Arthur Anton Zinn

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Stolperstein in Dresden, Chemnitzer Straße 119

Arthur Zinn (* 1899; † vermutlich 31. Juli 1940 in Pirna-Sonnenstein) ist ein Opfer des nationalsozialistischen Euthanasieprogramms.

Er wurde mit einer geistigen Behinderung geboren. Da er nicht die Volksschule besuchen konnte, war er vom 24. August 1908 bis 8. März 1909 Zögling in der Landesanstalt Chemnitz-Altendorf. Anschließend lebte er wieder bei seiner Familie. Von 1911 bis 1916 war er Patient der psychiatrischen Abteilung im Krankenhaus Löbtauer Straße in Dresden. Danach wurde er in der Landesanstalt Arnsdorf, der damals größten psychiatrischen Einrichtung Sachsens, untergebracht. Hier lebte er ohne Unterbrechung 24 Jahre, bis zum Sommer 1940. Am 31. Juli 1940 wurde Arthur Zürn von der Landesanstalt Arnsdorf in die nationalistische Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein deportiert. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wurde er dort noch am gleichen Tag ermordet. Arthur Zinn wurde nur 41 Jahre alt.

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