Baugenossenschaft der Buchdrucker

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Die Baugenossenschaft der Buchdrucker eG ist eine Wohnungsbaugenossenschaft in Hamburg mit 1.782 Wohnungen.

Baugenossenschaft der Buchdrucker eG
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Rechtsform eingetragene Genossenschaft
Gründung 1927
Sitz Hamburg
Leitung Leitung: Vorstand: Frank Seeger, Joachim Thorns, Aufsichtsratsvorsitzender: Bernd Sandmann
Mitarbeiter 19 (2010)
Branche Wohnungsbaugenossenschaft
Website http://www.buchdrucker.de Website http://www.buchdrucker.de

Geschichte[Bearbeiten]

Am 27. September 1927 kamen im Hamburger Stadtteil Dulsberg sieben Männer zusammen, die angesichts der herrschenden Wohnungsnot zur Selbsthilfe griffen und mit dem Gemeinnützigen Bauverein für Kleinwohnungen von Groß-Hamburg eine Baugenossenschaft gründeten. Mit einem Startkapital von 350 Reichsmark wurde ein Bauprojekt am Braußpark im Stadtteil Hamm in Angriff genommen, das mit knapp 200 Wohnungen einen Finanzbedarf von 1,25 Millionen Reichsmark aufwies. Bereits im Frühjahr 1930 konnten die Wohnungen bezogen werden. Die Realisierung war auch dadurch möglich geworden, dass die Wohnungsbauer sich der Unterstützung des Verbands Deutscher Buchdrucker versicherten und Facharbeiter des Druckgewerbes für das Wohnungsprojekt gewinnen konnten. Dementsprechend erfolgte am 29. Dezember 1929 die Umbenennung in Baugenossenschaft der Buchdrucker eG.

Nur unter größten Schwierigkeiten konnte die Baugenossenschaft in der Weltwirtschaftskrise die begonnenen Bauprojekte zu Ende führen. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste Max Cohn wegen seiner jüdischen Herkunft als Vorstandsmitglied ausscheiden. Der Genossenschaftsgründer, Rudolf Schmidt, blieb als Vorstand und Geschäftsführer zunächst im Amt, wurde dann aber 1934 durch einen Senatsbeschluss seines Amtes enthoben und durch Arthur A. Hoffmann ersetzt. Hoffmann amtierte bis 1951 und leitete nach Ende des Zweiten Weltkrieges den Wiederbau der Genossenschaftswohnungen ein. Nur 20 der 278 Wohnungen hatten den Krieg überstanden. Unter neuer Leitung wurde die Bautätigkeit zunächst im Stadtteil Barmbek ausgedehnt, so dass der Bestand bis Ende 1959 auf 682 Wohnungen anwuchs. Mit weiteren Projekten, die sich auf verschiedene Stadtteile verteilten, erreichte die Baugenossenschaft Mitte der 1990er Jahre einen Bestand von 1676 Wohnungen.

Aktuelles[Bearbeiten]

Mit dem Wechsel an der Vorstandsspitze, Frank Seeger Vorstand seit 2005 und Joachim Thorns seit Ende 2004, wurden in der Baugenossenschaft neue Akzente gesetzt. Nach 13 Jahren konnte 2009 wieder ein Neubauvorhaben mit 32 Wohnungen in Ohlsdorf realisiert werden. Es folgte ein Bauprojekt in Poppenbüttel mit 34 Wohnungen und zum ersten Mal wurden 17 Reihenhäuser errichtet. Nach dem Ankauf einer Wohnanlage mit Verwaltungstrakt verlegte die Baugenossenschaft ihre Geschäftsstelle Ende 2008 in die Steilshooper Straße 94, Barmbek. Die Maßnahmen zur Modernisierung der Wohnungen und die Fassadendämmung des Altbestands fanden in der Fachwelt Anerkennung. Nachdem die Fassadengestaltung des Hochhauses in der Korachstraße 65 2009 ausgezeichnet worden war, erhielt die Baugenossenschaft den zweiten Preis für die Häuser Starstraße 28-36 beim Deutschen Fassadenpreis 2010. Für ihr Engagement im Stadtteil insbesondere mit der Fraenkelschule wurde die Baugenossenschaft der Buchdrucker eG im Dezember 2010 mit dem SchulMerkur, den Schulpreis der Hamburger Wirtschaft, ausgezeichnet.

Ende 2010 hatte die Baugenossenschaft der Buchdrucker eG 1782 Wohnungen und 2404 Mitglieder.

Organisationsstruktur[Bearbeiten]

Die Baugenossenschaft der Buchdrucker eG ist eine eingetragene Genossenschaft. Rechtsgrundlagen sind das Genossenschaftsgesetz und die von der Vertreterversammlung der Baugenossenschaft der Buchdrucker eG erlassene Satzung. Organe der Baugenossenschaft sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Vertreterversammlung. Die Vertreterversammlung besteht aus gewählten Mitgliedern der Genossenschaft, welche die anderen Mitglieder vertreten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Holger Martens, Baugenossenschaft der Buchdrucker eG 1927-2002. 75 Jahre Genossenschaftlicher Wohnungsbau, Hamburg 2002
  • Geschäftsberichte 2008, 2009, 2010

Weblinks[Bearbeiten]

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