Axel C. Gross

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Axel C. Gross mit Ehefrau Gisela Gross-Decker (2011)

Axel C. Gross (* 1947 in Neunkirchen (Saar)) ist ein deutscher Zeichner, Maler und Kunstpädagoge.

Leben[Bearbeiten]

Das künstlerische Talent von Axel C. Gross wurde früh von dem saarländischen Kunstmaler Karl Hock entdeckt. Als Schüler des saarländischen Künstlers Günter Brockhoff wurde Gross grundlegend geprägt und gefördert. Als Mitglied des Neunkircher Künstlerkreises, unter anderem in dessen Vorstand, wurden seine Werke erstmals öffentlich präsentiert. Während des Studiums der Kunst- und Werkerziehung in Saarbrücken haben Erwin Steitz und Dieter Trost besonders seine Begabung für die grafischen Techniken unterstützt.

Seit 1967 arbeitet er im saarländischen Schuldienst im Bereich Bildende Kunst. Gross leitete zudem verschiedene Seminare und Kunstkurse, Lehrerfortbildungen und Studienreisen. Als Stipendiat der Saarländischen Landesregierung reiste er nach Séguret in der Provence. Weitere Studienreisen führten unter anderem nach Algerien, Spanien, Portugal, Niederlande, durch den Balkan, in die Türkei sowie in die Vereinigten Staaten.

Im Jahr 1974 lud er Künstler aus dem Saar-Lor-Lux-Raum und aus Rheinland-Pfalz in die Gemeinde Nohfelden ein und eröffnete das erste „Symposion der Landschaft“. Um dem Treffen einen dauerhaften Rahmen zu geben, entwickelte Gross mit Hans-Georg Raab das Konzept des Kunstzentrums Bosener Mühle am neugeschaffenen Bostalsee. Bis heute finden in der Bosener Mühle Kunstkurse, Konzerte, Lesungen, Kleinkunst und Theater ihren Raum. Die Mühle selbst wurde nach Plänen von Gross im Stil eines regionaltypischen Bauernhauses erhalten.

Axel C. Gross ist seit 40 Jahren mit der Keramikerin Gisela Gross-Decker verheiratet, das Paar hat vier Kinder. Lebensmittelpunkt ist ein 1816 erbautes und aufgrund umfangreicher Restaurationsarbeiten denkmalgeschütztes Fachwerk-Bauernhaus in Meckenbach im Landkreis Birkenfeld. Dort befinden sich auch die Ateliers beider Künstler.

Werk[Bearbeiten]

Gross bevorzugt die realistische Malerei, bearbeitet aber auch abstrakte Motive. Sein Markenzeichen ist der zeichnerische Stil, den er meisterlich beherrscht und mit Akribie durchführt. Für diverse Verlage illustrierte er Kinder- und Schulbücher, weiterhin zeichnete und malte er Rekonstruktionen denkmalgeschützter Objekte, die den denkmalpflegerischen Institutionen als Vorlagen für die jeweiligen Restaurierungen dienten. Alte Häuser, Läden und Fassaden sind die bevorzugten Motive seiner Bilder. Die Auswahl dieser Motive ist nicht alleine von dem ästhetischen Empfinden des Künstlers bestimmt, er möchte sich mit der Dokumentation alter Häuser und Ensembles gegen die Tendenz auflehnen, gewachsene Strukturen einem „gedankenlosen Zeitgeist zu opfern“ (Gross). Für ihn ist das Haus ein Heim, sozusagen die „dritte Haut des Menschen“, die die Seele seiner Bewohner widerspiegelt. In diesem Sinn „portraitiert“ Gross in seinen meisterlichen Bleistiftzeichnungen und naturalistischen Aquarellen seine Objekte und gibt ihnen ihren eigentlichen Wert und ihre Würde zurück. Die Vorlagen für seine Objekte findet er vorwiegend in der näheren Umgebung seines Heimatortes und im Saar-Lor-Lux-Raum.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Illustrationen

  • Annemarie Morawietz: Emil Plusterdicks luftige Europareise. Europa Union, Niederkassel 1980.
  • Erlauschtes und Erlebtes. Erzählt von Heinrich Klein. Verein für Heimatkunde Nonnweiler, Nonnweiler 1982. (Otzenhausener Hefte zur Heimatgeschichte, Band 4)
  • Karl Wilhelm (Hrsg.): Sagen aus dem Hochwald. Verein für Heimatkunde, Nonnweiler 1987. (Otzenhausener Hefte zur Heimatgeschichte, Band 21)
  • Peter M. Lupp (Hrsg.): Denk-mal Bauernhaus. Die Geschichte von Uhrmacher Otto’s Haus in Püttlingen. Stadtverband Saarbrücken, Saarbrücken 1996, ISBN 3-923405-07-3
  • Fred Oberhauser (Hrsg.): Einatmen will ich die Zeit. Ein Saarpfalz-Lesebuch. 2. Auflage, Gollenstein-Verlag, Blieskastel 2005, ISBN 3-935731-49-3

Sekundärliteratur

  • Gerd Meiser: Wenn Häuser ihre Seelen offen legen. Ausstellung des Neunkircher Künstlers Axel C. Gross. In: Saarbrücker Zeitung (Ausgabe Neunkirchen) vom 2./3. November 2002, S. B2

Weblinks[Bearbeiten]


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