BERGFÜRST

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BERGFÜRST ist die erste Crowdinvesting-Plattform, auf der Privatinvestoren sich mit kleinen Beträgen am Eigenkapital von innovativen Unternehmen in der Wachstumsphase beteiligen können.[1]

BERGFÜRST
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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung Dezember 2011
Sitz Berlin
Leitung * Dr. Guido Sandler (Gründer & CEO)
  • Dennis Bemmann (Gründer & CTO)
Branche Finanzdienstleistung
Produkte Crowdinvesting-PlattformVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website bergfuerst.com

Ab Q1 2013 wird BERGFÜRST jedem Internet-Nutzer ermöglichen, schon ab 250,--€ in junge Unternehmen seiner Wahl zu investieren und diese Beteiligungen anschließend auf einem elektronischen Handelsplatz wie an einer Börse zu handeln. Wachstumsunternehmen können eine bankenunabhängige Fnanzierung zwischen € 2-5 Millionen mit privaten Investoren im Austausch für Aktien durchführen.

BERGFÜRST ermöglicht damit erstmals einer breiten Investorenbasis den Zugang zu Investments für Unternehmen in der zweiten oder dritten Finanzierungsrunde - eine Anlageklasse, die bei Einstiegssummen von mehreren zehntausend Euro bisher nur institutionellen Anlegern wie Venture Capital und Private Equity Gesellschaften zugänglich war.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, hat BERGFÜRST als erstem Crowdinvesting-Anbieter Deutschlands die Erlaubnis erteilt, den Börsenhandel mit Aktien von Jungunternehmen anzubieten.[2]

BERGFÜRST hat seinen Sitz in Berlins 'Silicon Allee'.[3]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

BERGFÜRST wurde am 9. Dezember 2011 von Dr. Guido Sandler und Dennis Bemmann gegründet und am Tag der Cofunding-Konferenz, am 4. Mai 2011 lanciert.

Sandler und Bemmann sind keine Unbekannten in der Startup-Welt: Letzterer gründete das Sozialnetzwerk StudiVZ und übernimmt bei BERGFÜRST nun die Rolle des CTO. Guido Sandler kümmert sich als CEO um das, was er am besten kann – Börsengänge vorbereiten und Eigenkapital für Unternehmen beschaffen. Seit rund 25 Jahren ist er im Geschäft und hat vor BERGFÜRST die Berliner Effektenbank und die E-Trade Bank, einen Internet Discount Broker, gegründet.[4] Beide gemeinsam führen den Vorstand der Aktiengesellschaft.

Ein Pornofilm - Hotel Desire - stand bei der BERGFÜRST AG am Beginn der Geschichte. Guido Sandler hatte einen Zeitungsbericht über die kreative Finanzierung des Erotik-Streifens gelesen: Die Macher hatten das Geld per Crowd-Funding eingesammelt – über das Internet. Sandler und Bemmann waren elektrisiert. Sie entschieden, das Modell der Crowd zur Finanzierung von Unternehmen zu nutzen.[5]

Dennis Bemmann und Guido Sandler wollen das Prinzip der Crowd auf die Risiko-Unternehmensfinanzierung ausweiten. „Die Demokratisierung von Venture Capital" nennt Bemmann das. Jeder Internet-Nutzer soll sich an jungen aber bereits im Markt etablierten Unternehmen beteiligen können, die wachsen wollen – ab einem Betrag von 250 Euro. Eine riskante Anlageform, die nach Auffassung der beiden Geschäftspartner aber auch große Chancen bietet.[5]

BERGFÜRST ist das bisher einzige Unternehmen, dass die Finanzierung im Millionenbereich mit Eigenkapital durch Aktien für Startups und andere junge, wachsende Unternehmen anbieten kann.[2] Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistung, kurz BaFin, hat der Crowdinvesting-Plattform hierfür im Oktober die Erlaubnis erteilt. In Kürze soll deshalb die erste Emission erfolgen. Das Lizenzierungsverfahren hatte mehrere Monate gedauert.[2]

Rund 4000 Nutzer haben sich bereits auf der Plattform angemeldet, obwohl noch kein Unternehmen dort vertreten ist. 95 Prozent der registrierten Nutzer sind Männer – und sie teilen sich in zwei Alterskohorten auf: Junge technikaffine Anleger, die mit der Risikoanlage „spielen" wollen – und Nutzer Mitte bis Ende 40, die BERGFÜRST nutzen wollen, um einen kleinen Teil ihres Vermögens in riskantes Wagniskapital zu investieren.[5]

Funktionen[Bearbeiten]

BERGFÜRST ist ein Online-Marktplatz und zugleich ein Netzwerk für Investoren und Firmen. Anders als bei anderen Crowdinvesting-Plattformen erwirbt der Investor bei BERGFÜRST keine stille Beteiligung, sondern Aktien an den Unternehmen, die danach auf der Plattform handelbar sind. Anlageberatung macht BERGFÜRST nicht. Doch nicht jedes Unternehmen kommt auf die Plattform. Im Blick hat man kleine und mittelständische Firmen, die schon ein Produkt oder eine Dienstleistung am Markt haben, die also gezeigt haben, dass ihr Geschäftsmodell funktioniert und die nun Geld brauchen, um zu wachsen.[1] Die von BERGFÜRST begleiteten Unternehmen haben somit bereits eine Round-A-Finanzierung mit Business Angel beziehungsweise VC hinter sich.[6]

Dabei müssen die Unternehmen zunächst in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden und dann mithilfe von Wirtschaftsprüfern einen Wertpapierverkaufsprospekt erstellen. In kleinen Videos stellen die Unternehmer dann ihr Team und ihr Geschäft vor.[1] Das umsetzbare Finanzierungsvolumen ist praktisch unbegrenzt. Angestrebt werden Volumina von zwei bis fünf Millionen Euro in der ersten Phase.[6]

Auch nach der Emission sind die Firmen zur Transparenz verpflichtet. Sie sollen über die eingesammelten Gelder in quartalsweise veröffentlichen Berichten Rechenschaft ablegen – darunter Gewinn- und Verlustrechnung, Cashflow und Lagebericht. Über wichtige Ereignisse müssen sie alle Aktionäre gleichzeitig per Ad-hoc-Mitteilung auf der Website und per E-Mail informieren. Ein regelmäßiges von BERGFÜRST veranstaltetes Info-Forum soll Emittenten und Aktionäre zentral zusammenbringen. BERGFÜRST will sich mit den selbst auferlegten Regeln nahe an Börsenreglements orientieren.[5]

Die Aktien werden ausschließlich bei BERGFÜRST gehandelt. So entsteht ein Kurs, den BERGFÜRST öffentlich machen will. Anders als an der Börse bleiben die handelnden Aktionäre nicht anonym, sondern sind dem Emittenten stets bekannt. Das können die Gesellschaften für direktes Marketing nutzen. Ihre Aktionäre erreichen die Unternehmen per E-Mail – und könnten sie animieren, auf Social-Media-Kanälen für sie zu werben.[5]

Kooperationen[Bearbeiten]

BERGFÜRST ist Mitglied im Interessenverband Next Finance Alliance (NFA), ein Zusammenschluss junger und innovativer Next Generation Finance Unternehmen, sowie im Bundesverband Deutsche Startups e.V. i.G.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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