Beobachterfabel

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Die Beobachterfabel ist eine von Marcel Bohnert verfasste Tierfabel, die das korrekte Verhalten von Beobachtern – hier implizit das von Militärbeobachtern – thematisiert. Der Autor führt in mehreren Artikeln aus, dass es sich hierbei um eine „unter Militärbeobachtern verbreitete Erzählung“ handelt [1] – de facto ist man vor ihrer Publikation allerdings relativ selten auf die Fabel gestoßen.

Fabeltext[Bearbeiten]

Eine Eule saß auf einem Baum und beobachtete die Umgebung. Ein Hase kam vorbei. „Was tust du da?“, fragte er die Eule. Die Eule antwortete „Ich beobachte“. Der Hase setzte sich unter den Baum und fing ebenfalls an, die Umgebung zu beobachten. Alsbald kam ein Fuchs vorbei und sah den Hasen unter dem Baum sitzen. „Was tust du da?“, fragte er den Hasen. „Ich beobachte“ antwortete dieser. Der Fuchs dachte nicht lange nach und verspeiste den Hasen mit Haut und Haaren. Nachdem er ihn gefressen hatte, schaute er hoch zur Eule und fragte sie, warum der Hase unter dem Baum saß und sich so leicht hatte fressen lassen. „Weil er seine Aufgabe als Beobachter nicht verstanden hat“, antwortete die Eule.

Interpretation[Bearbeiten]

Militärbeobachter sind unbewaffnete Blauhelme der United Nations, die zur strikten Neutralität gegenüber den Konfliktparteien in der jeweiligen Krisenregion verpflichtet sind. Aus diesen Rahmenbedingungen ergibt sich eine besondere Gefahr für ihr eigenes Leib und Leben während eines Einsatzes. In der Fabel soll darauf hingewiesen werden, dass sich die Aufgabe eines Militärbeobachters zwar vorrangig auf das Beobachten erstreckt, dieses aber nur unter Einhaltung bestimmter Prinzipien bzw. Anwendung besonderer Verhaltensregeln und Verfahrensweisen erfolgen kann. Nach dem Grundsatz »Safety first« stellt die Eigensicherung das Fundament eines Beobachtereinsatzes dar. Der (leichtsinnige) Hase in der Fabel hat diesen offenbar vernachlässigt. Die (kluge) Eule hingegen hat sich einen hochgelegenen und dadurch sicheren Platz gesucht, um ihre Aufgaben wahrzunehmen. Während der Hase sich angreifbar gemacht hat und vom Fuchs gefressen wird, bleibt die Eule in ihrer Position unbehelligt.

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Marcel Bohnert. Panzergrenadier ohne Waffe. Die Ausbildung zum UN-Militärbeobachter. S. 35


[1]

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