Barbara Götte

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Barbara Goette

Barbara Götte (* 26. Juli 1908 in Naumburg (Saale); † 23. Oktober 1997 in Adelaide, Südaustralien) war eine deutsche und nach ihrer Auswanderung australische Mathematikerin und Lehrerin. Bis 1943 war sie in Bremen die Privatsekretärin des Kaffee HAG Erfinders Ludwig Roselius.

Leben[Bearbeiten]

Götte machte ihr Abitur 1928 in Kassel und begann ihr Studium der Fächer Mathematik, Physik und Philosophie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg and ging später an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, wo sie im Wintersemester 1934/1935 ihren Abschluss machte. Während der Hochzeitsfeierlichkeiten für ihren Bruder, der sich mit der jüngsten Tochter von Ludwig Roselius verheiratet hat, lernte sie den Bremer Unternehmer kennen. Dieser hatte sich seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts durch die Erfindung des Kaffee HAG und die Unterstützung von Künstlern wie Paula Modersohn-Becker und Bernhard Hoetger einen Namen gemacht. Des Weiteren ließ er in Bremen die Böttcherstraße erbauen.

1936 wurde Roselius die Mehrheit am Bremer Flugzeugbauer Focke-Wulf angeboten und Roselius entschloss sich Barbara Götte als Privatsekretärin und Assistentin einzustellen. In den Jahren bis zu seinem Tod 1943 wurde Götte seine engste Mitarbeiterin und Vertraute. Sie ging 1944 nach Berlin, um dort an der heutigen Humboldt-Universität die englische Sprache zu unterrichten. Kriegsbedingt zog sie nach Kiel um, um dort zu promovieren. Dort lernte sie J. P. Leidig kennen. Das Paar heiratete im Februar 1945. Unmittelbar nach Kriegende arbeitete Götte als Übersetzerin für die US-amerikanische Miltärpolzei im bayerischen Gunzenhausen.

Im Jahre 1950 wanderte die Familie aus und ließ sich in Adelaide im australischen Bundesstaat Südaustralien nieder. Nach dem Tod ihres Mannes 1957 wurde Götte, die nicht erneut heiratete, 23 Jahre lang Mathematiklehrerin an der St Peter's Woodlands Grammar School. Bis zum Alter von 81 Jahren arbeitete sie als Mathematiklehrerin in den Vorbereitungsklassen am Muirden College in Adelaide.

Götte hatte zwei Söhne, von denen Ludwig ihre Lebensgeschichte niederschrieb und 2013 in Buchform veröffentlichte.

Veröffentlichung[Bearbeiten]

  • Barbara Götte: Ludwig Roselius. Ein Nachruf. In Bremisches Jahrbuch, Band 43, Bremen 1951, S. 478-487 (erste Seite, Universitätsbibliothek Bremen)[1]

Quelle[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rezipiert in: Ursula M. Becker: Kaffee-Konzentration: Zur Entwicklung und Organisation des hanseatischen Kaffeehandels, Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 978-3-515-07916-7
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