Arved Crüger

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Arved Crüger (* 12. Januar 1913 in Pillau; † 22. März 1942 bei Malta) war ein Luftwaffenpilot und Ritterkreuzträger im Zweiten Weltkrieg.

Inhaltsverzeichnis

Militärische Karriere[Bearbeiten]

Am 1. April 1931 trat er als Fahnenjunker beim Infanterieregiment 2 in die Reichswehr ein. Vom 1. Oktober 1932 bis zum 1. Juni 1933 besuchte er die Infanterieschule in Dresden und wurde zum Fähnrich befördert. Danach wechselte er zur Nachrichtenabteilung 6. Bevor er 1934 zur Luftwaffe kam, besuchte er noch die Artillerieschule in Jüterbog.[1] Für seinen Einsatz als Staffelkapitän der 5./Kampfgeschwader 30 zur Schiffsbekämpfung der britischen Flotte und beim Westfeldzug wurde ihm am 19. Juni 1940 das Ritterkreuz verliehen. [1] Am 30. März 1941 wurde Crüger im Wehrmachtsbericht erwähnt, da er und seine Gruppe drei Treffer des britischen Flugzeugträgers HMS Formidable am Vortage südwestlich von Kreta angaben.[2][3] Nach seinem Hochzeitsurlaub, am 30. September 1941, wurde er als Geschwaderkommodore des Schnellkampfgeschwaders 210 an die Ostfront versetzt und übernahm am 13. Marz 1942 das Kommando des Kampfgeschwaders 77. Von einem Einsatz gegen britische Schiffe bei Malta kam er nicht zurück, wahrscheinlich ist sein Flugzeug, eine Junkers Ju 88A-4 (Verbandskennzeichen 3Z+AA, Werknummer 8627), von britischen Flugabwehrgeschützen abgeschossen worden.[1][4]

Ziviles Leben[Bearbeiten]

Crüger heiratete im April 1941 die deutsche Schauspielerin Carola Höhn. Er hinterließ seine schwangere Frau, die seinen Sohn, Arved-Michael, im Juni 1942 zur Welt brachte.[1] Der Vorname Arved wurde von seiner Mutter in Gedenken an ihren Mann vergeben.

Dienstgrade /-stellungen[Bearbeiten]

nach [1]

  • 1. Januar 1931 Gefreiter
  • 1. April 1932 Fahnenjunker
  • 1. Juni 1933 Fähnrich
  • 1. Februar 1934 Oberfähnrich
  • 1. April 1934 Oberleutnant
  • 16. September 1939 Staffelkapitän 3./KG 30
  • 1. Oktober 1939 Hauptmann
  • 1. Juli 1940 Gruppenkommodore Ergänzungsgruppe 4
  • 1. Oktober 1940 Major
  • 4. Oktober 1940 Gruppenkommodore II./LG 1
  • 10. November 1940 Gruppenkommodore III./KG 30
  • 1. September 1941 Geschwaderkommodore SKG 210
  • 4. Januar 1942 Geschwaderkommodore ZG 1
  • 13. März 1942 Geschwaderkommodore KG 77

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Schumann, Ralf (2007). Die Ritterkreuzträger 1939–1945 des LG 1 . Seite 46; Zweibrücken: VDM Heinz Nickel. ISBN 978-3-86619-013-9.
  2. 2,0 2,1 2,2 Jochen Kaiser: Die Ritterkreuzträger der Kampfflieger—Band 1 (German, English). Luftfahrtverlag-Start, Bad Zwischenahn 2010, ISBN 978-3-941437-07-4.
  3. Die Wehrmachtberichte 1939–1945 Band 1, 1. September 1939 bis 31. Dezember 1941. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München, Germany 1985, ISBN 978-3-423-05944-2.
  4. Shores, Christopher and Brian Cull with Nicola Malizia (1991). Malta: The Spitfire Year. London: Grub Street. ISBN 0-948817-16-X.
  5. Walther-Peer Fellgiebel: Die Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes 1939–1945 — Die Inhaber der höchsten Auszeichnung des Zweiten Weltkrieges aller Wehrmachtteile. Podzun-Pallas, Friedberg, Germany 2000, ISBN 978-3-7909-0284-6.
  6. Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939–1945 Die Inhaber des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes 1939 von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündeter Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchives. Scherzers Militär-Verlag, Jena 2007, ISBN 978-3-938845-17-2.

Weblinks[Bearbeiten]

Arved Crüger. In: Auf Himmel zu Hause. Abgerufen am 11. November 2015.

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