Bürger für Beethoven

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Der Verein Bürger für Beethoven e. V. ist eine bürgerschaftliche Initiative zur Beethovenpflege in Deutschland mit Sitz in Ludwig van Beethovens Geburtsstadt Bonn, wo dieser 22 Jahre lebte.

Bürger für Beethoven e. V.
Zweck: Förderung der Musik Ludwig van Beethovens und seines Andenkens in seiner Geburtsstadt Bonn
Vorsitz: Stephan Eisel
Gründungsdatum: 1993
Mitgliederzahl: 1300
Sitz: Bonn
Website: buergerfuerbeethoven.de

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Der Verein wurde 1993 als Bürgerinitiative gegründet, um das 1845 von Franz Liszt begründete Beethovenfest fortzuführen. Der Bonner Rat hatte 1993 auch aufgrund der angespannten Haushaltslage die Zuschüsse für das zuvor unter städtischer Trägerschaft stattfindende Beethovenfest gestrichen und damit de facto das Ende des Beethovenfestes beschlossen. Die Bürger für Beethoven organisierten von 1996 bis 1998 drei mal den „Beethoven-Marathon“, ein privates Beethovenfest. Die grosse Unterstützung in der Bevölkerung führte zu einer Meinungsänderung im Bonner Rat: 1998 wurde von der Stadt Bonn und der Deutschen Welle die Internationale Beethovenfeste Bonn gGmbH[1] als Trägergesellschafter und Veranstalter für ein nun jährlich stattfindendes Beethovenfest gegründet.[2][3]

Aktivitäten[Bearbeiten]

Zweck des Vereins ist laut Satzung „die Förderung der Musik Ludwig van Beethovens und seines Andenkens in Bonn“. Zu den Aktivitäten des Vereins gehören u. a. seit 2003 der zunächst regionale, inzwischen überregionale Jugendwettbewerb „Beethoven Bonnensis“ (zu den Preisträgern gehört u. a. die Geigerin Judith Stapf), das Projekt „Offen für Beethoven“ für Grundschulen aus Bonn und Umgebung, ein Schaufenster-Wettbewerb von Bonner Geschäftsinhabern zum Beethovenfest und der aus Infotafeln bestehende Beethoven-Rundgang in Bonn.[4]

Seit 2004 verleiht der Verein einen „Beethovenring“ genannten Preis an einen der fünf jüngsten Künstler des Beethovenfestes, die ein Werk von Ludwig van Beethoven interpretieren. Bisherige Preisträger waren Gustavo Dudamel (2004), Julia Fischer (2005), Lisa Ba­tiashvili (2006), Giorgi Kharadze (2007), Lauma Skride (2008), Teo Gheorghiu (2009), Sergei Khachatryan (2010), Premysl Vojta (2011), Philippe Tondre (2012) und Ragnhild Hemsing (2013)[5].

2013 stellte der Verein den Antrag, „Ludwig van Beethoven als Bestandteil lebendiger Alltagskultur der Menschen in Deutschland und in der Welt“ in die UNESCO-Liste des immateriellen Weltkulturerbes aufzunehmen.[6]

Der Verein engagiert sich besonders für das Festspielhaus Beethoven in Bonn. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vorbereitung des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven 2020, der auf Vorschlag des Vereins 2013 Eingang in die Koalitionsvereinbarung der Regierungsparteien im Bund fand. Dort heisst es: “Der 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven im Jahr 2020 bietet herausragende Chancen für die Kulturnation Deutschland im In- und Ausland. Deshalb ist die Vorbereitung dieses wichtigen Jubiläums eine nationale Aufgabe.“[7]

Der Verein wurde 2006 mit dem Bürgerpreis der Stadt Bonn „Kultur verbindet“ ausgezeichnet.

Der Verein hat 1.300 Mitglieder.[8]

Prominente Mitglieder[Bearbeiten]

Gründungs- und Ehrenvorsitzender ist der ehemalige Leiter der Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes Barthold C. Witte. Zu den Mitgliedern gehören u.a. Pavel Gililov, der ehemalige Intendant der Deutschen Welle Erik Bettermann, die Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber, Claudia Lücking-Michel, Elisabeth Winkelmeier-Becker, die Europaabgeordneten Alexander Graf Lambsdorff, Axel Voss, der ehemalige Leiter der RIAS Big Band Berlin Jiggs Whigham, der Präsident der Stiftung Haus der Geschichte Hans Walter Hütter, der Direktor des Beethoven-Hauses Malte Boecker, der Mathematiker Bernhard Korte und die Intendantin der Tonhalle-Gesellschaft Zürich Ilona Schmiel.

Vorsitzender ist seit 2013 der ehemalige Bonner Bundestagsabgeordnete Stephan Eisel. Dem Vorstand gehören u. a. der ehemalige Post-Manager Walter Scheurle und der Pianist Michael Korstick an.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Beteiligungsbericht der Stadt Bonn 2012
  2. Manfred van Rey, Bonner Bürger retten Beethovens Fest, Bonn 2004, Seite 12
  3. Beethovenfest Bonn abgerufen am 26. Juli 2014
  4. "Auf den Spuren Beethovens" In: Kölnische Rundschau 4. September 2013
  5. "Beethovenring an Ranghild Hemsing" In: Süddeutsche Zeitung 25. Februar 2014.
  6. Beethoven soll immaterielles Kulturerbe werden. In: Die Welt 29. November 2013.
  7. Beethoven im Koalitionsvertrag In: "Deutsche Welle" 28. November 2013
  8. Bürger für Beethoven, Jahrbuch 2012 mit namentlicher Mitgliederliste

Weblinks[Bearbeiten]

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