterer: Der Einsatz von 3D-Darstellungen bei der Mass Customization. In: egoo.de. 19. Januar 2011, abgerufen am 25. April 2015 (Interview mit Geschäftsführer Bernd Bartolome (PiX iT)).
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