Bayerische Museumsakademie

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Die Bayerische Museumsakademie ist eine 2011 gegründete Aus-, Fort- und Weiterbildungsinstitution, die sich den wesentlichen Feldern der Museumsarbeit widmet. Sie ist eine gemeinsame Gründung des Lehrstuhls für Bayerische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und des Museumspädagogischen Zentrums (MPZ), wo sich Sitz und Geschäftsstelle befinden. Sie richtet sich gleichermaßen an Mitarbeiter von Museen, Kulturvermittler, Lehrkräfte, pädagogisches Fachpersonal, Referendare und Studierende.

Organisation und Zielsetzung[Bearbeiten]

Die Geschäftsstelle der Bayerischen Museumsakademie befindet sich im MPZ. Die Institution arbeitet mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst und des Referats für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München. Kooperationen mit Museen, verschiedenen museumspädagogischen Einrichtungen, Universitäten, Hochschulen und Institutionen der Lehrerfortbildung bilden eine Grundlage für die Arbeit der Bayerischen Museumsakademie. Zielsetzung ist neben der wissenschaftlich fundierten, praxisbezogenen Fort- und Weiterbildung der Veranstaltungsteilnehmer/innen auch der Ausbau der Bildungskooperation zwischen Schulen und Museen.

Veranstaltungsformate und -themen[Bearbeiten]

Veranstaltungsformate sind Fachtagungen, Exkursionen, Vorträge und Workshops. Die Frühjahrs- und Herbstakademien sind mehrtägige Veranstaltungen, die auch mit Exkursionen verbunden sein können. Hierbei werden Fragestellungen der Museumskunde behandelt und jeweils unterschiedliche Themenschwerpunkte gesetzt (z.B. Besucherforschung, Museen im ländlichen Raum, Schule und Museum, Kulturelle Bildung, digitale Medien oder Leitbilder in Museen). Im Rahmen von eintägigen Fachtagungen oder Abendvorträgen sprechen Referenten aus dem In- und Ausland über aktuelle Themen der Museumsarbeit (z.B. Markenidentität, zielgruppenorientierte Vermittlung, Theater und Museum). Museen selbst haben darüber hinaus die Möglichkeit, über die Bayerische Museumsakademie einen interessierten Kreis einzuladen, um gemeinsam Konzepte und Planungen zu diskutieren und gegebenenfalls weiterzuentwickeln. Zur Aus-, Fort- und Weiterbildung von Kulturvermittlern werden eintägige Workshops angeboten, die sich vermittlungstheoretischen Fragestellungen und praxisorientiert museumspädagogischen Methoden widmen.

Ein weiterer Programmschwerpunkt sind Exkursionen zu Museen oder Ausstellungen im In- und Ausland, wie etwa nach Wien, Prag, das Ruhrgebiet oder Oberfranken.

Um eine Kooperation zwischen Schulen und Museen zu fördern, bietet die Bayerische Museumsakademie für Lehr- und Erziehungskräfte aus den Regierungsbezirken Bayerns den mehrmonatigen Kurs „Zusatzqualifikation Museumspädagogik“ an. Die Schulung besteht aus mehrtägigen Fortbildungen, die Einblicke in die museumspädagogische Arbeit geben und praxisorientierte Vermittlungsarbeit vorstellen. Am Ende des Kurses entwickeln die Teilnehmer ein eigenes regionales museumspädagogisches Projekt und erhalten ein Zertifikat.

Kooperationspartner[Bearbeiten]

Die Bayerische Museumsakademie arbeitet mit Partnern wie europäischen Universitäten, Schulen und Museen zusammen. So zum Beispiel u.a. mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München, dem Lehrstuhl für Kunstpädagogik der Universität Augsburg, dem Lehrstuhl für Museologie und materielle Kultur der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, der Landesvereinigung für kulturelle Bildung Bayern e.V. (LKB:BY), dem Kulturpädagogische Zentrum Nürnberg (KPZ) und der Abteilung Museen der Provinz Bozen – Südtirol.

Weblinks[Bearbeiten]

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